Vom Frühstücksliebling zur Gastrobar: »Benedict« startet mit neuem Pop-up-Konzept
Das »Benedict« wird nachtaktiv. Für kurze Zeit wird abends aus der beliebten Frühstücksadresse die Gastrobar »béné«. Auf Gäste warten Sharing Plates, kreative Cocktails und eine neue Atmosphäre.
Wer in Berlin an außergewöhnliches Frühstück denkt, landet früher oder später beim »Benedict«. Seit der Eröffnung 2016 in der Uhlandstraße hat sich das Restaurant mit ganztägigen Frühstücksgerichten und einem kosmopolitischen Konzept einen festen Platz in der Hauptstadtgastronomie erarbeitet. Zehn Jahre später schlägt das Team nun ein neues Kapitel auf – allerdings erst, wenn der Tag langsam ausklingt.
Seit dem 2. Juli verwandelt sich das »Benedict« an fünf Abenden pro Woche in die Pop-up-Gastrobar »béné«. Das auf drei Monate angelegte Konzept ist weit mehr als eine verlängerte Öffnungszeit: Es versteht sich als eigenständiges Dinner-Erlebnis, das zwar die Handschrift des Hauses trägt, sich atmosphärisch und kulinarisch bewusst vom Frühstück unterscheidet.
Ganz neu ist die Idee nicht: Bereits Anfang des Jahres experimentierte das Team mit dem Pop-up »Benedict After Dark«, das sich an der rauen Ästhetik New Yorker Dive Bars orientierte.
Sharing is caring
Kulinarisch setzt das Pop-up auf das, was derzeit viele moderne Restaurants auszeichnet: Sharing Plates, die unkompliziert wirken, handwerklich aber vielschichtig gedacht sind. Mediterrane Aromen bilden die Grundlage, ergänzt durch Einflüsse aus Asien und Südamerika – inspiriert von den Reisen und kulturellen Hintergründen des internationalen Küchenteams.
Zum Auftakt stehen kleine Snacks wie hausgebackenes Brot mit geschlagener Butter und Pickles oder Tahini mit Harissa auf der Karte. Danach folgen Gerichte wie Corn Ribs mit Chipotle-Limetten-Aioli, Som Tam mit Fenchel und Orange oder gegrillte Garnelen mit Pastis und Zitronen-Gremolata. Wer es kräftiger mag, findet unter anderem einen 21 Tage trocken gereiften Nierenzapfen vom Rind. Die Karte bleibt jedoch bewusst in Bewegung und wechselt wöchentlich.
Pancakes dürfen bleiben
Ganz verabschieden möchte sich das »Benedict« von seinen Klassikern dennoch nicht. Die berühmten Pancakes schaffen den Sprung in den Abendservice und landen kurzerhand auf der Dessertkarte. Dort werden sie unter anderem mit Himbeeren und weißer Schokolade, Ahornsirup oder Schoko-Haselnuss serviert – eine kleine Reminiszenz an das Konzept, mit dem das Restaurant bekannt geworden ist.