Von 16 bis 400 Euro: So viel kostet ein Abend bei Deutschlands Promi-Köchen
Was kostet ein Restaurantbesuch bei Deutschlands Promi-Köch:innen wirklich? Ein Blick auf die Speisekarten der bekanntesten zeigt, wie groß die Unterschiede tatsächlich sind.
Ein Name, den Millionen aus dem Fernsehen kennen, garantiert längst keine Sternepreise. Deutschlands bekannteste Köch:innen verfolgen höchst unterschiedliche Ansätze – vom entspannten Deli über moderne Bistroküche bis hin zum Drei-Sterne-Menü. Wer einen Tisch reserviert, bezahlt deshalb je nach Konzept unterschiedliche Summen. Ein Preis-Check.
Sterneküche auf höchstem Niveau
Den Auftakt macht die absolute Fine-Dining-Elite. Im Münchner Restaurant »JAN« von Jan Hartwig liegt das aktuelle 7-Gänge-Menü inzwischen bei rund 380 Euro pro Person. Serviert werden Produkte wie Kaisergranat, Wagyu, Taube oder Gänseleber, oft in sehr puristischen, präzise komponierten Gerichten.
Kevin Fehling bewegt sich mit seinem Hamburger Restaurant »The Table« in einer ähnlichen Liga. Das Menü kostet aktuell etwa 315 Euro. Typische Gerichte kombinieren internationale Einflüsse, etwa Amaebi mit Zitrusnoten, Jakobsmuschel mit asiatischen Aromen oder Hummer in modernen Interpretationen.
Premium mit eigener Handschrift
Im gehobenen Segment bleibt Tim Raue eine feste Größe. Seine Menüs im »Tim Raue« in Berlin liegen inzwischen bei etwa 292 bis 330 Euro. Charakteristisch ist weiterhin die intensive Aromatik aus Süße, Säure und Schärfe, inspiriert von japanischer, thailändischer und chinesischer Küche. Ein veganes Menü gehört inzwischen fest zum Angebot.
Nelson Müller hat seine »Schote« nach dem Neustart erneut im Fine-Dining-Bereich etabliert. Die Menüs bewegen sich aktuell zwischen rund 185 und 215 Euro. Auf den Tellern finden sich saisonale Produkte wie Steinbutt, Kalb oder Krustentiere, oft klassisch interpretiert mit modernen Akzenten.
Lisa Angermann bleibt mit ihrem Leipziger Restaurant »Frieda« vergleichsweise zugänglich. Die Menüs kosten derzeit etwa 131 bis 149 Euro. Neben Fisch- und Fleischgerichten ist eine vollständig vegetarische Variante fester Bestandteil des Menüs, häufig mit regionalen Produkten und klaren Aromen.
Zwischen Fine Dining und entspannter Gourmetküche
Einige prominente Köche setzen bewusst auf eine lockerere Interpretation der Spitzengastronomie. Max Strohe beispielsweise kombiniert in seinem Berliner Restaurant »Tulus Lotrek« kreative Küche mit ungezwungener Atmosphäre. Das Menü liegt aktuell bei etwa 239 Euro und wird ebenfalls vegetarisch angeboten. Die Gerichte sind oft verspielt, mit ungewöhnlichen Kombinationen und starken Aromen.
Ali Güngörmüş verfolgt im Münchner »Pageou« weiterhin einen zugänglicheren Ansatz. Die Menüs bewegen sich inzwischen zwischen rund 109 Euro (4 Gänge) und 139 Euro (5 Gänge). Mediterrane und orientalische Einflüsse prägen Gerichte wie Lamm mit Gewürzen, Fisch mit Zitrus oder moderne Mezze-Interpretationen.
Vincent Klink bleibt seiner klassischen Linie treu. In der »Wielandshöhe« in Stuttgart gibt es weiterhin sowohl Menüs (ca. 135 bis 155 Euro) als auch À-la-carte-Gerichte. Hauptgänge liegen meist zwischen 45 und 65 Euro, häufig mit französisch geprägter Küche wie Entrecôte, Fischgerichten oder Wild.
Bodenständige Genussküche
Einige bekannte TV-Gesichter zeigen, dass ein großer Name nicht zwangsläufig ein luxuriöses Fine-Dining-Erlebnis bedeuten muss. Tim Mälzers Hamburger »Bullerei« setzt seit Jahren auf unkomplizierte Küche mit hochwertigem Anspruch. Ein Überraschungsmenü kostet 79 Euro, daneben stehen zahlreiche À-la-carte-Gerichte (Hauptgänge ab 21 Euro) sowie ein günstigeres Mittagsangebot im Deli zur Auswahl.
Noch alltagstauglicher präsentiert sich Steffen Hensslers Konzept »Ahoi«. Hier dominieren Fish and Chips, Burger, Bowls oder Currywurst die Karte. Die Currywurst als Klassiker startet bereits bei 15,50 Euro und markiert damit den günstigsten Einstieg unter den Restaurants der prominenten Köche.