Diese Weinbars haben 2025 in Österreich neu eröffnet
Zwischen Heurigen-Flair, Fine Wine und Social Club: Diese Weinlokale zählen zu unseren Jahreshighlights 2025.
Das Robitza, Eisenstadt
Falstaff Bar- & Spiritsguide 2026: Neueröffnung des Jahres
Svätý Jur, Stara Vas oder Pezsgő – die üblichen Big Names auf Weinkarten sucht man bei Konrad Robitza vergeblich. Und es scheint, als hätte Eisenstadt auf ein solches Konzept nur gewartet. Pannonien und seine Nachbarn locken nicht nur bei den Rezepten, sondern auch bei Weinangeboten (glasweise oder als Bouteille). Im lässigen Blaudruck-Ambiente der Bar entdeckt man so den größeren Horizont Mitteleuropas.
»Sandhof-Weinbar« in Lech am Arlberg
Sandhof-Eigentümer Martin Prodinger eröfffnete Anfang Dezember gemeinsam mit Clemens Riedl vom Wiener Fine-Wine-Händler »trinkreif« die neue »Sandhof-Weinbar« im Zentrum von Lech, zwischen Bergbahn Oberlech und Schlosskopflift. Das Motto: »Fine Wine casual«. »Egal ob mit Skischuhen direkt von der Piste oder im Anzug vor einem Konzert in den Lechwelten, wir bieten Raum für jede Gelegenheit – das verbindende Element ist der Wein«, so Prodinger. Die ungefähr 400 Positionen umfassende Weinkarte verfügt über eine umfangreiche und regelmäßig wechselnde glasweise Auswahl. Das »trinkreif«-Team, das sich um Weinkonzept, -karte und -logistik kümmert, setzt auf eine Selektion aus Neuentdeckungen, bewährten Klassikern und absoluten Raritäten mit Jahrgangstiefe.
»Weindl« am Tiefen Graben
Roland Müller, Sommelier, Winzer und Gastgeber, serviert in seinem neuen »Weindl« seit Jahresanfang vor allem die Weine, die er in Wien lange vermisst hat. Nach dem Motto »Für ein gutes Weindl muss man Tiefer Graben« bietet er neben seinen eigenen Weinen, einen Querschnitt durch die österreichische Sortenvielfalt sowie gereifte und große Namen der österreichischen Winzer:innen-Szene. Müller, der zuvor mitunter im Restaurant »Shiki«, in der »Cantinetta Antinori« und im »Steirereck« als Sommelier tätig war, setzt auf eine moderne Interpretation der österreichischen Wein- und Lebensart: So kommen neben den ausgewählten Weinen auch Schmankerl aus eigener Produktion auf den Tisch: Von Wild-Schinken über Chutneys bis hin zum Kernöl.
»Wirtshaus Social Club« in Wiener Neustadt
Sommelier Wolfgang Kapuy-Schwarz ist seit 17. Dezember an einem fixen Standort anzutreffen: Gemeinsam mit Doris Kapuy und Nick Kapuy eröffnete er die Weinbar »Wirtshaus Social Club« in der Herzog-Leopold-Straße, direkt gegenüber dem Stadttheater in Wiener Neustadt. Die Weinkarte mit rund 100 Weinen aus Österreich und internationalen Regionen bietet spezielle Tipps, die als »funky« und »Sommeliers Choice« gekennzeichnet sind. Neben »Stammtisch Essentials« mit Weinen wie dem Puszta Libre von Claus Preisinger finden sich darauf auch Kategorien wie »Ein Liter Liebe, bitte« mit Flaschen im Liter-Format wie Zum Pranger Weiß aus der Thermenregion. Etwa 70 Weine werden auch glasweise ausgeschenkt.
»Die Wachauerin« in Wien Alsergrund
Die Wachauer Winzertochter Anna Polz bringt seit November gemeinsam mit ihrem Partner Manfred Mladosevits ein Stück Heimat in den neunten Bezirk: In ihrer neuen Weinbar – die passenderweise »Die Wachauerin« heißt – möchte sie die Wachau von ihrer anderen Seite zeigen. »Das Südufer der Wachau kennt man nicht so, wie das sehr prominente Nordufer«, so Anna Polz. Auf der umfassenden Weinkarte finden sich rund vierzig Weine der Weingüter Andreas Eder, Martin Bergkirchner, Georg Frischengruber, Josef Fischer jun., Heinz Sigl und Herbert Polz. Erweitert wird das Weinsortiment durch rund 50 nationale und internationale Weine und Schaumweine – von den »großen Namen« bis zu Underdogs und Newcomern. Passend zu den Weinen kommen neu interpretierte Heurigenschmankerl mit den berühmten dem Schmidl Wachauer Laberl auf den Tisch.
AUX: Neue Weinbar im Wiener Funkhaus
Felix Neubauer sorgte mit seiner »Wine Rebellion« in der Burggasse stets für spannende (Natur)wein-Neuentdeckungen. Ab sofort findet man den Weinexperten und Gastronomen im Wiener Funkhaus. Dort zog im Herbst ein neues Lokal ins ehemalige Tonband-Archiv ein: Im »AUX« setzt Neubauer auf ein lässiges Wine-Dine-Konzept: »Ich mag das in keine Schublade stecken – es gibt Wein, Drinks und Dining. Ein Platz, an dem sich jeder wohlfühlen soll.« Hinter dem Herd steht Christoph Weikinger, der zuvor im Usus im Schauspielhaus kochte. Hier kreiert er verschiedene kleinere Gerichte, die regelmäßig wechseln und kreativ neu interpretiert, wie geräuchertes Roastbeef oder eine Kreation mit hausgemachter Salsiccia.
»kosTbar« bringt Südoststeiermark nach Wien
Mitte Dezember eröffnete mit der »kosTbar« eine Mischung aus Weinbar und modern interpretierten steirischen Heurigen, geprägt von der Heimat des Betreibers Christian Fortmüller, der aus Bad Radkersburg in der Südoststeiermark beziehungsweise dem Vulkanland stammt. »Uns war wichtig, das Gefühl, die Gemütlichkeit und die Qualität dieser Region nach Wien zu bringen«, so seine Partnerin Patricia Fass. Sie setzen auf Zutaten direkt von den Produzent:innen – Fleisch, Wein und Säfte stammen, wo immer möglich, aus Bio-Betrieben. Die Speisekarte ist bewusst klein, regional und saisonal gehalten: Brettljausn, Schweinsbraten oder Backhendl-Salat. bei den Weinen liegt der Fokus auf Winzer:innen aus der Südoststeiermark – etwa Müller, Engel, Ulrich oder Frauwallner.
Café Stark in der Burggasse
In der Burggasse 36, dort wo früher die »Wine Rebellion« war, haben Ende November zwei Stuttgarterinnen übernommen: Anna Jenal (26) und Amelie Wächtler (27) eröffneten Ende November das »Café Stark« mit ganzjährigem Schanigarten – morgens wird hier Kaffee serviert, abends ausgewählte Weine. Neben Kaffee von »Wildkaffee«, Bier und Frizzante vom Fass bieten die beiden verschiedene Naturweine an, die direkt von regionalen Partnern, wie Weinskandal, bezogen werden. Das Essen bleibt mit Oliven, Focaccia, Schinken-Käse-Toast und Gebäck von Joseph Brot bewusst leicht.