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Ihre spritzige Frische, gepaart mit einem Hauch von salziger Frechheit, macht die »Margarita« zum Star unter den Tequila-Drinks.

Ihre spritzige Frische, gepaart mit einem Hauch von salziger Frechheit, macht die »Margarita« zum Star unter den Tequila-Drinks.
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Wo Agaven Orangen küssen: Die Geschichte der »Margarita«

Cocktail
Geschichte
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Spirituose

Die Margarita ist nicht nur ein echter Cocktail-Klassiker, sondern auch eine wahre »Grande Dame« der Bar-Kultur. Doch wer hat diesen ikonischen Drink erfunden? Und warum ist er so beliebt wie nie zuvor?

Die »Margarita« ist nicht nur ein echter Cocktail-Klassiker, sondern auch eine wahre »Grande Dame« der Bar-Kultur. Ihre spritzige Frische, gepaart mit einem Hauch von salziger Frechheit machen die »Margarita« zum Star unter den Tequila-Drinks, denn kaum ein anderer Cocktail schafft es mit einer derartigen Simplizität bis heute Barkeeper und Gäste rund um den Globus zu begeistern. Doch wer hat diesen ikonischen Drink erfunden? Schnappen wir uns Limette, Salzrand und ein bisschen Geschichte – und schütteln uns durch die Historie der Margarita.

Ein Drink mit vielen Müttern – oder Vätern?

Die Herkunft der Margarita ist tatsächlich ein wenig umstritten und gleich mehrere Legenden ranken sich um ihre Entstehung. Eine Theorie führt uns ins Mexiko der 1930er Jahre, wo ein Barkeeper namens Carlos »Danny« Herrera angeblich die »Margarita« für eine Schauspielerin kreierte, die entweder gegen alle Spirituosen außer Tequila allergisch – mindestens aber enorm wählerisch war.

Eine andere Geschichte besagt, dass der Barkeeper Danny Negrete den Drink im Jahr 1936 als Hochzeitsgeschenk erfunden haben soll. Danny und sein Bruder David eröffneten eine Bar im »Garci Crispo Hotel« in Puebla, Mexiko, und das Rezept (mit Triple Sec, frischem Limettensaft und Tequila Blanco über zerstoßenem Eis) wurde für seine zukünftige Schwägerin Margarita zusammengestellt.

Wieder eine andere Version behauptet, die amerikanische Society-Lady Margarita Sames habe das Rezept in den 1940ern bei einer ihrer legendären Partys in Acapulco erfunden – und ihre Gäste, darunter ein Hotelmagnat, hätten den Drink dann in die weite Welt getragen.

Am wahrscheinlichsten ist aber – laut dem Cocktail-Historiker David Wondrich – dass die »Margarita« eine Weiterentwicklung der in den 1930er Jahren weit verbreiteten Daisy-Cocktails war. Hierbei handelt es sich um eine Familie von Cocktails, die aus einer Grundspirituose, Orangenlikör und Zitrusfrüchten bestehen. Ein bekannter Drink dieser Kategorie ist beispielsweise der »Sidecar«. »Margarita« bedeutet auf Spanisch »Gänseblümchen«, und dies war eine Anspielung auf den Tequila-basierten Daisy, der zu dem Zeitpunkt seit etwa 100 Jahren genossen wurde. Spricht man heute aber über eine »Margarita«, so spricht man auch zwangsläufig über Cointreau: Der französische Orangenlikör spielt in vielen Originalrezepten eine Hauptrolle und behauptet selbstbewusst, die Margarita ohne ihn wäre schlicht undenkbar. Tatsächlich sorgt Cointreau für die charakteristische Balance aus Süße und Zitrus, die den Drink so unverwechselbar macht.

 

Das klassische Rezept

Die klassische Margarita ist ein Paradebeispiel für die hohe Kunst der Einfachheit:

  • 5 cl Tequila (idealerweise 100% Agave)
  • 2 cl Cointreau (oder ein anderer Triple Sec)
  • 3 cl frisch gepresster Limettensaft

Alle Zutaten auf Eis schütteln und in eine Coupette mit Salzrand abseihen. Dieser kann etwa mit Chili verfeinert werden.

Vielfalt mit Salzrand

Die »Margarita« hat im Laufe der Zeit unzählige Variationen hervorgebracht. Die »Frozen Margarita« zum Beispiel ist ein blendergekühlter Klassiker aus amerikanischen Tex-Mex-Restaurants, oft mit einer Extraportion Zucker und Crushed Ice. Dann gibt es die »Tommy's Margarita«, bei der Cointreau durch Agavensirup ersetzt wird. Oder die fruchtigen Versionen mit Mango, Erdbeere oder Hibiskus, die sich vor allem in Strandbars großer Beliebtheit erfreuen.

Einige der spannendsten Variationen haben wir hier zusammengetragen.


 

Alexander Thürer
Alexander Thürer
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