In allen Facetten erklärt – und später verkostet: Irisches Weiderind
© Annette Wilson
Irish Beef: Rindfleisch auf »diplomatischer« Genuss-Mission
Was zeichnet irisches Rind aus? Nicht nur die bekannten »Hereford Prime«-Steaks wurden Gastronomen bei einem besonderen Abend präsentiert. Im Mittelpunkt stand vor allem die Weidehaltung der »Grünen Insel«.
von Roland Graf
06. Mai 2026
Den sattgrünen Wiesen verdankt Irland seinen Beinamen als »Emerald Isle«. Auch wenn das Gras vielleicht nicht immer und überall Smaragd-farben ist: Das ganzjährig verfügbare Futter auf der Weide begünstigt zwei besondere Küchen-Exporte. Bei Lammfleisch ist man damit größter Erzeuger innerhalb der EU, beim irischen Rind sind die Qualitäten nicht nur für Steak-Cuts begehrt. Deshalb fand die Präsentation von irischem Rind auch in der Residenz der Inselrepublik in Wien statt. Auch Botschafterin Barbara Cullinane weiß um die Qualität des Exportguts, über dessen Güte die nationale Lebensmittelbehörde (»Bord Bia«) wacht.
Saftige Weide, saftiges Rind
So müssen die Tiere zumindest 220 Tage im Jahr auf der Weide verbracht haben, um als »Pasture Raised Beef« deklariert zu werden. Und Bio-Zertifizierung setzt bei vielen Farmern noch eines drauf. Vorgestellt wurden die Vorzüge des irischen Rinds von einem langjährigen Mitglied des »Chefs’ Irish Beef Club«: Mike Süsser gehört dieser Runde an, die vom Bio-Rind der »Grünen Insel« besonders begeistert ist – und auch um seine perfekte Zubereitung weiß.
Mit seinem Tataki vom Rind mit Nussbutter-Ponzu und einem »Som Tam«-Salat auf Kraut-Basis zeigte der TV-bekannte Gastronom (»Gmundnerberghaus«) eine moderne Zubereitung. Damit kam die Saftigkeit und auch die Optik – vor allem das schmelzende Fett des Rinds – bestens zur Geltung. Und auch zum irischen Whiskey passte das Beef bestens, wie ein Schlückchen Teeling belegte.
Nicht nur als Steak zu haben
Die Vielfältigkeit des irischen Angebots spiegelte sich aber auch in der Gästeliste wider, die die Botschafterin von Irland und »Bord Bia« begrüßen konnten. Die »Jeunes Restaurateurs« Klemens Gold (»Rau«, Großraming) und Josef Floh (»Der Floh«, Langenlebarn) traf man in der Belvederegasse ebenso wie die Wirtshaus-Instanz aus Wien-8, Familie Heidenkummer, oder die Steak-Experten Vlatka Bijelac und Nelson Atiso-Naah (»Beef&Glory«).
Auch Grillweltmeister Adi Matzek hatte den Weg aus dem Waldviertel angetreten. Der Chef der bekannten Grillschule in Burgerwiesen lobte vor allem Süssers Ansprache: »Es muss Angebote für alle Preisklassen geben!«, das hatte der »Gmundnerberghaus«-Chef zuvor als ein wichtiges Kriterium genannt. Denn es geht nicht nur um die so genannten Edelteile in der Küche. Auch als Gulasch, Beinscheibe oder Burger-Patties wird das Fleisch der Hauptrassen Black Angus und Hereford im Großhandel angeboten.
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