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Schnell, kalkulierbar und günstig: Fast Food in Österreich legt ordentlich zu.

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Gäste sparen beim Essen gehen – Fast Food profitiert massiv

Steigende Preise in der klassischen Gastronomie verändern das Konsumverhalten spürbar. Viele Gäste setzen zunehmend auf günstigere Alternativen – und bescheren Fast-Food-Anbietern in Österreich ein starkes Umsatzplus.

von Brigitte Radl
21. Mai 2026

Während viele klassische Gastronomiebetriebe mit zurückhaltender Konsumlaune kämpfen, entwickelt sich Fast Food in Österreich weiter dynamisch. Laut aktuellen Daten von »Branchenradar Marktanalyse« stieg der Umsatz der Fast-Food-Standorte 2025 um 7,7 Prozent auf rund 1,378 Milliarden Euro. Besonders stark legte dabei die Systemgastronomie zu: Anbieter wie »McDonald’s«, »Burger King« oder »KFC« steigerten ihre Erlöse um 8,4 Prozent auf insgesamt 1,145 Milliarden Euro.

Preis wird zum entscheidenden Faktor

Der Hauptgrund für die Entwicklung liegt laut Studie auf der Hand: Essen außer Haus bleibt gefragt – allerdings deutlich preisbewusster als noch vor einigen Jahren. In den vergangenen fünf Jahren seien die Preise in der Gastronomie um mehr als 40 Prozent gestiegen. Gerade unter wachsendem Spardruck würden Konsumenten daher verstärkt Angebote suchen, die kalkulierbar und günstiger sind. Eine Mahlzeit inklusive Getränk koste am Würstelstand durchschnittlich weniger als zehn Euro, in der Systemgastronomie meist unter 15 Euro. »Das war zwar auch so in den Jahren davor, wenn aber der Spardruck zunimmt, bekommt das eine höhere Priorität«, sagt Andreas Kreutzer, Geschäftsführer von »Branchenradar Marktanalyse«.

Umsatzentwicklung Fast Food zu Endverbraucherpreisen in Mio. Euro (Revision 2026) | © BRANCHENRADAR Fast Food in Österreich 2026

Lieferdienste und Aktionen treiben Wachstum

Zusätzliche Impulse kamen laut Studie durch den Ausbau von Lieferdiensten sowie Rabatt- und Gutscheinaktionen. Gleichzeitig profitierten nicht nur internationale Ketten vom Trend: Auch klassische Würstelstände und Imbisse entwickelten sich positiv und steigerten ihre Umsätze um 4,1 Prozent auf insgesamt 233 Millionen Euro. Damit wächst selbst die traditionelle Variante des Fast Foods aktuell deutlich schneller als die Gastronomie insgesamt.

Für Gastronomen zeigt die Entwicklung vor allem eines: Gäste hinterfragen ihre Ausgaben derzeit stärker denn je. Wer sich im Markt behaupten will, muss daher nicht nur über Qualität, sondern auch über Preiswahrnehmung, Schnelligkeit und Angebotsstruktur nachdenken. Fast Food profitiert momentan davon, einfache und klar kalkulierbare Lösungen zu bieten – ein Faktor, der zunehmend auch in der klassischen Gastronomie relevant wird.

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