Nach turbulenten Monaten plant das Drei-Sterne-Restaurant einen Neustart – personall und kulinarisch.
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»Noma« startet neu: Kopenhagen-Comeback mit neuer Führungsriege
Eines der einflussreichsten Restaurants der Welt steht vor einem weiteren Umbruch. Mit der Rückkehr nach Kopenhagen verändert »Noma« nicht nur seine Führung, sondern auch das gastronomische Konzept grundlegend.
von Brigitte Radl
11. Juni 2026
Nach dem temporären Projekt in Los Angeles will das »Noma« ab August 2026 wieder seinen Restaurantbetrieb in Kopenhagen aufnehmen. Die Ankündigung markiert mehr als einen Standortwechsel: Das Restaurant stellt seine Führungsstruktur neu auf und überträgt zentrale operative Verantwortung an langjährige Teammitglieder.
Künftig sollen Mette Brink Søberg als Leiterin für Forschung und Entwicklung, Küchenchef Pablo Soto sowie Geschäftsführerin Annika de Las Heras das Restaurant prägen. »Noma« spricht von einer neuen Generation von Führungskräften, die den Betrieb seit Jahren mitgestaltet und nun die nächste Entwicklungsphase verantwortet. Für die internationale Spitzengastronomie ist das ein bemerkenswerter Schritt: Statt auf einen einzelnen Starchef setzt eines der bekanntesten Restaurants der Welt künftig stärker auf Teamführung und spezialisierte Verantwortungsbereiche.
Zwölf Saisonen als neues Konzept
Auch kulinarisch geht der Drei-Sterner neue Wege. Bislang arbeitete das Restaurant mit drei saisonalen Menüs pro Jahr. Künftig sollen daraus zwölf eigenständige Saisonen werden – jeder Monat erhält eine eigene thematische Ausrichtung, basierend auf Produkten, Landschaften und Ideen, die das Team aktuell beschäftigen.
Für die Branche ist das ein spannender Ansatz. Während viele Fine-Dining-Betriebe auf klar definierte Saisonwechsel setzen, erhöht »Noma« damit bewusst die Dynamik und schafft laufend neue Anlässe für Wiederbesuche, mediale Aufmerksamkeit und kreative Weiterentwicklung.
Neustart nach bewegten Monaten
Die Rückkehr nach Kopenhagen erfolgt wenige Monate nach dem Rückzug von Gründer und Küchenchef René Redzepi aus der operativen Küchenleitung – PROFI hat berichtet. Nun setzt »Noma« auf eine klare Nachfolgeplanung, verteilt Verantwortung auf mehrere Schultern und entwickelt sein Konzept konsequent weiter. Ein Spitzenbetrieb, der seine Relevanz durch Veränderung sichern will.
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