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Außer-Haus-Konsum: Der Trend verlagert sich

Die »CREST«-Serviceanalyse von »Circana« zeigt, dass europäische Gäste gesündere Optionen fordern und Menüinnovationen vorantreiben .

von Alexandra Gorsche
07. März 2024

Weg vom Zuckerkonsum hin zum gesteigerten Bewusstsein der Verbraucher: Die neuesten Ergebnisse der »CREST«-Serviceanalyse von »Circana« enthüllen einen Wandel in den Vorlieben für Außer-Haus Essen in Europa. Die Daten zeigen, dass die europäischen Verbraucher zu Hause gesund essen (44 Prozent), aber nur sechs Prozent dies auch außerhalb praktizieren, beispielsweise in Restaurants. Doch 2024 deutet alles darauf hin, dass sich dies ändern wird.

Weg von Zucker und Alkohol

Die Daten von »Circana« zeigen einen Trendwandel, mit 44 Prozent der Europäer, die ihren Konsum von zuckerhaltigen Softdrinks reduzieren, und 43 Prozent, die beim Essen in Restaurants auf Spirituosen verzichten. Für das kommende Jahr erwägen weitere 41 Prozent eine weitere Reduzierung ihres Alkoholkonsums, was auf einen wachsenden Trend zum bewussten Trinken hinweist. Darüber hinaus möchten mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Europäer ihren Konsum von Süßigkeiten und Desserts reduzieren.

Jochen Pinsker © Circana
Jochen Pinsker © Circana

Jochen Pinsker, Senior Vice President of European Foodservice bei »Circana«, der seit mehr als 20 Jahren Trends in der Gastronomie und im Verbraucherverhalten verfolgt, kommentierte: »Hier ist ein größerer Trend im Gange, der einen kollektiven Wandel weg vom Zuckerkonsum widerspiegelt, getrieben durch ein gesteigertes Bewusstsein der Verbraucher für mögliche Nebenwirkungen. Restaurants sollten diese Entwicklung unterstützen, indem sie eine bessere Auswahl an gesunden, zuckerarmen Optionen anbieten. Es geht wirklich um Inklusivität – die Bedienung von Veganern, Vegetariern, Glutenfreien und Personen mit pflanzlicher Ernährung – um sicherzustellen, dass jeder eine großartige Erfahrung beim Ausgehen hat. Und obwohl der Gesamtanteil an gesunden Essensoptionen möglicherweise nicht sofort die Volumen steigert, wird er eine breitere Anziehungskraft bieten und Menschen anlocken.«

Die Erkenntnisse

  1. Moderation Movement: Während nur sieben Prozent der europäischen Verbraucher an »Dry January« teilnehmen wollten, äußerten weitere sieben Prozent den Wunsch, ihren Alkoholkonsum zu reduzieren, was auf einen breiteren Trend zur Mäßigung hinweist.
  2. Veganuary-Einfluss: Dieser relativ neue Trend sprach sechs Prozent der Europäer an und bleibt bei den 18- bis 34-Jährigen am beliebtesten (neun Prozent), was auf eine Verschiebung zu pflanzlichen Optionen in zukünftigen Generationen hinweist. Er war am beliebtesten im Vereinigten Königreich (acht Prozent) und am wenigsten in Frankreich (fünf Prozent).
  3. No/Low Alcohol-Produkte: Die Umfrage zeigt einen generationalen Trend, wobei 21 Prozent der jungen Erwachsenen sich für No/Low-Alkohol-Produkte entscheiden, im Vergleich zu 13 Prozent der 35-54-Jährigen und 12 Prozent der über 55-Jährigen. Pinsker kommentiert: »Es gibt nur geringe Unterschiede zwischen den Ländern, wenn es um die Reduzierung des Alkoholkonsums geht. Männer (17 Prozent) scheinen jedoch hier höhere Ambitionen zu haben als Frauen (13 Prozent). Dies spiegelt auch den Wunsch wider, die Nahrungsaufnahme im Januar zu ändern.«
  4. Biologische Ambitionen: Beeindruckende 56 Prozent der europäischen Verbraucher äußern den Wunsch, mehr biologische Lebensmittel auf den Speisekarten zu sehen, wobei Spanien mit 63 Prozent führt, Italien dicht dahinter mit 60 Prozent und das Vereinigte Königreich mit 50 Prozent. Pinsker fügt hinzu: »Es ist wirklich interessant zu bemerken, dass die Nachfrage nach mehr biologischen Produkten besteht – insbesondere vor dem Hintergrund, dass wir in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 eine Verlangsamung des Wachstums bei pflanzlichen Produkten in Restaurants beobachtet haben. Eine wachsende Anzahl von Verbrauchern betrachtet sich jetzt als ‚Flexitarier‘, und 21 Prozent der BIG 5-Bevölkerung (GB, Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien) reduziert ihren Proteinkonsum während der Mahlzeiten, was in Deutschland auf 32 Prozent ansteigt. Darüber hinaus ist zu beachten, dass unsere Daten darauf hinweisen, dass weitere 18 Prozent der Verbraucher pflanzliche Fleischersatzprodukte ausprobieren möchten.«

Zusammenfassend ist festzuhalten: Die Forschung zeigt, dass 64 Prozent der Europäer zustimmen, dass eine gesundheitsbewusste Ernährung sowohl geschmackvoll als auch erfinderisch sein kann. Verbraucher müssen nicht mehr auf Geschmack und Erlebnis verzichten. Mit einer breiteren Auswahl an Optionen kann Essen im Restaurant Teil ihrer Reise zum Wohlbefinden sein. Restaurants, die sich auf Ereignisse wie Muttertag und andere Events vorbereiten, sollten dies beachten und eine gute Auswahl an gesunden Optionen anbieten, um die Anziehungskraft zu erweitern und Buchungen zu fördern.

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