Thomas Schmiedbauer, Fleischerei Wiesbauer - Falstaff PROFI

Wenn die Qualität passt, passt auch der Umsatz. Davon ist Geschäftsführer Thomas Schmiedbauer überzeugt.

© Wiesbauer/ Philipp Lipiarski

Dank der Gastro-Kunden: »Wiesbauer«-Umsatz blieb 2025 stabil

Das schwierige Marktumfeld für Fleisch wird auch 2026 nicht besser werden. Mit diesem Ausblick präsentiert die »Wiesbauer AG« die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr. Positiv wirken sich in der Bilanz vor allem die Gastroaktivitäten aus.

von Roland Graf
30. Januar 2026

Angesichts von Inflation und zurückhaltenden Einkäufern ist das Halten des Umsatzes bei der Wiesbauer Holding ein Erfolg: Den mit 120 Millionen Euro Umsatz (2024: 118 Mio. Euro) und 12.500 Tonnen Absatz konnte 2025 das Vorjahresniveau sogar leicht gesteigert werden. Auch der vom Kempten aus gesteuerte Export nach Deutschland – mittlerweile liegt der Exportanteil bei über 53 %  – zeigte eine ähnliche Entwicklung. Das Gros des Umsatzes trägt weiter der Stammbetrieb in Wien (Wiesbauer Österreichische Wurstspezialitäten GmbH). Einen deutlichen Umsatzsprung von 81 Mio. auf 112 Millionen Euro verzeichnete hingegen die Gastro-Sparte »Wiesbauer Gourmet«.

Gastronomie als Wachstumsfeld

Dieser resultiert zu einem großen Teil aus der Übernahme bestehender Unternehmen. Nach der Payerbacher Fleischerei »Kabinger« (2024) kam bekanntlich auch das Wiener Traditionsunternehmen »Trünkel« im Vorjahr unter das Dach der Wiesbauer Holding. Addiert man deren Umsätze, ergibt dieser Zuwachs 23 Millionen Euro. Somit wuchs auch der vom Gastro-Fleischspezialisten erwirtschaftete Umsatz um acht Millionen. Euphorie-Grund sieht man aber keinen: »Mit der Entwicklung muss man sich angesichts der aktuellen Wirtschaftssituation zufrieden geben. Ich bin sehr stolz, dass wir trotz der vorherrschenden Rahmenbedingungen und der anhaltend hohen Kosten die Unternehmensgruppe positiv weiterentwickeln konnten«, erklärt Thomas Schmiedbauer. Der Vorstandsvorsitzende der Wiesbauer Holding erwartet »auch 2026 voraussichtlich ein sehr schwieriges Jahr für unsere Branche«.

Wiesbauer Wien - Falstaff PROFI
Wiesbauer wird 2026 in Automatisierungen mittels KI und Robotik investieren. | © Wiesbauer

Im Betrieb in Wien sollen heuer Investitionen in moderne Automatisierungslösungen erfolgen; mit KI und Robotik sollen die Produktionsmengen der Wurstspezialitäten gesteigert werden. Und das bei gleichbleibender Mitarbeiteranzahl (insgesamt 935 Beschäftigte). Thomas Schmniedbauer verspricht auch Produktneuheiten. Vorrangig liegt der Fokus aber darauf, die im letzten Jahr gelaunchten Innovationen zu forcieren und im Handel zu festigen. »Neue Ideen haben wir genug. Aber wir müssen einen Schritt nach dem anderen setzen«, macht der Wiesbauer-Chef Mut. Und auch da wird es kulinarisch. Thomas Schmiedbauer abschließend: »Wenn Produkte und Geschmack passen, brauchen wir uns um den Umsatz keine Sorgen zu machen«.

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