Eigentümer Manfred Kröswang freut sich über ein sehr erfolgreiches Jahr für den Lieferanten.
© Kröswang GmbH
Geschäftsbericht 2022: Lebensmittelgroßhändler Kröswang verzeichnet 60-prozentigen Umsatzsprung
Von 180 auf 288 Millionen Euro ist der Umsatz des Lebensmittelgroßhändlers Kröswang vom Geschäftsjahr 2021 auf 2022 gewachsen – ein Umsatzsprung von 60 Prozent. Dieser ist vor allem von einer deutlich gestiegenen Nachfrage nach hochwertigen österreichischen Lebensmitteln und zahlreichen Neukund:innen zurückzuführen.
von redaktion
08. Juli 2023
»Regionale Lebensmittel haben 2022 einen regelrechten Boom erlebt«, sagt Kröswang-Eigentümer und Geschäftsführer Manfred Kröswang. »Weil mehr als 50 Prozent aller Artikel unseres Sortiments aus Österreich kommen, konnten wir davon ganz besonders profitieren und deutlich an Marktanteilen gewinnen.« Das Angebot an heimischen Qualitätsprodukten habe, verbunden mit hoher Lieferzuverlässigkeit, die Basis für überdurchschnittlich viele Neukundengewinne gelegt. »Dass wir nicht nur die höchste Lieferzuverlässigkeit im Lebensmittelgroßhandel, sondern auch unerreichte Frische bieten, hat sich in der Branche herumgesprochen«, erklärt sich Kröswang den großen Zuwachs. Zudem konzentriert sich der Großhändler seit seiner Unternehmensgründung ausschließlich auf die Zustellung, Abholmärkte bietet man keine an. Ein entsprechendes Renommee habe man sich so erarbeiten können, schlussfolgert er.
Langfristiger Trend zu regionaler Qualität
Nach einem sehr dynamisch verlaufenen ersten Quartal 2023, in dem man ebenso eine Umsatzsteigerung von 31 Prozent erzielt hat, rechnet Kröswang in den kommenden Monaten mit einer höheren Preissensibilität bei Gastronom:innen und Gästen. Schon jetzt zeichne sich eine größer werdende Nachfrage nach günstigeren Alternativen zu sehr guter Qualität ab. Das aus dem Einzelhandel bekannte Phänomen, dass derzeit beim Lebensmitteleinkauf mehr gespart wird, dürfte auch vor dem Großhandel nicht Halt machen, glaubt Kröswang. Langfristig werde die Nachfrage nach regionaler Qualität aber wieder ein hohes Niveau erreichen. »Ich gehe davon aus, dass sich der Trend in den nächsten zwei bis drei Jahren wieder hin zu hochwertigen österreichischen Lebensmitteln drehen wird«, meint der Geschäftsführer.
Investitionen in Standorte und Mitarbeiter:innen
Auf die erfreuliche Geschäftsentwicklung reagiert Kröswang mit gezielten Investitionen in seine Liefer-Infrastruktur. Das neue Frischezentrallager im oberbayerischen Pfaffenhofen wird in Kürze eröffnet, der Standort in Wernberg im Bezirk Villach-Land wird, um den wachsenden Kärntner und Osttiroler Markt ab Anfang 2024 mit 15 Frische-LKW beliefern zu können, ausgebaut und in Ternitz, im Süden Niederösterreichs, wird im Herbst 2024 der zwölfte Standort eröffnet.
Obwohl Kröswang wachsenden Sparwillen bei Gastronom:innen und Gästen beobachtet, sieht er nach wie vor den Arbeitskräftemangel als größte Herausforderung. Das Unternehmen steuert etwa mit der Errichtung eines zweiten Mitarbeiterhauses in Grieskirchen dagegen. »Selbst wenn sie gerne bei uns arbeiten, können wir unsere Beschäftigten nur schwer halten, wenn sie oftmals zu überhöhten Preisen, weit entfernt vom Arbeitsplatz, in abgewohnten Quartieren schlecht untergebracht sind«, sagt der Firmenchef. »Deshalb investieren wir auch in ihre Lebensqualität außerhalb des Jobs, indem wir in unmittelbarer Nähe Wohnungen für sie errichten.« Kröswang wird heuer bis zu 100 Beschäftigte neu aufnehmen, um die steigende Nachfrage bedienen zu können.
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