Theresa Lichtmannegger und Francesco Caffarella
© Interalpen Hotel Tyrol
Lichtmannegger & Caffarella: »Wir schauen der Zukunft mit unserem Teamgeist gemeinsam mutig entgegen.«
Restaurant-Leiterin und Chef-Sommelière Theresa Lichtmannegger und Souschef Francesco Caffarella sprechen im Interview darüber, welche Benefits für Mitarbeitende heute nicht mehr wegzudenken sind.
von Alexandra Embacher
10. Januar 2023
PROFI: Sie zählen beim Falstaff PROFI Arbeitgeber:innen-Check zu den Besten. Was macht Sie zu herausragenden Arbeitgeber:innen?
Francesco Caffarella: Wir schätzen unsere Mitarbeiter:innen sehr und haben immer ein offenes Ohr für sie. Als ausgezeichneter Tiroler Lehrbetrieb legen wir auch großen Wert auf Aus- und Weiterbildungen. Diese bieten wir individuell an und unsere Trainingsleiterin betreut diese Maßnahmen nachhaltig. Unsere umfangreichen Benefits erweitern wir ständig.
Welche Benefits sind heute für Mitarbeitende nicht mehr wegzudenken?
Theresa Lichtmannegger: Das Wichtigste ist natürlich eine faire Bezahlung und das Honorieren besonderer Einsätze. Aber ganz sicher gehören dazu auch die kostengünstigen 170 Unterkünfte direkt beim Hotel. Vor kurzem erst renoviert und umgebaut, sind sie top-aktuell eingerichtet. Erst kürzlich haben wir einen kostenlosen Shuttle-Bus für alle eingeführt, welcher in die anliegenden Gemeinden, nach Telfs und Leutasch fährt und super angenommen wird. Somit kommt jede:r auch mal in die »Stadt«.
Wer Ausgleich braucht, besucht den Fitness- und Spa-Bereich. Hier finden sich ein Großteil unserer Mitarbeiter:innen nach Feierabend wieder. Auch das Essen in unserer Kantine, in welcher Simone, unsere Kantinen-Chefin, täglich zwei Mal frisch kocht und für Kraft und Energie sorgt, ist ein großer Benefit. Neben der Salatbar, Brötchen und Gebäck lassen sich dort auch immer Kleinigkeiten aus unserer hauseigenen Pâtisserie wiederfinden.

© Interalpen Hotel Tyrol
Was denken Sie, können bzw. müssen wir tun, um mehr junge Menschen für diese Branche zu begeistern?
Francesco Caffarella: Die Branche muss sich den Bedürfnissen der neuen Generation anpassen. Flexible Arbeitszeiten, Rücksicht auf private Belange, Wertschätzung und offener Austausch sind Elemente, die von großer Wichtigkeit sind. Wir selbst arbeiten derzeit stark an Employer Branding Maßnahmen und hoffen, ein Vorbild für die Gastronomie und Hotellerie zu sein. Ein Handwerk ist immer auch ein Meisterwerk, welches perfekt beherrscht werden muss. Es gilt, jungen Leuten zu zeigen, wie spannend und vielseitig die Berufsfelder in einem Hotel sind.
Und dass bei vielen Betrieben auch das Wohl der Mitarbeiter:innen im Vordergrund steht.
Theresa Lichtmannegger: Genau. Wir fragen uns aktuell: Was bedeutet der kommende, ungewisse Winter für sie? Benötigen sie Unterstützung? Wie können wir helfen? Bereits die letzte Krise, die Corona-Pandemie, haben wir gemeinsam gemeistert. Wir passen aufeinander auf und schauen auch der Zukunft mit unserem Teamgeist gemeinsam mutig entgegen.

Lesenswert
Zurückgekehrt, um zu bleiben: Daniel Bhogal ist neuer Direktor des »Flesslers Lenggries«.
© Signo Hospitality
Rückkehr nach Lenggries: Daniel Bhogal übernimmt das »Flesslers«
Nach der Neupositionierung des Hauses stellt »Signo Hospitality« die Führung des »Flesslers Lenggries, a Tribute Portfolio Hotel« neu auf. Mit Daniel Bhogal übernimmt dabei ein Manager das Haus, der den Standort bereits kennt.
Sehen Sie die goldenen Balkone glänzen? Davor (v.l.): Künstler Joerg Waehner, Silke Greven (PR) und Guido Zöllick (GM »Hotel Neptun«).
© Hotel Neptun
Trump lässt grüßen: Was Hoteliers vom »vergoldeten« Hotel Neptun lernen können
Mit einer Kunstaktion will das »Hotel Neptun« in Warnemünde zu seinem 55-jährigen Bestehen Aufmerksamkeit erzeugen. Die Inszenierung zeigt, wie Hotels mit ungewöhnlichen PR-Ideen Sichtbarkeit, Social-Media-Reichweite und ihr Markenprofil stärken können.
Auf sich gestellt: Nicht nur bei Check-in und Check-out ist man auf sich gestellt, Hotel-Services fehlen in Airbnbs.
© pexels/cottonbro
Nie mehr Ärger mit »Airbnb«: Welche Regeln wo für Kurzzeitvermietung gelten
Wien, Salzburg oder Innsbruck haben die Vorgaben verschärft, die EU-Regelung tritt im Mai in Kraft. Doch die Umsetzung läuft recht unterschiedlich an. PROFI hat den Überblick.
Große Gala: Der Hotel Guide 2026 wurde in Stockholm vor hochkarätigem Publikum präsentiert.
© canva.com/Vladislav Zolotov
Falstaff Nordics Hotel Guide 2026: Das sind die ausgezeichneten Häuser
Mit dem neuen Nordics Hotel Guide rückt Falstaff die besten Hotels Skandinaviens und des Baltikums ins Rampenlicht. Präsentiert wurde der Guide im »Hotel At Six« vor führenden Vertretern der nordischen Hotellerie.
Experten aus der Branche zu Gast bei PROFI-Chefredakteur Roland Graf – Diskussion über die Vergangenheit und Zukunft der Branche.
© Jan Tiam Dorfer
Der PROFI Round-Table Wein: Die große Analyse der Branchen-Experten
Sieben Kenner des Umsatzes mit Wein analysieren die Unlust am Konsum. Ein hochkarätiger PROFI-Round-Table über Limits der Kalkulation, vor allem aber darüber, wie man heute die Weingenießer von morgen erreicht.
Als General Manager muss David Frei genau hinschauen: Fürs »Grace« in St. Moritz kommt nicht jeder Influencer in Frage.
© Olivia Pulver
Influencer-Anfragen im Hotel: Warum das »Grace« St. Moritz restriktiv agiert
Viele wollen sie, wenige bekommen sie: die Zusage für eine Influencer-Kooperation mit dem »Grace« St. Moritz. General Manager David Frei erzählt PROFI, wieso er auch personalisierten Anschreiben zu fast 90 Prozent eine Absage erteilt.
Meist gelesen
Jubiläumsinszenierung in London: »Louis Vuitton« denkt Pop-Up neu und eröffnet temporäres Hotel ohne Übernachtungsmöglichkeit.
© unsplash.com/Cody Gallo
»Louis Vuitton« denkt Pop-up neu: »Hotel« zieht Gäste an – und das ohne Übernachtung
Pop-up-Konzepte sind in der Gastronomie längst etabliert. Jetzt greift auch das Modelabel »Louis Vuitton« diese Idee auf und überträgt sie auf ein ungewöhnliches Format: ein Hotel, das eigentlich keines ist.
Der größte Teil der Hotel-Deals entfiel auch 2025 auf das Bundeland Tirol.
© canva.com/manfredxy
Hotel-Investmentmarkt Österreich: Deutlich weniger Deals, dafür größere
Der österreichische Markt hat 2025 an Tempo verloren: Sowohl das Transaktionsvolumen als auch die Anzahl der Deals sind spürbar zurückgegangen. Gleichzeitig sind die Investments größer und die Entscheidungen selektiver.
Die jungen Talente von Morgen zeigten bei den »Tourism Games by Ischgl 2026« ihr Potenzial.
© TVB Paznaun - Ischgl
»Tourism Games by Ischgl 2026« – »Triathlon« für den Branchennachwuchs
Zum dritten Mal stellten 15 Teams aus Österreich, Südtirol und Deutschland beim Wettbewerb der jungen Talente im Tourismus ihr Können unter Beweis. Sie überzeugen in den Bereichen Küche, Marketing und Barkeeping.
1969 wurde im Hotelzimmer der James-Bond-Film »Im Geheimdienst Ihrer Majestät« gedreht.
© Hotel Schweizerhof Bern & Spa
James-Bond-Thrill im Hotel: Erlebnisformate werden zum Erfolgsfaktor
»Experience« statt reiner Übernachtung: Immer mehr Hotels setzen auf inszenierte Aufenthalte, um sich im Wettbewerb zu differenzieren. Ein Beispiel aus Bern zeigt, wie sich Geschichte gezielt vermarkten lässt.
Falstaff-Herausgeber Wolfgang Rosam (4.v.r. vorne) mit den Preisträgern des Hotelguides 2026.
© Andreas Tischler
Hotelguide 2026: Falstaff kürt die besten Häuser 2026
Mit dem neuen Falstaff Hotelguide rückt die Spitzenhotellerie im deutschsprachigen Raum erneut ins Rampenlicht. Ausgezeichnet wurden die besten Häuser und Persönlichkeiten der Branche.
© Foto beigestellt
Traumjob auf dem Kreuzfahrtschiff: Karriere als Chef de Rang bei »sea chefs«
Advertorial
Sarah Korb, Chef de Rang an Bord der Expeditionsflotte von »Hapag-Lloyd Cruises«, berichtet im Gespräch mit »sea chefs« von ihrem Weg aufs Kreuzfahrtschiff, unvergesslichen Erlebnissen an Bord und warum das Arbeiten und Leben auf See so einzigartig ist.
Der Newsletter für echte Profis
Be inside and take your chance! Regelmäßige Karriere-Updates aus Gastronomie und Hotellerie, kostenlos in Ihr Postfach!

