Marina Hoermanseder wurde 1986 in Wien geboren, heute lebt sie mit ihrer Familie in Berlin. Als Designerin wurde sie bekannt durch den Einsatz von orthopädischen Korsetts in der Mode.
© Stephie Braun
Marina Hoermanseder für »Almdudler«: »Fashion und Food sind ein Match«
Die Stardesignerin hat für die Traditionsmarke Almdudler eine limitierte »Oktoberfest-Edition« entworfen. Warum Consumer Products sie interessieren und welchen Nutzen beide Seiten von der Kollaboration haben, verrät Marina Hoermanseder im PROFI-Exklusivinterview.
von Brigitte Radl
02. Oktober 2025
PROFI: Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit »Almdudler«? Wer hat den ersten Impuls gegeben?
Marina Hoermanseder: Ich habe bereits mehrmals mit »Almdudler« für die Fashion Week zusammengearbeitet. Das hat immer gut geklappt. Irgendwann hatten wir die Idee, gemeinsam eine Limited Edition umzusetzen. Das gefällt mir an Almdudler: das schnelle Commitment zu vielversprechenden Visionen.
Wie passt »Almdudler« zur Marke Marina Hoermanseder?
»Almdudler« ist eine zu 100 Prozent positiv behaftete Marke – und mehr Österreich geht kaum! Ich mag »Almdudler«, auch weil es etwas Spezielles hat: Es bewegt sich außerhalb des Mainstreams, obwohl es überall zu haben ist.
Cross-Segment-Kooperationen zwischen Mode und Food erleben international einen Boom. Beispiele sind die »Lay’s-Chipstüten-Clutch« von Balenciaga oder der von »Ben & Jerry’s« designte »Nike«-Sneaker. Wie sehen Sie diese Entwicklung – und was schließen Sie daraus für sich?
Fashion-Food-Kooperationen sind total im Kommen, es ist ein internationaler Hype. Neu ist die Idee aber nicht: Schon vor 20 Jahren bin ich in der Früh zum Hofer ums Eck gelaufen, um das eine von Helmut Lang designte Kleid zu ergattern. Der Nutzen für beide Seiten ist klar: Mit einem Schlag vergrößert sich die eigene Community, weil man in einer neuen Zielgruppe präsent ist. »Almdudler« öffnet sich durch mich die Fashion-Welt. Umgekehrt wäre ich als Marke ohne »Almdudler« nicht am Oktoberfest, in der Gastronomie und vielen Haushalten präsent. Außerdem lädt die Zusammenarbeit beide Marken emotional auf. Die Leute freuen sich: Hoermanseder kennen sie vom Laufsteg, ein Rock kostet 1.000 Euro. Mit der »Oktoberfest-Edition« haben wir ein erschwingliches Consumer Product geschaffen. Wenn die Menschen eine »Almdudler«-Flasche in der Hand halten, haben sie auch ein Stück Marina in der Hand.

War der Designprozess mit »Almdudler« für Sie anders als sonst?
Nein, ich ging heran wie immer: Ich sehe das Produkt als Leinwand, die ich mit meiner Kreativität gestalte. Wichtig war mir der Dialog beider Marken – beide sollten bestmöglich vertreten sein.
Woran messen Sie den Erfolg der Kooperation – an Social-Media-Reichweite, Pressepräsenz, Abverkaufszahlen oder am langfristigen Imageeffekt?
»Almdudler« legt wahrscheinlich andere Maßstäbe an, aber für mich gilt: Die Kooperation ist bereits erfolgreich, weil die von mir designte Flasche zuhause in meinem Regal steht. Mein Erfolg als Designerin ist, eine emotionale Verbindung zwischen Marken und Menschen zu kreieren.
Welches Stück der Limited Edition liegt Ihnen besonders am Herzen?
Die Flasche, sie ist das Herzstück der Kollektion. Das Design haben wir dann auf T-Shirts und Sweater erweitert. Ich habe also das geschafft, was Karl Lagerfeld seinerzeit für das amerikanische Pendant gelungen ist (lacht).
Und was sagt »Almdudler« dazu?
Wie sieht »Almdudler« die Kollaboration mit Marina Hoermanseder und was verspricht sich die Traditionsmarke davon? Lesen Sie das Interview mit Marketingleiter Claus Hofmann-Credner.
Lesenswert
Vegetarische Gäste freuen sich: Die Ravioli bieten eine hochwertige Alternative zur aufwendigen Eigenproduktion.
© Hilcona
Schweizer Manufakturpasta gibt es jetzt auch für die Österreichische Profiküche
Die Gran Ravioli der Schweizer Manufaktur »LA PASTERIA« kommen mit einem Füllungsanteil von 60 Prozent und sind tiefgekühlt lieferbar. Die Premium-Pastalinie von Hilcona Foodservice ist jetzt erstmals auch in Österreich erhältlich.
Einer von fünf neuen Mitgliedsbetrieben: Die »Weinstube im Nikolaihof Wachau« ist jetzt Teil der »Wirtshauskultur Niederösterreich«.
© Nicolaihof
Die »Wirtshauskultur Niederösterreich« wächst weiter: 5 neue Mitgliedsbetriebe stellen sich vor
Rund 200 Betriebe aus ganz Niederösterreich verbindet ein gemeinsames Bekenntnis zu regionalen Produkten, handwerklicher Qualität und gelebter Gastlichkeit. Die »Wirtshauskultur Niederösterreich« wächst weiter und begrüßt kürzlich fünf neue Häuser.
Genuss funktioniert: 16.593 Euro Reinerlös für Krebspatienten in finanzieller Not.
© Rene Strasser
Beim »Fest der Sinne« wird klar: Genuss und der gute Zweck passen zusammen
Auf Schloss Kornberg versammelten sich rund 200 Gäste, 18 Spitzenköche und 18 Winzer, um gemeinsam eine kulinarische Bühne für die Österreichische Krebshilfe zu schaffen – mit Erfolg.
Ein geprüfter Brot-Sommelier im Team stärkt den Betrieb als Experte für Brotkarte, Gästeberatung und Qualitätskommunikation.
© LMAk
Brot-Expertise als Wettbewerbsvorteil: Jetzt zum »Brot-Sommelier« ausbilden lassen
Bereits zum dritten Mal bietet die Lebensmittelakademie des österreichischen Gewerbes in Kooperation mit der Bundesakademie Weinheim die Ausbildung zum »Geprüften Brot-Sommelier« an – Anmeldeschluss ist der 10. August 2026.
Sechs Finalisten, eine Blackbox-Challenge und eine fünfköpfige Jury: So läuft das Finale von »Next Generation« bei der Messe »Alles für den GAST« ab.
© Falstaff PROFI
Der große PROFI-Wettbewerb ist zurück: Bühne frei für die »Next Generation«!
Bereits in der Vergangenheit sorgte der Wettbewerb für Gastro-Karrieren. Komplett überarbeitet sucht nun die »Next Generation« gemeinsam mit »Lohberger« die Besten unter den jungen Talenten!
Hohe Ansprüche: Sauerteig, lange Teigführungen, handwerkliche Optik. Auch bei Großbäckern zählen wichtige Qualitätsmerkmale.
© Sonja Priller
Die Kraft der Kruste: Brot wird in der Gastronomie zum Qualitätsversprechen
Der Brot-Gang macht Image! Vom Frühstückskorb bis zum Signature-Burger ist gutes Gebäck wichtiger denn je. Wie Bäcker und Gastronomen gemeinsam an Qualität und Geschmack arbeiten.
Meist gelesen
Die Übernahme schafft eine Plattform in 99 Ländern mit einem kombinierten Bruttowarenwert von 236 Milliarden US-Dollar.
© Shutterstock.com/Massimo Parisi
»Uber« übernimmt »Delivery Hero«: Was das für »foodora« in Österreich bedeutet
Uber und »Delivery Hero« kündigen eine Übernahme im Wert von 13 Milliarden Euro an. Für Österreich besonders relevant: »foodora« wird nicht Teil des Uber-Deals, sondern geht an die Investmentfirma »SSW Partners«.
In der »Freundschaft« Berlin hält man die besten Plätze für Stammgäste frei.
© Ingo Pertramer
Katzentisch oder »the perfect table«: Welche Gäste bekommen im Lokal welchen Platz?
Wer sitzt in der »Auslage«? Wer bekommt den Platz bei der Klotür? Das Gastro-Credo »Alle Gäste sind gleich« scheitert schlicht an begrenzten Plätzen: PROFI fragte nach, wie gefragte Lokale es mit der Tischvergabe halten.
Allein in Deutschland hat sich die Zahl der Sternerestaurants von 201 im Jahr 2000 auf 328 im Jahr 2025 erhöht – doch bringen mehr Auszeichnungen zwingend mehr Erfolg?
© Malte Mueller/Getty Images
Sternchen oder Superstar? PROFI macht den Check: Das nutzen Auszeichnungen wirklich
Bewertungen gehören zur Gastronomie wie die Hitze zur Küche. Entsprechend viel Arbeits- und Lebenskraft verschlingen der Kampf um Auszeichnungen. Doch zahlt er sich auch in barer Münze aus? Sind am Ende die Bewertungen selbst überbewertet?
Laut »EcoAustria« könnte der Prozentpunkt langfristig bis zu 12.000 zusätzliche Arbeitsplätze ermöglichen.
© shutterstock.com/groviapoto
Beschlossene Sache: Die Lohnnebenkosten sinken ab 2028 um einen Prozentpunkt – reicht das?
Österreich zählt bei den Lohnnebenkosten zu den teuersten Standorten Europas. Der Nationalrat hat nun eine Senkung um einen Prozentpunkt ab 2028 festgesetzt. Das ist ein Signal, das die Wirtschaft lange gefordert hat.
Ein Hotel, bei dem die Servicearbeiten ausschließlich von Robotern gemacht werden? Auf der »West Artificial Island« in China wird das bald Realität (Symbolbild).
© shutterstock.com/Jihun Sim
Roboter statt Rezeption: In China entsteht erstes vollautomatisiertes Hotel
»Pudu Robotics« und »Shenzhen CTID« planen das weltweit erste vollständig robotergestützte Hotel, ein Testbetrieb ist noch für Ende 2026 geplant. Die Frage, in welchem Maß Roboter auch in europäischen Betrieben Einzug halten, wird immer relevanter.
90 Prozent der Österreicher wollen, dass Bargeld auch in Zukunft Teil der Gastronomie bleibt.
© unsplash.com/Omid Armin
»Cash ist fesch«: Neue Initiative für Bargeld in der Gastronomie – jetzt abstimmen!
Die »Geldservice Austria« (GSA) und der Fachverband Gastronomie der WKO starten die Initiative »Bargeldfreundlicher Betrieb«. Damit möchte man Bargeld in der Gastronomie sichtbarer machen.
Der Newsletter für echte Profis
Be inside and take your chance! Regelmäßige Karriere-Updates aus Gastronomie und Hotellerie, kostenlos in Ihr Postfach!

