Claus Hofmann-Credner, Marketingleiter Almdudler - Falstaff PROFI

Warum kooperiert »Almdudler« mit einer Fashion-Designerin, Herr Hofmann-Credner?

© Almdudler | Lipiarski

Marketing-Coup: Das bringt »Almdudler« die Kooperation mit Marina Hoermanseder

Die Modeschöpferin hat »Almdudler« zur Wiesn eine neue Tracht verpasst – und die Limited Edition sorgt für Gesprächsstoff. Marketingleiter Claus Hofmann-Credner verrät, welche Ziele der Getränkehersteller mit der Food-Fashion-Kollaboration verfolgt.

von Brigitte Radl
06. Oktober 2025

Stardesignerin Marina Hoermanseder hat für die Münchner Wiesn das traditionelle »Almdudler«-Trachtenpärchen in ihren charakteristischen Schnallen-Look gesteckt – bzw. »die Almdudler-Tracht mit Augenzwinkern modernisiert«, wie sie sagt. Die limitierte »Oktoberfest Edition« besteht aus mehreren 0,35-Liter-»Almdudler«-Flaschen, Sweatern, T-Shirts und einem Tonkrug und ist für kurze Zeit auf der Münchner Wiesn, in ausgewählten Münchner Gastronomiebetrieben und im Almdudler Webshop erhältlich.

Wie es zu der Kooperation kam, welche strategischen Ziele »Almdudler« damit verfolgt und was Food-Fashio-Kollaborationen wirklich bringen, haben wir Claus Hofmann-Credner, Marketingleiter von »Almdudler, gefragt.

PROFI: Das traditionelle Trachtenpärchen in neuem Gewand: Warum fiel die Wahl auf Marina Hoermanseder, die für besonders extravagante Mode bekannt ist?

Claus Hofmann-Credner: »Almdudler« steht für Originalität, Geselligkeit und Leichtigkeit und Marina übersetzt diese Werte in mutiges und zugleich verspieltes Design, das Tradition mit Pop-Appeal verbindet. Diese kulturelle Passung ist zentral für den Erfolg und macht aus der Kooperation mehr als eine Kampagne – sie macht sie authentisch. Weil »Almdudler« eben für geselliges Miteinander steht, passt es außerdem perfekt zum Oktoberfest – und gerade der Gastro-Bezug macht die Kollaboration stark: »Almdudler« wird auf Festen jeder Art, in Wirtshäusern, Biergärten und Cafes gleichermaßen geschätzt.

Was war der strategische Auslöser für das Projekt?

Am Anfang stand die Frage: Wie kann sich »Almdudler« in der fünften Jahreszeit zum Oktoberfest in eine neue Tracht werfen – und wer setzt dieses Mode-Statement? Wir haben Marina eingeladen, in unsere Bild- und Markenwelt einzutauchen – von der Kräuterwiese bis zu Trachtenelementen – und gemeinsam mit uns Leitlinien für Design, Materialien und Haptik zu entwickeln. Aus mehreren kreativen Sprints und Materialtests wuchs die Idee einer limitierten „Oktoberfest-Edition“, die Marina Hoermanseders Handschrift und »Almdudlers« Identität zusammenbringt.

Wind hat die Hoermanseder-Edition jedenfalls gemacht. Was sind weitere Ziele aus Unternehmenssicht?

Wir verfolgen drei Ziele: Erstens wollen wir die Markenbegehrlichkeit in einer jungen, style-affinen Zielgruppe weiter ausbauen. Zweitens stärken wir den Absatz zur Wiesnzeit – bei ausgewählten Handelspartnern und insbesondere in der Gastronomie rund um das Oktoberfest. Drittens pflegen wir die Beziehungen zu Gastronomen – und sorgen für neue Inpulse und Gesprächsstoff.

Aldmudler x Hoermanseder »Oktoberfest-Edition«
Food & Fashion passen zusammen: »Almdudler« und Marina Hoermanseder profitieren von der Kollaboration. | © Almdudler

Wie messen Sie, ob diese Ziele erreicht wurden?

Wir messen die mediale Reichweite, die Conversion im Webshop, die Händleranfragen und den absoluten Absatz der Oktoberfest Edition by Marina Hoermanseder.

Welche strategische Rolle spielt das Oktoberfest als Plattform für die Kooperation?

Die Wiesn ist eine kulturelle Bühne mit internationaler Strahlkraft, auf der Tradition und Gegenwart selbstverständlich nebeneinanderstehen. Für uns ist sie Präsentationsfläche und Content-Motor zugleich – und zusätzlich sind wir offizieller Oktoberfest-Partner der Landeshauptstadt München. Hier erreichen wir eine hohe Sichtbarkeit und Relevanz für die ikonische Trachtenpärchenflasche in unserem wichtigsten Exportmarkt Deutschland.

Marina Hoermanseder für Almdudler auf dem Oktoberfest – Falstaff PROFI
Almautrieb im Käferzelt unter »Almdudler«-Flagge mit Marina Hoermanseder (Mitte). | © Almdudler

Was sind Chancen und Risiken bei Food-Fashion-Kollaborationen wie dieser?

Die größte Chance liegt in einer starken PR-Story dank einem einzigartigen Produkt mit Sammlerwert sowie neuen Distributionspunkten, neuen Verwendern und erweiterten Konsumanlässen. Risiken entstehen, wenn Partnerschaften austauschbar wirken, Qualitätsstandards nicht eingehalten werden oder die operative Komplexität solcher Projekte unterschätzt wird.

Wie wichtig sind solche aufmerksamkeitsstarken Kooperationen heute für eine Food-Brand wie »Almdudler« – und planen sie weitere?

Kooperationen wie diese zahlen auf die Marken- und Imagewerte ein – und haben hohe Markenreputation zur Folge. Die Verbindung von zielgruppengerechtem Content auf Social Media und klassischer PR sorgt für hohe Reichweite. Wir haben schon in vielen Bereichen branchenübergreifende Kooperationen und auch erfolgreiche Lizenzpartnerschaften zB. mit Haribo realisiert und sind offen für neue Kooperationspartner – vorausgesetzt, sie passen inhaltlich, qualitativ und kulturell zur Marke »Almdudler« und zu unseren Werten.

Marina Hoermanseder im Interview

Welche Perspektive Marina Hoermanseder auf die gemeinsame Kooperation hat, lesen Sie im PROFI-Exklusiv-Interview mit der Stardesignerin hier.

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