Braubilanz 2025 - Falstaff PROFI

Braubilanz 2025: Die Bier-Branche ist im Wandel.

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»Mit ohne« und Mehrweg legen zu: Brauwirtschaft setzt 9,25 Mio. Hektoliter ab

Auch die österreichische Brauwirtschaft spürt die allgemeine Konsumzurückhaltung deutlich, vor allem in der Gastronomie. Gleichzeitig gewinnen alkoholfreie Biere und Mehrweg-Gebinde weiter an Bedeutung, wie die Braubilanz 2025 zeigt.

von Brigitte Radl
26. Februar 2026

Der Bier-Konsum ist europaweit rückläufig – wie überhaupt Absatzverluste die gesamte Getränkebranche durchschütteln. Grund sind demografische Verschiebungen, ein verändertes Genussverhalten sowie eine gedämpfte wirtschaftliche Grundstimmung: Die Sparquote steigt, die Menschen geben weniger für Konsumgüter aus. Das spürt man auch in Österreich: Der Gesamtausstoß von Bier (inkl. alkoholfreiem Bier und Export) lag im vergangenen Jahr bei 9,25 Mio. Hektolitern – ein Rückgang von 7,1 Prozent gegenüber 2024. Im Inland wurden 6,1 Prozent weniger produziert, der Export schrumpfte sogar um 12,4 Prozent. 

Der seit Jahren rückläufige Fass- und Tankbierausstoß – für die Gastronomie besonders relevant – sank um weitere vier Prozent. In Krügerl gerechnet entspricht das rund 12 Millionen, die nicht konsumiert wurden. Karl Schwarz, Obmann des Verbands der Brauereien Österreichs, spricht von einem strukturellen Wandel: »Mengenwachstum ist nicht mehr zu erwarten.« Bierausstoß und Pro-Kopf-Konsum bewegten sich weiterhin auf hohem Niveau, hätten ihren Zenit jedoch überschritten.

Braubilanz 2025 - Falstaff PROFI
Zuversicht als »Konsummotor schlechthin« orten Florian Berger und Karl Schwarz vom Verband der Brauereien Österreichs. | © Kurt Keinrath für Bierland Österreich

Alkoholfrei wächst, Dose unter Druck

Positiv entwickelt sich weiterhin das Segment alkoholfreier Biere: Der Inlands-Ausstoß stieg um 6,1 Prozent auf rund 300.000 Hektoliter. Das entspricht etwa 60 Millionen Krügerl. »Aktuell ist eines von 25 in Österreich produzierten Bieren alkoholfrei«, ordnet Florian Berger, Geschäftsführer des Brauereiverbandes, ein. Im ersten Quartal 2025 lag das Plus bei »mit ohne« bei rund zehn Prozent, im vierten Quartal sogar bei rund 15 Prozent.

Unter Druck steht hingegen die Dose: Nach Einführung des Einweg-Pfands wurden 100 Millionen Dosen weniger abgefüllt – ein Minus von 23 Prozent bzw. 503.000 Hektolitern. Dies betreffe insbesondere den bevölkerungsreichen Osten Österreichs, so Brauereien-Obmann Schwarz, wo traditionell viel Dosenbier getrunken werde. Gleichzeitig stieg der Mehrweg-Anteil am Bierausstoß auf 72 Prozent (Vorjahr: 67 Prozent). Die 0,5-Liter-Mehrwegflasche überschritt erstmals die 50-Prozent-Marke in der Inlandsproduktion.

Tourismus als Impulsgeber

Hoffnung setzt die Branche auf den Tourismus: 2025 wurden in Österreich 157 Millionen Übernachtungen registriert, ein Rekordwert. Für Gastronomie und Hotellerie bleibt Bier damit ein relevanter Umsatzfaktor – auch in Zukunft.

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