Martin Wölfl freut sich über den Weltmeistertitel. © Specialty Coffee Association
Weltmeisterkaffee: Österreicher gewinnt den »World Brewers Cup«
»Wildkaffee 2.0«Geschäftsführer Martin Wölfl konnte sich in Chicago gegen 40 Konkurrenten durchsetzen.
von Alexander Schöpf
15. Mai 2024
Eigentlich wollte Martin Wölfl, Geschäftsführer der Kaffeerösterei »Wildkaffee 2.0«, beim »World Brewers Cup« gar nicht mehr antreten. Der vorletzte Platz 2023 in Athen hatte ihm die Lust ein wenig vermiest. Andererseits sollten all die Jahre harter Arbeit nicht einfach so umsonst sein. Also formierte er ein Team um sich, um es bei der diesjährigen Ausgabe des Wettbewerbs in Chicago doch noch ein letztes Mal zu versuchen.
Eine weise Entscheidung, wie sich am Ende herausstellte. Schon in der Vorrunde deutete alles darauf hin, dass es diesmal besser laufen würde. Platz 7 mit 324 Punkten unter insgesamt 41 Kandidaten bedeuteten den Sprung ins Halbfinale. Dort warteten unter anderem Charity Cheung aus Frankreich, Alex Niculae aus Rumänien und Kim Dongmin aus Südkorea auf den Österreicher.
Steigerung bis zum Sieg
Lief es in der Vorrunde schon gut, konnte sich Wölfl im Halbfinale noch weiter steigern. Als Drittbester zog er gemeinsam Wataru Iidaka, Ryan Wibawa, Charity Cheung, Tom Hutchins und Jackie Trang ins Finale ein, wo er seinem Antreten dann die Krone aufsetzte. Die Jury bedachte sein Filterkaffee-Rezept – bestehend aus 17 Gramm Kaffebohnen von »Lost Origins Coffee Labs« und 270 Millilitern Wasser – mit 481 Punkten und bescherte dem »Wildkaffee 2.0«-Chef den Weltmeistertitel.
Ein entscheidender Faktor für den Sieg sei das Mahlen der Kaffeebohnen auf der Bühne gewesen, ist Wölfl überzeugt: »Als Barista mahlen wir den Kaffee immer frisch, und auf der Bühne machen wir das normalerweise nicht. Da geht etwas verloren, frisch gemahlen schmeckt der Kaffee immer besser.«
Gratulationen aus aller Welt
Die Entscheidung, doch noch einmal beim »World Brewers Cup« anzutreten, hat sich ausgezahlt. Den Weltmeister haben seit dem Titelgewinn Hunderte von Gratulationsnachrichten aus aller Welt erhalten. Viele der Gratulant:innen möchte jetzt gerne mit Martin Wölfl zusammenarbeiten. Sogar der ORF habe bereits angefragt, berichtet er.
Einen besonderen Dank möchte er noch seinem Team ausrichten: »Ich stehe zwar allein auf der Bühne, aber das Ganze ist das Ergebnis eines großartigen Teamworks. Sei es meine Trainerin, Janine de Laar, die mich die ganze Zeit begleitet hat, oder die Unterstützung von Hardi Wild und ›Wildkaffee‹ sowie die Räumlichkeiten von ›Nucleus Coffee Tools‹, die ich nutzen durfte. Allein hätte ich das nicht schaffen können, das war Teamarbeit. Danke an alle, die mir geholfen haben, dieses Ziel zu erreichen.«
Lesenswert
Auch in der digitalen Welt beliebt: Das Café Central führt mit großem Abstand beim Hashtag-Ranking auf Instagram.
© shutterstock.com/Cheungjoproduction
Kaffeehauskultur funktioniert auch digital: »Café Central« führt Hashtag-Ranking an
Laut einer Hashtag-Analyse der »APA Comm« ist das »Café Central« das beliebteste Wiener Kaffeehaus auf Instagram. Besonders internationale Gäste machen die Traditionshäuser der Stadt auf Social Media zu beliebten Fotomotiven.
Der Wettbewerb zeichnet Raumgestaltung, Atmosphäre und emotionale Wirkung aus – in einem ganzheitlichen Konzept besonders wichtig.
© Garden Café Bozen, Vanessa Runggaldier
Es ist wieder so weit: »Die schönsten Restaurants, Hotels & Bars« werden gesucht
Bereits zum achten Mal werden 2027 die schönsten Restaurants, Hotels & Bars gekürt. Ausgezeichnet wird die Verbindung von Design, Architektur und gastronomischem Gesamterlebnis. Die Anmeldung ist bis 16. Juli möglich.
Zeigen Sie der Welt Ihr Kochtalent. Bewerbungen sind bis zum 9. Juni möglich.
© Foto beigestellt
»S.Pellegrino« Young Chef Academy – Bühne frei für Talente und ihre Förderer
Advertorial
Jetzt bewerben oder nominieren – und gemeinsam den nächsten Karriereschritt anstoßen.
Die drei Sieger (v.l.n.r.): Stefan Egger, Robert Suvada und Chris Krampl.
© Thomas Dröszler I Amplify Brands
»Prunk & Charme 2026«: Robert Suvada dominiert Wettbewerb in Salzburg
Im letzten Jahr wurde Suvada für seine technische Performance beim Signature-Drink-Wettbewerb von »Austro Spirits« ausgezeichnet. Heuer holte er sich den Gesamtsieg – und gewann noch zwei weitere Kategorien.
Die sechs Finalisten des Halbfinales kämpfen im November um den Titel »Koch des Jahres«.
© Julio Arellano
Live-Wettbewerb »Koch des Jahres«: Diese sechs Talente stehen im Finale
Im Halbfinale in München setzten sich sechs Kandidaten durch: Mit emotional aufgeladenen Interpretationen ihrer Kindheitsgerichte überzeugten sie die Fachjury – und das Publikum in der »Chefs Challenge Night«.
Schnell sein lohnt sich! Gewinnen Sie jetzt 2 Tickets im Wert von á 169 € für das Halbfinale von »Koch des Jahres«.
© Allianz Arena München
Gewinnen Sie jetzt 2 Tickets für das »Koch des Jahres«-Halbfinale in München!
Das ist Ihre Chance: PROFI verlost 2×2 Tickets für das Halbfinale des Live-Kochwettbewerbs – am 26. April 2026 in der Allianz Arena München. Spielen Sie jetzt mit, wir drücken Ihnen die Daumen!
Meist gelesen
Stefan Klettner (2.v.r.) sicherte sich den Titel »Bester Sommelier Österreichs«.
© Roland Graf
Bester Sommelier bleibt im Westen: Stefan Klettner ist neuer Austro-Champ
Schon beim letzten Finale der Sommelier Union war er unter den besten Drei, diesmal sicherte sich Stefan Klettner aus dem »Burg Vital« in Lech den Sieg. Mit externen Wettbewerbsleitern setzt man auch neue Standards beim wichtigen Bewerb.
Die jungen Talente haben's drauf: Das bemerkte die Jury beim Wettbewerb in Sölden.
© Ötztal Tourismus/Markus Greisler
Nachwuchs auf Sterne-Niveau: Sölden sucht wieder das »Gastro-Supertalent«
Mit internationaler Beteiligung und hochkarätiger Jury positioniert sich Sölden erneut als Bühne für junge Talente. Der Wettbewerb zeigt, welches Potenzial in der nächsten Generation steckt – und warum Betriebe genau jetzt hinschauen sollten.
Wegwerfbecher? Kommen nicht mehr gut an. »Lavazza« präsentiert eine Mehrweglösung für Betriebe.
© Lavazza Österreich
Mehrweg wird Standard: »Lavazza« zeigt Lösung für den »Coffee-to-go«-Markt
Steigende Gästeerwartungen an Nachhaltigkeit und neue regulatorische Vorgaben wirken sich auf den »To-go«-Bereich aus. Für Betriebe wird die Wahl des richtigen Cup-Systems zunehmend zur strategischen Entscheidung.
9 Köche, eine Mission: Das Jugendnationalteam wird sich beim Worldcup in Luxemburg beweisen.
© Max Much
Jugendnationalteam der Köche: Österreichs Nachwuchs peilt Weltcup in Luxemburg an
Der »Culinary World Cup« zählt zu den wichtigsten internationalen Wettbewerben für den gastronomischen Nachwuchs. Österreichs Jugendnationalteam bereitet sich mit strukturiertem Training und klarer Zielsetzung auf Luxemburg vor.
Die Teilnehmer der ersten »Green Chef Battle«. Der Nachwuchs-Event soll künftig jährlich stattfinden.
© Marcell Tárnoki/TS Semmering
Sicher geht das! 7 Tourismusschulen tischen vegane Menüs auf
Österreichs Gastro-Nachwuchs zeigt ohne Fleisch seine Stärke: Ausschließlich vegane Menüs waren bei der ersten »Green Chef Battle« gefragt. 7 Tourismus-Schulen stellten sich der Herausforderung am Semmering – alkoholfreie Pairings inklusive!
Schlüsselübergabe im »Central«: Martin Winkler (Vorstandsvorsitzender »Verkehrsbüro«, links) und Kay Fröhlich (Geschäftsführer »Palais Events«, rechts) übergeben an Peter Klein (Architekt und Generalplaner, Mitte)
© bar
Zum Geburtstag eine Sanierung: Das »Café Central« schließt bis Herbst 2026
Zum 150-jährigen Jubiläum bekommt das Traditionshaus eine Rundumerneuerung: Der Fokus liegt auf hochmodernen Produktionsflächen, besseren Arbeitsbedingungen und mehr Energieeffizienz. Derweil öffnet das »Decentral« – und soll bleiben.
Der Newsletter für echte Profis
Be inside and take your chance! Regelmäßige Karriere-Updates aus Gastronomie und Hotellerie, kostenlos in Ihr Postfach!

