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© Shutterstock (Symbolbild)

Beliebte Sahnebasis in der Krise: »QimiQ« ist insolvent

Insolvenz
Milch
Salzburg

Am 7. April wurde über die »QimiQ«-Handels GmbH am Landesgericht Salzburg ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet.

Das Traditionsunternehmen »QimiQ« ist insolvent. Die Sahnebasis hat sich vor allem in heimischen Supermärkten etabliert und war nicht nur bei Hobbybäcker:innen und in der Gastronomie beliebt, sondern wurde auch im alltäglichen Küchenbetrieb vielfach eingesetzt. Das Unternehmen mit Sitz in Hof bei Salzburg besteht seit rund 25 Jahren und ist für seine vielseitig einsetzbare Sahnebasis bekannt, die sowohl beim Kochen als auch beim Backen Verwendung findet. Wie nun bekannt wurde, hat die »QimiQ«-Handels GmbH ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt. Für viele Konsument:innen kommt die Insolvenz nicht völlig überraschend: Bereits seit Wochen war das Produkt in Supermärkten kaum mehr erhältlich, die Regale blieben leer.

Höhere Kosten und Lieferprobleme

Inzwischen zeigt sich, dass hinter den Lieferproblemen tiefgreifende wirtschaftliche Schwierigkeiten standen: Am 7. April 2026 wurde über die QimiQ Handels GmbH in Salzburg ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet. Den Passiva von rund 8,66 Millionen Euro stehen Aktiva von lediglich etwa 1,38 Millionen Euro gegenüber. Rund 150 Gläubiger sowie zwei Mitarbeiter:innen und der Geschäftsführer sind betroffen. Ein Sanierungsplan liegt bereits vor. Dieser sieht eine Quote von 20 Prozent vor, die innerhalb von zwei Jahren beglichen werden soll.

Als Hauptursachen gelten die im Jahr 2025 deutlich gestiegenen Milchpreise (plus 15 Prozent) und die damit verbundenen höheren Produktionskosten. Gleichzeitig blieben notwendige Finanzierungen aus. Zudem belasteten verspätete Zahlungen internationaler Großkunden die Liquidität. Ein vorübergehender Lieferstopp verschärfte die Situation zusätzlich. Insgesamt entstand daraus ein erheblicher Liquiditätsengpass.

Ausblick: Hoffnung auf Fortführung


Trotz der Insolvenz will das Unternehmen den Betrieb fortsetzen. Der Milchpreis sei inzwischen wieder gesunken, zudem wurden bereits Maßnahmen zur Kostensenkung umgesetzt. Auch die Auslieferung der Produkte hat wieder begonnen. Ziel ist es, das Unternehmen im Rahmen des Sanierungsverfahrens fortzuführen und langfristig zu stabilisieren.


Redaktion
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