Das Beste kommt am Anfang: Die Sieger der Aperitivo Trophy
Am Anfang war das Wort: Aperitivo. Doch auch wenn der Name vom Anregen des Appetits vor dem Essen erzählt: Heute steht der italienische Begriff für einen Genussmoment – und eine Fülle an Getränken. Falstaff hat sich durchgekostet und die besten ausgezeichnet.
Es ging nicht um Genuss, sondern um die Gesundheit: »Choses apéritives« empfahl erstmalig Roger Frugardi in seiner um 1100 verfaßten »Chirurgia«. Doch schon damals gehörten bittere Zutaten zu den Heiltränken gegen Blutstockungen und Verstopfung. Dass heute der Aperitif eine Angelegenheit der Bar und nicht der Pharmazie ist, verdankt er unter anderem dem Adelshaus Savoyen. Ihr Hofgetränk war der gesüßte »Rosolio«. Und bitter-süß sollte es auch in Turin werden, als die Savoyer italienische Könige wurden. Es dauerte aber bis 1932, ehe das Wörterbuch der »Académie française« den Aperitif als »Likör, der den Appetit anregen soll« definierte. Doch bis heute prägen die mediterranen Länder die Art, wie wir den Drink am späten Nachmittag genießen.
FRANKO-ITALIENISCHE KUNST
Das zeigte sich auch bei der Falstaff-Aperitivo-Trophy, in der »Select« (95 Punkte), »Lillet«, »Luxardo« oder »Cocchi« (je 93 Punkte) vorne mitmischen. Auch bei der neuen Kategorie der alkoholfreien Aperitivi finden sich mit »Mionetto« und »Martini« Namen aus »bella Italia«. Die bereits fertig gemischten »Spritz« hingegen werden von Chandons »Spritz Orange« angeführt. Doch der längst zum Lebensgefühl der Leichtigkeit mutierte Aperitivo entwickelt sich auch ständig weiter! So konnte mit der Koproduktion von Johanna Markowitsch und Hansi Reisetbauer auch Österreich gewaltig punkten – 95 Punkte für den »JoJo« sind eine keineswegs bittere Nachricht. Eher eine bitter-süße!
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