Das sind die neuen Cafés und Restaurants auf Sylt
Frischer Wind weht über die Insel. Er kommt nicht nur vom Meer, sondern auch aus den Küchen der neuen Restaurants und Cafés. Rechtzeitig zum Saisonstart eröffnen einige alte und neue Hotspots auf Sylt. Ein Überblick.
Die »Kökken« vom »Benen-Diken-Hof«
Das Hotel »Benen-Diken-Hof« in Keitum kennt jedes Kind. Dass es dort auch ein Restaurant gab, war von außen nicht so recht ersichtlich. Jetzt ist die »Kökken« in eine neue, alte Location umgezogen, gleich in der Nähe: in die Räumlichkeiten des ehemaligen »Salon 1900«, einem historischen Reetdachhaus. Nach einem Jahr Renovierung sieht es innen nun aber ganz modern aus.
»Kökken« ist das dänische Wort für Küche und nordisch dominiert zeigt sich auch die Handschrift von Küchenchef Lennart Dewies: Da schmiegt sich das Skreiflet an den Grünkohl, die Roulade vom nordfriesischen Wagyubeef an Kartoffelpüree und Rosenkohl. Natürlich steht eine Hummersuppe auf der Karte, genauso wie die Sylter Royal-Austern. Aber alles kommt mit modernem Twist auf die Teller. Die Hummersuppe mit einem Apfel-Senfkörner-Chutney, der Skrei mit einer Curry-Kokosnusssauce. Auch die vegetarische Variante kann sich schmecken lassen: Neugierig macht zum Beispiel ein geschmorter Spitzkohl mit Ingwer-Apfel und Soja-Champignons. Und in der ganz in Dunkelblau gehaltenen Weinbar wird es kleine, feine Naschereien geben, dazu eine schöne Auswahl von Weinen, bei denen deutsche Winzer den Ton angeben.
»Altes Zollhaus« in neuer Hand
Seit Mitte März hat auch das »Alte Zollhaus« in Westerland eine neue Bestimmung erhalten. Der Tiroler Gastronom Clemens Reich hat das Restaurant übernommen und führt es nun unter dem Namen »Reichlich Zollhaus«. Der Küchenstil, wie könnte es anders sein, hat seine Wurzeln im Alpinen. Da gibt es das Jausnbrettl mit Speck, Wurst und Käse und auch das Wiener Backhendl sowie die geschmorte Haxe. Aber eben auch das Onsenei mit Spinat und Trüffel. Kalbsbries wird mit Kaisergranat kombiniert. Und zum Abschluss darf weder Palatschinken noch Marillenknödel fehlen. Sonntags öffnet sich das Restaurant für alle Brunchliebhaber. Bei der Inneneinrichtung hat man auf allen Alpenkitsch verzichtet. Die Räumlichkeiten wirken trotzdem gemütlich.
Neustart für das »Sylter Stadtgeflüster«
Auch das »Sylter Stadtgeflüster« in Westerland startet neu durch: Nach 13 Jahren wechselte das Restaurant von Iris und Thorsten Wilke in die Obhut von Mohammad »Momo« Yousofi. Gemeinsam mit Küchenchef Marcel Leib und einem jungen Team setzt er auf eine moderne Wohlfühlküche, die von getrüffelten Spaghetti bis zur Sylter Hafen Bouillabaisse reicht.
Modernes Sharing-Konzept im »Fratello«
Was gibt es Neues in Kampen? Dort wird noch fleißig im ehemalige »Odin« im Strönwai gewerkelt. Das soll voraussichtlich zu Pfingsten unter dem Namen »Fratello« neu eröffnen. Und wer verbirgt sich dahinter? Keine Unbekannten. Hinter dem neuen Konzept stehen Tom Kinder, Betreiber des »Pony« in Kampen und der »Strandhalle« in List, sowie die Brüder Daniel und Felix Knochenhauer von der Kampener »Sturmhaube«. Geplant ist ein modernes Sharing-Konzept mit Pizza, Pasta und Antipasti. Es soll wieder Leben in die ehemalige Sylter Partymeile bringen, die in letzter Zeit ein bisschen arg im Dornröschenschlaf versank.
Frühstück und Kuchen im »Slow Bakin‘ Sylt«
Ein junges Team mit Freude an echtem Backhandwerk und langer Teigführung begeistert seit kurzem die Sylter und ihre Gäste. In den Räumen der ehemaligen Niebüller Backstuben in Tinnum breitet sich jetzt »Slow Bakin‘ Sylt« zwischen in freundlichem Grün gestrichenen Wänden aus. Neben Backwaren wie Brötchen, Brote und Croissants gibt es nachmittags Kaffee und Kuchen sowie sonntags ein umfangreiches Frühstücksangebot mit hausgemachten Eierspeisen.