An den Hängen der Rosalia-Region fühlen sich Zweigelt und Blaufränkisch besonders wohl.

An den Hängen der Rosalia-Region fühlen sich Zweigelt und Blaufränkisch besonders wohl.
© Marcus Wiesner

Die Sieger der Rosalia DAC Trophy 2021

Rosalia DAC ist eines der kleinsten und jüngsten Herkunftsgebiete der österreichischen Weinlandschaft – und doch zeigt sich die burgenländische Region durchaus selbstbewusst und authentisch.

Seit dem Frühjahr 2018 hat die einstige »Großlage Rosalia«, die den gesamten politischen Bezirk Mattersburg umfasst, den Status eines DAC-Gebietes inne und gehört damit zu den 18 Weinbaugebieten Österreichs, für deren besonders gebietstypische Qualitätsweine es eine gesetzlich geregelte Bezeichnung gibt. Charaktervoll und selbstbewusst wie ihre Winzer zeigen sich auch die Weine aus der Region Rosalia.

Die besondere geografische Lage, relativ hoch gelegen an den ehemaligen Ausläufern des Pannonischen Meeres, prägt diese junge DAC-Region. Mit rund 300 Hektar punktet sie vielleicht nicht durch ihre Größe, besticht aber mit einer eigenständigen, regionalen Identität. So präsentieren sich die typischen Rosalia-DAC-Rotweine Blaufränkisch und Zweigelt ausgesprochen kräftig und körperreich, vom Geschmack her fruchtig mit einer sehr schönen Beerenaromatik.

Der lösshaltige Boden lässt die Reben tief wurzeln, wodurch extraktreiche Weine entstehen, die jedoch nichts an Finesse und Anmut missen lassen. Bedingt durch das spezielle Klima (Stichwort »Cool Climate«) ist eine feine Veilchennote erkennbar, die sich zusammen mit anderen, durchwegs blumigen Noten zu einem aromatischen Bukett vereinigt. Das erzeugt, gepaart mit der Würze durch den Kalkgehalt des Bodens, eine anregende, teils überraschende Spannung. Die Weine zeigen sich farblich kräftig in dunklem Rot und mit einer nuancenreichen, vielschichtigen Nase.

Der Rosalia-DAC-Rosé ist würzig und frisch und überzeugt mit einer anregenden, lebendigen Fruchtigkeit. Klar erkennbar in Geschmack und Geruch ist das Bukett von roten Beeren. Der Gehalt an unvergorenem Zucker hat der Bezeichnung »trocken« zu entsprechen. Er muss aus einer oder mehreren roten Qualitätswein-Rebsorten gekeltert worden sein, wobei die Angabe einer Rebsorte auf dem Etikett nicht gestattet ist.


Erschienen in
Falstaff Nr. 04/2021

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Peter Moser
Peter Moser
Wein-Chefredakteur Österreich
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