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© Marco Riebler

Ende einer Ära: Das »Restaurant Obauer« schließt

Salzburg
Gastronomie
Restaurant

Gemeinsam mit seinem Bruder Rudi hat Karl Obauer den Familienbetrieb in Werfen im Salzburger Land zu einer der besten Adressen Österreichs gemacht. Nach 47 Jahren wird Ende Oktober dieses Kapitel österreichischer Kulinarikgeschichte geschlossen.

Zwei Brüdern gelang es vor fast einem halben Jahrhundert, den beschaulichen Ort Werfen in Salzburg auf die kulinarische Landkarte zu setzen: Als im Mai 1979 der Familienbetrieb »Restaurant Obauer« seine Pforten öffnete, wurde er binnen kürzester Zeit zur Pilgerstätte des guten Geschmacks. Karl und Rudi Obauer zogen seither alle Register, die die Spitzengastronomie zu bieten hat – alpine Traditionsküche trifft auf Einflüsse und Techniken aus der ganzen Welt. Bei der Gastgeberfamilie Karl, Berthold und Angelika Obauer wird auf höchstem Niveau gekocht, allerdings nicht mehr lange. In einer Aussendung gaben die Obauers bekannt, dass man nach der Sommersaison die Türen für immer schließt. Die Brüder treten Ende Oktober den wohlverdienten Ruhestand an – und hinterlassen damit eine große Lücke in der gastronomischen Topliga des Landes. Bis zum 26. Oktober werden sowohl der Restaurant- as auch der Hotelbetrieb weitergeführt.

Wir haben die Gastronomie stets wie eine Disziplin des Leistungssports verstanden. Leistungssport erfordert Leidenschaft, vollen Einsatz und vor allem hohen Anspruch an sich selbst. Damit wir diesem Anspruch bis zum Schluss gerecht werden können, beenden wir unsere Tätigkeit als Köche, Gastronomen, Hoteliers und Gastgeber im kommenden Oktober. 

100-Falstaff-Punkte für die »Obauers«

Österreich verliert mit diesem Abgang ein kulinarisches Herzstück. Erst vor wenigen Wochen, bei der Falstaff Restaurantguide Präsentation im Wiener Rathaus, wurde das »Restaurant-Hotel Obauer«, mit 100 Punkten als eine der vier höchstbewerteten Adressen des Landes ausgezeichnet. Karl und Rudi Obauer wurden vielfach prämiert, waren Köche des Jahres, halten 2 Michelin-Sterne und schafften es mehrfach ins globale Restaurantranking »La Liste«. Bis Ende Oktober kann man sich noch von dieser kulinarischen Exzellenz selbst überzeugen – dann machen die Obauers Schluss. Ein Abschied, der in der österreichischen Gastronomieszene eine Lücke hinterlassen wird.

 

Patricia Konarzewski
Patricia Konarzewski
Chefredaktion Digital
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