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Erstmals in zweifacher Ausführung: Neue österreichische Ernährungspyramide gibt's jetzt auch vegetarisch

Ernährung
vegetarisch

Die aktualisierte Version der ÖGE und AGES enthält sowohl Ernährungsempfehlungen mit Fisch und Fleisch als auch eine vegetarische Option. Das erste Mal wurden auch Umwelt– und Klimaaspekte miteinbezogen.

Obwohl die österreichische Ernährung traditionellerweise sehr fleischlastig ist, gab es bei den Einwohner:innen in den letzten Jahren einen Umschwung. So gaben laut Smart Protein Report ganze 52 Prozent der befragten omnivoren Menschen an, dass sie ihren jährlichen Fleischkonsum reduziert haben. Des Weiteren geht aus dem Report heraus, dass mittlerweile insgesamt 15 Prozent gänzlich ohne Fleischkonsum leben - aufgeteilt auf jeweils fünf Prozent Pescetarier:innen, Vegetarier:innen und Veganer:innen. Dieser Wandel wurde nun auch in der überarbeiteten Version der Ernährungsempfehlungen berücksichtigt. Erstmals wurden nicht nur Ernährungs– und Gesundheitsauswirkungen, sondern auch Umwelt– und Klimaaspekte miteinbezogen. Bedingt ist dies vor allem durch die von Menschen verursachten Treibhausgas-Emissionen. Ein Drittel dieser ist auf die Lebensmittelproduktion und daraus resultierenden Ernährungsweisen zurückzuführen.

Die neue Pyramide(n)

Zusammen mit der ÖGE (österreichischen Gesellschaft für Ernährung) erarbeitete die AGES (Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) die Darstellung der neuen Ernährungsempfehlungen. Bereits im Juli wurden diese publiziert, die graphische Darstellung in der Pyramidenform wurde jedoch erst diese Woche veröffentlicht.
Die Empfehlungen selbst sollen die optimale Zusammenstellung einer gesunden Ernährung anhand von Lebensmittelgruppen darstellen. Auf eine ausreichende Nährstoffzufuhr und die Prävention ernährungsbasierter Krankheiten wird ebenfalls geachtet. Während erstmals pflanzliche Proteine in Form von Hülsenfrüchten als neue Kategorie aufgenommen wurden, ist der Anteil an tierischen Produkten reduziert worden.

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Den Empfehlungen nach sollte man täglich mindestens 1,5 Liter Wasser trinken sowie ausreichend Obst und Gemüse, Getreide oder Erdäpfel, Milch/Milchprodukte und Öle, Fette, Nüsse und Samen zu sich nehmen. Hülsenfrüchte oder daraus hergestellte Produkte und Eier sollten drei Mal in der Woche auf dem Speiseplan stehen, Fisch und Fleisch hingegen sollten jeweils nur einmal in der Woche gegessen werden. Fettes, Süßes und Salziges sollte äußerst selten und in nur kleinen Portionen konsumiert werden.

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Obwohl sowohl die Flüssigkeitszufuhr als auch der Konsum von Obst und Gemüse gleichbleibend ist, gibt es einige Änderungen. Um den Nährstoffbedarf bei dieser Ernährungsform zu decken, wird empfohlen, eine größere Portionsmenge an Getreide oder Erdäpfeln und mehr Milch/Milchprodukte und Öle, Fette, Nüsse und Samen zu sich zu nehmen. Auch die Menge an Hülsenfrüchten und deren Erzeugnissen und die Zufuhr an Eiern sollte erhöht werden.

Für mehr Informationen zu den Empfehlungen und den Portionsgrößen klicken sie hier.


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Sophie Wagner
Autor
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