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»Oberösterreich ist vielfältig und wunderschön – die Lebensqualität ist einfach unerreicht.«

»Oberösterreich ist vielfältig und wunderschön – die Lebensqualität ist einfach unerreicht.«
© Land OÖ / Max Mayrhofer

LH Thomas Stelzer im Falstaff Talk: »Wir stehen 2024 auf dem Präsentierteller«

Kultur
Kulinarik
Oberösterreich
Salzkammergut

Das Jahr 2024 ist für das Land Oberösterreich ein Superkulturjahr. Für Landeshauptmann Thomas Stelzer bedeutet das große Vorfreude und große Herausforderungen, wie er im Interview mit Falstaff verrät.

Für Oberösterreich ist das Jahr 2024 ein Superkulturjahr. Der 200. Geburtstag von Anton Bruckner und die Europäische Kulturhauptstadt Bad Ischl Salzkammergut treffen auf das bewährte Kunst- und Kulturprogramm des Landes.

Falstaff: Vieles wird neu im Jahr 2024. Welche Schlagworte beschreiben für Sie das Jahr zum Auftakt am besten?

LH STELZER: Große Vorfreude und große Herausforderungen! Denn wir haben in Oberösterreich ein Kulturjahr vor uns, das eine enorme Vielfalt an Möglichkeiten bietet. Mit der Kulturhauptstadt Bad Ischl Salzkammergut und dem Bruckner-Jahr anlässlich dessen 200. Geburtstags gibt es zwei Leuchtturmprojekte an der Spitze, die weit über die Landesgrenzen hinausstrahlen und Besucherinnen und Besucher anlocken werden. Dazu gibt es noch eine ganze Fülle an weiteren Kulturveranstaltungen, etwa am Wolfgangsee zu Ehren des heiligen Wolfgangs, um nur eine zu nennen. Neben den kulturellen Highlights gibt es aber natürlich auch viel zu tun, die Herausforderungen sind angesichts multipler Krisen groß. Es gilt, die richtigen Entscheidungen zu treffen und die Weichen in die richtige Richtung zu stellen, damit Oberösterreich weiterhin ein Top-Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort bleibt. Ein Beispiel dafür ist die Einigung zwischen Land OÖ und Stadt Linz über die Finanzierung der Regional-Stadtbahn, die für die Pendlerinnen und Pendler enorm wichtig ist – und auch für den Wirtschaftsstandort, der dadurch noch attraktiver wird.

Es gibt die unterschiedlichsten Erklärungen, was der Titel »Kulturhauptstadt« für das Salzkammergut bedeutet, was ist Ihre? Was sind Ihrer Meinung nach die größten Chancen für die Region?

Die Kulturhauptstadt Salzkammergut zeigt, was uns stark macht: nämlich Zusammenhalt. Denn hier arbeiten 23 Gemeinden zusammen, um gemeinsam etwas Großes zu schaffen. Das Programm ist bunt wie die Region Salzkammergut, die Besucherinnen und Besucher werden die Kulturhauptstadt mit allen Sinnen erleben. Das ist auch eine der großen Chancen für die Region. Das Kaiser-Image ist zwar weltbekannt, aber die Region hat noch viel mehr zu bieten, das wird dank der Kulturhauptstadt auch international sichtbar. Dadurch wird sich die Anziehungskraft des ­Salzkammergutes sicher noch einmal erhöhen – und das ­völlig zu Recht. Und davon profitiert auch ganz Oberösterreich.

Das Superkulturjahr ist auch Bruckner-Jahr. Hier planen Stadt und Land mit den bekannten Institutionen ein großes Programm. Was soll vom Bruckner-Jahr bei den Oberösterreichern übrig bleiben?

Das Bewusstsein, dass Bruckner weit über seine Zeit hinausgewirkt hat und bis heute in vielen Bereichen nach wie vor spürbar ist. Bruckner ist einer der wenigen Komponisten, die fast immer am Land zu Hause waren. Das werden wir in den 35 Gemeinden, in denen er tätig gewesen ist, unterrichtet oder etwas geschaffen hat, hervorheben und das wird auch nach diesem Bruckner-Jahr noch spürbar sein.

»Im Sommer ein oberösterreichisches Eis – das gehört für mich dazu.«
© Land OÖ / Max Mayrhofer
»Im Sommer ein oberösterreichisches Eis – das gehört für mich dazu.«

Oberösterreich ist Industriebundesland Nummer eins. Bekannt aber auch als Standort für Design, Musik, Kultur. Was machen Sie, um all diese Skills in die Welt hinauszutragen?

Dafür sind wir auf allen Kanälen, in allen ­Bereichen und in allen Richtungen tätig. Wir haben viele Botschafter unseres Bundes­landes, die weltweit erfolgreich sind – dazu zählen verschiedenste Künstler, dazu zählen aber natürlich auch viele Unternehmen. Wir haben viele Firmen, die in ihrem Segment weltweit sehr erfolgreich sind und dementsprechend gute Leute nach Oberösterreich locken. Diese wiederum sind von der Natur, von der Schönheit unseres Bundeslandes und auch den vielfältigen Möglichkeiten und dem breiten Angebot begeistert. Dazu gehören die Kulturhauptstadt Salzkammergut oder das Bruckner-Jahr, dazu gehören aber auch die unheimlich vielen Events, die Jahr für Jahr auf die Beine gestellt werden. Die sogenannten Soft Skills sind ja angesichts des globalen Wettbewerbs um Spitzenkräfte enorm wichtig, auch in diesem Bereich ist ­Oberösterreich absolut top. Dazu kommt die geballte ­Innovationskraft in unserem Land in den Unternehmen, in den Universitäten – ­Oberösterreich ist ein weltweit attraktiver Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort, der zahlreiche Möglichkeiten bietet.

Sie sind leidenschaftlicher Oberösterreicher, Familienvater, lieben Musik und sind Landeshauptmann. Was bewegt Sie, was möchten Sie bewegen und vor allem erreichen?

Ich setze mich gerne für die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher ein, ich ­arbeite gerne für das Land. Ich möchte ­Oberösterreich weiterentwickeln und in die Zukunft führen als ein Land der Möglichkeiten in der Wirtschaft und ein Land der Lebensqualität. Ich bin immer neugierig und will wissen, wie sich die Dinge weiterentwickeln. Deshalb ist es mir so wichtig, dass wir mit offenen Augen und ohne ­ideologische Scheuklappen an die Herausforderungen, egal in welchem Bereich, herangehen. Innovationsgeist ist immens wichtig, ich möchte in ­Oberösterreich die Voraussetzungen schaffen, dass sich dieser Innovationsgeist auch voll entfalten kann. Dafür ist auch Kultur ganz wichtig.

Wir sind fleißig, innovativ, zielstrebig, herzlich und selbstbewusst. Und mit uns kann man echte Gaudi haben.

Wir sind ein Kulinarik-Magazin, deshalb darf ich Sie auch nach Ihren Geschmacksvorlieben fragen. Kindheitsgericht? ­Lieblingsgericht? Lieblingswirtshaus?

Beim Essen bin ich eigentlich recht unkompliziert. Als Kind hab ich am liebsten Brathendl oder Palatschinken gegessen. Das schmeckt mir auch jetzt noch sehr, aber auch Fisch oder Bratl. Ein Lieblingswirtshaus gibt es nicht, es gibt viele – wir haben in ­Oberösterreich eine wirklich hervorragende, traditionsreiche Wirtshauskultur mit vielen exzellenten Gasthäusern, da kann ich keines hervorheben, das wäre unfair. Das einzige Problem dabei ist, dass es harter Arbeit bedarf, die Linie zu halten. Das ist oft echt anstrengend. Aber es schmeckt halt bei uns so gut …

Wenn man Sie fragen würde, mit welchen drei, vier Sätzen Sie Oberösterreich, die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher beschreiben, welchen wären das?

Die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher sind fleißig, innovativ, zielstrebig, herzlich und selbstbewusst. Und sie sind flexibel, können gut improvisieren, sie können sich schnell auf neue Gegebenheiten einstellen und so die besten Ergebnisse ­erzielen. Dazu kommt, dass sie sehr freundlich, humorvoll und gesellig sind, man kann mit uns Oberösterreichern eine echte Gaudi haben. Die Lebensqualität ist in Oberösterreich einfach unerreicht.


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Erschienen in
Kultur Oberösterreich 2024

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Ilse Fischer
Ilse Fischer
Autorin
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