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© Wien Energie/Max Kropitz

Nachhaltige Röstkunst: So funktioniert Wiens erster Wasserstoff-Kaffeeröster

Kaffee
Julius Meinl Kaffee

Kaffeerösten zählt zu den energieintensivsten Schritten der Produktion. In Ottakring zeigt Julius Meinl jetzt, wie sich Kaffeerösten und Klimaschutz miteinander verbinden lassen.

In der Julius-Meinl-Gasse in Ottakring wird seit mehr als 160 Jahren Kaffee geröstet. Jetzt hat Julius Meinl dort Österreichs ersten wasserstoffbetriebenen Kaffeeröster in Betrieb genommen. Statt Gas kommt grüner Wasserstoff zum Einsatz, erzeugt in Wien aus erneuerbarer Energie.

Die Röstung selbst bleibt ein sensibler Prozess. Temperaturen um die 200 Grad, konstante Hitze, präzises Timing – daran ändert auch die neue Technologie nichts. »Bereits heute zeigt die Technologie, dass sich höchste Röstqualität mit fossilfreien und im Röstprozess CO₂-neutralen Lösungen vereinen lässt«, sagt Thomas Meinl. Pro Charge werden rund zwölf Kilogramm Rohkaffee verarbeitet, die Röstzeit liegt bei etwa 20 Minuten.

CO₂-Ersparnis

Entscheidend ist die Energie dahinter. Während herkömmliche Röstungen meist auf Gas basieren, arbeitet der neue Röster vollständig CO₂-frei. Pro Röstvorgang lassen sich laut Unternehmen rund zwei Kilogramm CO₂ einsparen. Hochgerechnet ergibt sich ein deutliches Potenzial für die gesamte Produktion.

Für das Traditionshaus ist dies ein großer. Schritt: »Als Wiener Familienunternehmen mit über 160 Jahren Kaffeeexpertise ist es unser Anspruch, Kaffeetradition und Innovation verantwortungsvoll zu verbinden«, sagt Christina Meinl.


Redaktion
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