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© Katharina Schiffl

»Lost Faces«: »Wiener Rösthaus« erzählt die Geschichten hinter jeder Bohne

Kaffee
Kaffeehaus
Wien

Das Wiener Rösthaus im Prater erweitert sein Portfolio um eine neue Kaffee-Linie und nimmt außerdem erstmals entkoffeinierten Kaffee ins Sortiment auf.

Ein Handröster in der eigenen Wohnung und fünf Sorten Bohnen – so begann die Geschichte des Wiener Rösthauses im Prater. Kaum vorstellbar, wenn man heute auf die Vielfalt blickt: handverlesene Kaffees aus Papua-Neuguinea, Kenia, Thailand, Costa Rica und vielen weiteren Herkunftsländern. »Wir haben tatsächlich in unserer Privatwohnung mit kleinen Mengen und einem Handröster begonnen. Unsere Nachbarn haben uns damals immer wieder auf den intensiven Kaffeeduft angesprochen. Als uns später der Prater als Standort angeboten wurde, waren wir zunächst skeptisch – aber vor Ort hat uns die Location sofort überzeugt«, erzählt Helmut Brem, Marketingleiter des Rösthaus.

Wer die Rösterei im Wiener Prater betritt, merkt schnell: Hier geht es nicht um anonyme Produktion oder Kaffeetrends, sondern um gelebtes Handwerk. Rund 15 bis 20 Tonnen Kaffee werden jährlich verarbeitet – eine bewusst gewählte Menge. Jede Bohne wird geprüft, verkostet und mit einem Röstprofil versehen, das ihrer Herkunft und Struktur entspricht. Verarbeitet werden ausschließlich hochwertige Arabica-Bohnen, jede Sorte wird sortenrein geröstet, um ihr individuelles Aromaprofil bestmöglich zu bewahren.

Für die Betreiber des »Wiener Rösthaus« wirkt die neue Kaffeelinie beinahe schon wie ein Herzensprojekt. »Man vergisst oft den Menschen hinter dem Produkt, die harte Arbeit die hinter den Kaffeebohnen und dem Endprodukt Kaffee steht. Das ist uns wichtig, wir wollen nicht nur den Kaffee an sich, sondern wirklich die Menschen dahinter unterstützen«, erzählt Helmut Brem im Rahmen eines Mediengesprächs. Ziel sei es, die Arbeit der Produzent:innen stärker ins Bewusstsein zu rücken und die Bedingungen, unter denen Kaffee entsteht, nachvollziehbarer zu machen. Neu im Portfolio ist außerdem erstmals ein entkoffeinierter Kaffee, der »Galeras Nariño Decaf« aus Kolumbien, der mittels CO₂-Verfahren und ohne chemische Lösungsmittel entkoffeiniert wird. Je nach Saison umfasst das Sortiment rund zwölf Standardsorten, etwa acht Spezialitäten und sechs bis acht Microlots, die oft schnell vergriffen sind.

Im wunderhübschen Lokal im Prater dürfen nur selbst geröstete, sortenreine Arabica-Bohnen unterschiedlichster Herkunft ins Häferl. Wer seinen Favoriten gefunden hat, kann...
Straße des 1. Mai, Parzelle 80/2
1020 Wien
Österreich
Tamara Kalny
Tamara Kalny
Autorin
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