Reife Pflaumen erkennen, richtig lagern und schälen
Saftig, süß und schnell überreif – Pflaumen sind echte Sensibelchen. Doch woran erkennt man, ob sie wirklich reif sind? Wie lagert man sie richtig, ohne dass sie matschig oder schimmelig werden? Und muss man sie fürs Kompott wirklich schälen? Hier gibt’s die wichtigsten Tipps rund um den Umgang mit Pflaumen.
Ob frisch genascht, im Kuchen, im Kompott oder eingefroren – mit unseren Tipps und dem richtigen Umgang holen Sie das Beste aus der Pflaumensaison heraus.
Pflaume ist nicht gleich Zwetschge – aber nah dran
Zwetschgen und Pflaumen werden im Alltag oft gleichgesetzt, dabei handelt es sich bei Zwetschgen botanisch um eine Unterart der Pflaume. Der Unterschied liegt in Form, Geschmack und Konsistenz: Pflaumen sind meist rund, sehr saftig und haben eine glatte, oft rötlich-blaue Schale. Zwetschgen dagegen sind länglicher, haben festeres Fruchtfleisch und lassen sich leichter vom Kern lösen und eigenen sich somit ideal zum Backen.
Woran erkennt man reife Pflaumen?
Reife Pflaumen duften süß, geben bei leichtem Druck leicht nach und zeigen eine gleichmäßige, kräftige Färbung. Ein zarter weißlicher Belag auf der Schale (die sogenannte Duftschicht) ist kein Makel, sondern ein Zeichen von Frische. Er schützt die Frucht vor dem Austrocknen.
Unreife Pflaumen sind hart und eher sauer, während überreife schnell mehlig oder matschig werden. Für den direkten Verzehr dürfen sie weich sein, beim Backen eignen sich etwas festere Exemplare besser.
Pflaumen richtig lagern
Pflaumen reifen nach. Wer sie also etwas zu früh gekauft hat, kann sie bei Zimmertemperatur nachreifen lassen. Hier ganz wichtig: nebeneinander ausgelegt, nicht übereinander gestapelt, denn sonst können Druckstellen entstehen.
Reife Früchte gehören in den Kühlschrank, am besten locker in Papier gewickelt oder in einem luftdurchlässigen Behälter. So halten sie sich zwei bis drei Tage frisch. Wichtig: Nicht in luftdichten Plastikboxen lagern, denn dort können sie schnell Schimmel entwickeln.
Und noch ein Extra-Tipp für große Mengen: Pflaumen lassen sich hervorragend einfrieren. Entsteint und halbiert eignen sie sich ideal zum Backen oder Einkochen zu einem späteren Zeitpunkt.
Muss man Pflaumen schälen?
In den allermeisten Fällen: nein. Die Schale ist essbar und enthält viele Aromen. Beim Backen oder Einkochen trägt sie sogar zur Farbe und Textur bei. Wer die Schale dennoch entfernen möchte – etwa für feine Desserts oder empfindliche Mägen – kann die Früchte kurz blanchieren: 30 Sekunden in kochendes Wasser legen, kalt abschrecken und die Schale einfach abziehen.
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