Heuer sind es exakt 100 Jahre, dass die Familie Kolarik im Wiener Prater die Benchmark für Biergenuss in Wien vorlegt.

Heuer sind es exakt 100 Jahre, dass die Familie Kolarik im Wiener Prater die Benchmark für Biergenuss in Wien vorlegt.
© viennaslide | picturedesk.com

Top 10: Biergärten in Wien

Nicht umsonst hat Wien und seine Umgebung mit Krügerl, Seidel und Pfiff seine eigenen Bier-Währungseinheiten: Ausdruck einer Bierkultur, die in der Stadt aufs Beste gepflegt wird. Wir verraten die Top 10 Biergärten.

Wie so vieles in Wien sind auch seine Biergärten und -lokale ein »Best Of« der vielen Einflüsse, die über die Jahrhunderte auf die Stadt eingewirkt haben: Während die eigentliche Bierkultur deutlich ins Böhmische lehnt, kommt die Stelze als klassischer Begleiter dazu etwa aus dem süddeutschen Raum, beides in legendärer Perfektion in Karl Kolariks »Schweizerhaus« im Wiener Prater vereint.

Die Qual der Wahl

Das bedeutet jedoch nicht, dass man in Wien in Sachen Bierlokal nicht grenzenlose Möglichkeiten hätte – auch gleich im Prater selbst, wo ein zweiter Zweig der Kolarik-Familie mit der »Luftburg« das geglückte Experiment eines Bierlokals wagte, das sich der nachhaltigen Gastronomie verpflichtet hat und nicht umsonst deshalb letztes Jahr mit dem Umweltpreis der Stadt Wien ausgezeichnet wurde.

Wie hoch die Bierkultur in Wien gehalten wird, beweist auch das Engagement der Familie Plachutta, die mit ihrem »Grünspan« in Ottakring – also gewissermaßen der Höhle des Löwen in Sachen Bier in Wien – den Beweis antrat, dass man nicht nur bei Rindfleischklassikern und der Weinbegleitung dazu die Maßstäbe setzt, sondern auch bei deftiger Hausmannskost und Krügerln in der obersten Liga mitspielen kann.

Über und mitten in der Stadt

Apropos oben: Ist von Wiener Bierlokalen die Rede, muss auch von den Schutzhäusern die Rede sein, in denen vergangene Zeiten ländlicher Vorstadtidylle weiter fröhliche Urständ feiern. Neben dem »Schutzhaus Zukunft« auf der Schmelz als Klassiker gibt es zahlreiche kleinere Juwele, etwa das Schutzhaus am Ameisbach.

Alle eint sie urwienerisches Flair, und bei den meisten kommen noch traumhafte Blicke über die Stadt dazu. Wer ohne Fernblick auskommt, findet freilich auch mitten in der Stadt reichlich Gelegenheit, sich sein Bier in unvergleichlicher Atmosphäre schmecken zu lassen: Das »Amerlingbeisl« als Spittelberg-Leuchtturm, die »Stiegl-Ambulanz« als Salzburger Außenposten im Alten AKH, der »Zattl« im Zentrum der Stadt, der Charme des »Café Rüdigerhof« oder die inzwischen schon vier Filialen des »Brandauer« – die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Und: Den herben Schmäh der Wiener Biergartenkellner, der so blendend zum herben Bier passt, gibt’s regelmäßig als Gratis-Beilage dazu.


Erschienen in
Wien Spezial 2020

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Lukas Zimmer
Autor
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