Der neue Weinguide 2026/27: Die besten Weine Österreichs und der Nachbarländer
Der neue Falstaff Weinguide Österreich 2026/27 zeigt: Unsere Winzer:innen trotzen der Krise mit Höchstleistungen. Das Niveau der heimischen Spitzenbetriebe ist Weltklasse und das bei einem sehr attraktiven Preisniveau.
Zum nunmehr 29. Mal präsentiert Falstaff seinen umfassenden Weinguide für Österreich und angrenzende Nachbarländer. An die 3.300 Weine aus allen Herkunftsgebieten und in einer Vielzahl von Stilen, die in diesem Kalenderjahr auf den Markt kommen oder bereits gekommen sind, wurden dafür einer kritischen Beurteilung unterzogen. Eine Prüfung, die durchaus auch Vergnügen war – angesichts der exzellenten Weine aus den zuletzt geernteten Jahrgängen.
Fazit: Die Konsument:innen können aus dem Vollen schöpfen. Ein riesiges Angebot macht es möglich, seinen persönlichen Favoriten zu wählen. Und hierbei möchte der Falstaff Weinguide beim Navigieren helfen, er unterstützt Sie bei der Suche nach persönlichen Favoriten. Wir geben einen Überblick über die Besten der wichtigsten Kategorien.
Falstaff Chefredakteur Wein Peter Moser:
»Es ist uns eine Freude, Ihnen die 29. Ausgabe des Falstaff-Weinguide Österreich und Nachbarländer zu präsentieren, in der Sie eine enorme Vielfalt von Weinen aller heimischen Sorten, Stile und Kategorien vorfinden werden, die wir Ihnen nach eingehender und sorgfältiger Prüfung von Herzen empfehlen möchten. Bevor Sie sich in die Details der Ergebnisse vertiefen, erlauben Sie mir auch heuer einige persönliche Anmerkungen. Wenn es um den Weinkonsum junger Erwachsener geht, bekommt man immer öfter Folgendes zu hören: Junge Weinfreunde bevorzugen Qualität vor Quantität, sie präferieren leichtere Weine, Rosé, und bestellt werden Weine, die erfrischend, leichtfüßig und authentisch sind; kraftvolle, markant in neuem Holz ausgebaute Produkte finden angeblich weniger Anklang.
Die gute Nachricht: Während die Gen Z im Supermarkt für unkomplizierte Weine unter der 10 Euro-Marke bleibt, geben Millennials zunehmend mehr Geld für Premiumweine aus. Sie kaufen anlassbezogen auch Ultra-Premiumweine wie Riedweine oder Natural Wines mit besonderem Prestige. Hier fungiert der Wein bereits als Statussymbol, hier wird auf Philosophie und handwerkliche Herstellung Wert gelegt. Tatsächlich sinkt weltweit der Weinkonsum seit 2017, auch die Kaufkraft der Konsument:innen, die zu sehr teuren Weinen greifen können, lässt nach. Es sind aber entgegen den Vermutungen nicht die jungen Konsument:innen, die den Pro-Kopf-Konsum nach unten drücken, dazu ist die Gruppe nicht groß genug.
Es ist einerseits die wachsende Lebenserwartung der Senioren und andererseits eine bewusst gesündere angelegte Lebensweise, die den Alkoholkonsum und damit auch den Weinverbrauch in unserer Breite geringer werden lässt. Auch demografisch kommt es zu Veränderungen: Waren 1971 in Österreich etwa 0,3 Prozent der Bevölkerung Muslime, so ist die Zahl heute mit annähernd 9 Prozent (etwa 800 000 Personen) massiv gestiegen. Damit hat auch der Prozentsatz jener, die dem Alkoholkonsum aufgrund religiöser Gebote entsagen, entsprechend zugenommen. Da der Weinkonsum in Österreich seit den 90er-Jahren von über 30 Litern auf nun sukzessive etwa 26 Liter gesunken ist, stellt das also, gemessen an der Zahl derer, die tatsächlich Wein genießen, keine bedeutende Verschlechterung dar.
Eine weitere Entwicklung, die auch von heimischen Winzer:innen mit Interesse verfolgt wird, ist das wachsende Aufkommen von alkoholfreien Speisenbegleitern, den sogenannten Proxys. Diese legen in der Gastronomie an Sichtbarkeit zu, nicht zuletzt wegen der teils unschätzbaren Kalkulation des Weinangebots, speziell beim glasweisen Ausschank. Dabei handelt es sich um unterschiedlichste alkoholfreie Getränke, die einem kulinarischen Anspruch durchaus gerecht werden, weil sie ein komplexeres Mundgefühl und Trinkerlebnis anbieten als herkömmliche Fruchtsafterl. Ein Proxy wird aus Zutaten wie hochwertigen Tees, Kräuterinfusionen, Verjus – dem Saft unreifer Trauben –, Gewürzen und Kräutern komponiert; die Basis bilden häufig Fermentationsprodukte wie Kefir oder Kombucha. Diese alkoholfreien Getränke dienen als spannende Lifestylegetränke und geben mehr als passable Speisenbegleiter ab. Der immer wieder postulierte Trend zum entalkoholisierten Wein hingegen wird sich als Rohrkrepierer erweisen, denn diese anachronistischen Produkte haben nichts mit Weinkultur zu tun und können weder mit echtem Wein noch mit den gut gemachten Proxies mithalten. Daher sind entalkoholisierte Weine kein Thema für den Falstaff-Weinguide, denn es gibt in Österreich so viele hervorragende echte Weine, die wir hier gar nicht alle unterbringen können.
Ein kleiner Blick auf die Zahlen bei den heuer eingereichten Weinen zeigt, wohin die Entwicklung bei den besten heimischen Produzent:innen geht. Die Gewichtung von zwei Dritteln Weiß- zu einem Drittel Rotwein bleibt konstant, Zuwächse gibt es sehr deutlich im Schaumweinbereich, wo sich der Sekt Austria immer besser etablieren kann. Hier ist die Zahl der eingereichten Produkte erstmals dreistellig. Auch in das Thema Rosé ist endlich sowohl quantitativ wie qualitativ mehr Schwung gekommen. Orange Wine und leider auch Süßwein bleiben ein Nischenthema. Als wahrlich sensationell kann man die Entwicklung in Sachen Nachhaltigkeit und Bioweinbau im heimischen Topsektor bezeichnen. Mehr als ein Drittel der hier präsentierten Weine sind biologisch oder biodynamisch zertifiziert, mehr als die Hälfte als »nachhaltig Austria«.
Ich möchte nicht versäumen, mich ganz besonders bei allen Mitarbeitern dieser 29. Ausgabe zu bedanken sowie allen Weingütern, die ihre Weine in unsere kritische Obhut gegeben haben, meinen aufrichtigen Dank auszusprechen. Nur ihr Können, ihre Leidenschaft und ihre bewundernswerte Arbeit machen diesen Guide möglich. Und damit unsere Winzer:innen auch morgen noch die bestmöglichen Weine für uns Kunden herstellen können, ist es notwendig, dass sie auch in Zeiten der allgemein steigenden Kosten einen fairen Preis für ihre ausgezeichneten Produkte bekommen. Daher, liebe Weinfreund:innen: Lassen wir uns dem Weingenuss auch in Zukunft etwas kosten und helfen wir mit, dieses Kultur- und Genussgut auch für die Zukunft zu sichern.«
Die besten Weine aus dem neuen Weinguide 2026/27
- Best of Blaufränkisch aus dem Weinguide 2026/27
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- Best of Rote Cuvée aus dem Weinguide 2026/27
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- Best of Schaumweine aus dem Weinguide 2026/27
- Best of Sortenvielfalt aus dem Weinguide 2026/27
- Best of Süßwein aus dem Weinguide 2026/27
- Die Aufsteiger aus dem Weinguide 2026/27
- Mit bester Empfehlung aus dem Falstaff Weinguide Österreich 2026/27