kookoo
Eigenbeschreibung
Teheran trifft Zürich: eine Schüssel auf einmal
Eine alte Küche, ein neues Format
Im Erdgeschoss des Globus Bellevue geschieht etwas Seltenes: Eine der ältesten und feinsinnigsten Kochtraditionen der Welt wird in das Format eines Mittagstisches übersetzt, ohne dabei an Substanz zu verlieren. Der Safran dient hier nicht der Dekoration. Er bestimmt die Farbe des Reises, die Tiefe der Eintöpfe, die gesamte Architektur des Tellers.
Die persische Küche existierte in Europa lange in zwei Registern: dem Restaurant mit weisser Tischdecke, in dem die Ambition mit der Rechnung Schritt hält, oder dem Take-away-Tresen, an dem Kompromisse gemacht werden. kookoo schlägt eine dritte Lesart vor. Thekenbedienung, kein Warten, wenige Minuten von der Bestellung bis zum Tisch. Und dennoch Essen, das sich weigert, sich wie Fast Food zu verhalten.
Die Schüssel zusammenstellen. So bestellt man.
Das Konzept ist denkbar einfach. Reis als Basis, ein langsam geschmorter Eintopf darauf, frische Salate, hausgemachte Joghurt-Dips. Die Gäste stellen ihre Schüssel an der Theke selbst zusammen; die geduldige Arbeit hat die Küche bereits erledigt.
Auf der Karte stehen Gerichte wie Ghormeh Sabzi, der grosse persische Kräutereintopf mit Rindfleisch, von dem jeder ernsthafte iranische Koch sagen wird, dass er die sorgfältigen Küchen von den übrigen unterscheidet; Gheymeh, herzhaft mit Spalterbsen und Rindfleisch; und ein dichter Auberginen-Eintopf für die pflanzliche Variante. Daneben finden sich weitere Optionen aus derselben Tradition. Der Reis ist aromatisch und sorgfältig gekocht. Die Dips werden im Haus hergestellt. Die Salate sind frisch, nicht aus dem Beutel.
Gutes Essen, ohne Kompromisse
Die gesamte Küche ist glutenfrei, was kookoo zu einer der wenigen Adressen am Bellevue macht, an denen Zöliakiebetroffene und glutenempfindliche Gäste ohne Nachfrage essen können. Vegane und vegetarische Eintöpfe stehen gleichberechtigt neben dem Rindfleisch, ohne dass eines davon wie ein Nachgedanke wirkt. Kein MSG. Keine künstlichen Zusatzstoffe. Die persische Hausküche hat beides nie gebraucht, und kookoo tut nicht so, als wäre es anders.
Mehr als nur ein Konzept
Hinter dem Konzept steht Dr. Kaveh Rashidi. Ein Doktorat der ETH Zürich, internationale Projektarbeit auf mehreren Kontinenten, Jahre in der Unternehmensberatung. Und durch all das hindurch eine Verbindung zur persischen Küche, die ihn nie losliess. Diese Biografie prägt im Stillen alles: die Beschaffung, die Balance der Aromen, die Wärme des Raumes. Das Konzept bewährte sich erstmals an einem stark frequentierten Standort im Jahr 2024, als Pop-up am Zürcher Hauptbahnhof, entwickelt in Zusammenarbeit mit der SBB. Im November 2025 folgten die Adresse und die Partnerschaft am Globus Bellevue. Innerhalb von Wochen hatte sich eine treue Stammkundschaft gebildet, und Spitzenbewertungen auf Google und TripAdvisor folgten.
Ein Ort, der zum Quartier passt
Wer am Bellevue arbeitet, findet hier den seltenen Mittagstisch, an dem Geschwindigkeit und Substanz sich nicht ausschliessen. Wer mehr Zeit hat, bleibt sitzen. Wer Sonne sucht, nimmt die Schüssel mit auf den Sechseläutenplatz oder auf eine Bank am See. Beides ist nur wenige Schritte entfernt.