Die besten Restaurants mit 2 Falstaff-Gabel(n) in Bayern
Französisch, mediterran und regional: Darauf basieren die kreativen Gerichte der täglich wechselnden Karte – vom Eintopf aus Krustentieren und Edelfischen bis zur Kalbsbacke mit Gnocchi à la Parisienne.
Ach, das vergisst man ja so leicht, wie leichtfüßig Frankreich ist. Dass nicht alles piekfein sein muss, nicht alles durchgestylt, sondern der besondere Charme dort entsteht, wo man sich einfach gehen lassen kann. Wer hätte gedacht, dass sich dieses Gefühl exportieren lässt. Aber in München darf man sich auch mal überraschen lassen. Und ein bisschen Frankreich kommt auch in Bayern gut an. Hier in Haidhausen spricht sogar der Kellner so Deutsch, dass man meint, es wäre Französisch, während er herrliche Austern serviert, garniert mit einer simplen Zitrone. Erfrischend einfach ist das, aber gut. Während man die Auster schlürft, schaut einem David Bowie mit strahlend roten Lippen von der Wand aus zu. Man prostet, Bowie bleibt cool. Aber dann: die Liebe in Form einer Dorade in einer Pistazienkruste. Darauf liegt ein knackiger Spargel, ein bisschen arrogant, kaum gegart, ganz Paris. Das muss man sich erst einmal leisten können. Aber es funktioniert bestens, denn der Fisch ist fantastisch, er kämpft nicht, sondern liegt in einer Gleichzeitigkeit neben der Knackigkeit der Stange, bedeckt von einer knusprigen, käsigen Würzigkeit. Comme il faut. Und dann glotzen einen die Lichter eines Citroën an. Auch von einer Wand. Aber das passt zum Spargel, der sich in der Hauptspeise mit einer Spargel-Espuma zusammentut und alle Texturen präsentiert, die er draufhat. Süßlich, sauer, knackig und frisch. Dazu trinkt man einen tänzelnden Rollin von 2020 und das Glück ist perfekt. Zum Schluss natürlich eine Käseplatte mit bewährten Klassikern und durchdachten Überraschungen. Und spätestens jetzt verwandeln sich die Worte im Mund in wohlklingende Laute wie: J’aime la vie.
Es ist immer eine Sensation, auf der Maximilianstraße zu sitzen und das herrliche Schnitzel von Franz-Josef Unterlechner zu knuspern. Und weil man in München ist, trinkt man dazu ein Glas Champagner.
Der Brückenbaron mitten im Nirgendwo ist eine Welt für sich. Küchenchef Alexander Gläsel setzt in luftigem und begrüntem Ambiente auf ebensolche Speisen. Innovative Frankenweine passen perfekt ins Konzept.
In der hohen Aula lässt sich Michi Seitz beim Kochen über die Schulter schauen. Was es da zu sehen gibt? Steak und Lobster auf der Plancha zum Beispiel, Kaviar-Pizza, Bubble-Brunches – immer neue Ideen!
Die fein abgestimmten Menüs wählen oder selbst kombinieren: Esskunst hat viele Gesichter zwischen Klassikern und Kreativität, zum Beispiel gegrillten Oktopus mit Buttermilch, Orange, Avocado und Erdnuss.
Mit einem der führenden Delikatessenhäuser im Rücken hat die Schänke natürlich erstklassige Zutaten für Seafood-Etageren oder Trüffel-Cordon-bleu. Außerdem locken große Steak-Cuts und ganze Fische!
Der starke Bezug zur Slow-Food-Bewegung treibt das Team um Küchenchef Manuel Reheis und Gastgeber Gottfried Wallisch seit der Eröffnung 1990 an. Jeden Tag wechselt das Menü inklusive Weinbegleitung.
Feines in fröhlicher Bistrot-Atmosphäre – ein schlichtes, aber wirkungsvolles Konzept. Zur rauchigen Bresse-Taubenbrust mit Spitzkohl findet »Kellner« Frank Mackert aus 500 Etiketten stets etwas Passendes!
Der Gasthof zum Vaas ist das Lieblingsrestaurant unserer Lieblingsköche. Der Familienbetrieb besinnt sich auf Klassiker wie Schweinebraten mit Knödeln, vergisst dabei aber die Freude am Kochen nicht.
Das Bistro des Gourmetrestaurants bietet Soulfood satt: Von Brezenknödeln über Lachsforellen-Ceviche bis zu zwölf Stunden gegartem BBQ-Schweinebauch werden alle happy. Tipp: nicht auf die Suppe verzichten!
Das Acetaia wird zu Recht als einer der besten Italiener der Stadt gehandelt. Ambiente und verwunschenes Gärtchen beim Nymphenburger Kanal – das könnte auch in Rom sein! Hervorragende Pasta-Gerichte.
Hans Jörg Bachmeier serviert fangfrischen Fisch, gegrilltes Rind aus dem Big Green Egg und Klassiker wie Fleischpflanzerl – mitten in München und immer mit Bezug zu seiner niederbayerischen Heimat.
Das mit einem Grünen Stern ausgezeichnete Käfer-Restaurant eignet sich sowohl für elegante Bistrolunches als auch für gemütliche Abende mit Freunden. Von 17 bis 18 Uhr essen Kinder bis zehn Jahre kostenlos.
Im ruhigen Gern versteckt sich das Obers in einer pittoresken Jugendstilvilla. Lukas Gietls Küche ist herrlich unprätentiös, kulinarisch zwischen Österreich und Südtirol verortet – und schlicht köstlich!
Diese Wirtschaft erlaubt sich, frei von Konventionen zu sein: Bewährtes wie ofenfrischer Schweinebraten, Veganes wie Frühlingsgemüse fritto oder Fine Dining im Neo-Gasthaus mit Ceviche aus Dry-Aged-Wels.
Zwischen bemalten Decken und hohen Holzregalen wird die historische Umgebung durch hohe Fenster und ein einladendes Ambiente ergänzt. Serviert werden Feinschmeckermenüs – auch als vegetarische Option.
Johannes Hannweg kreiert seine feinen Menüs – zum Beispiel mit Entenconsomée-Ravioli oder Thunfisch-Sesam-Frisée – rund um Lebensmittel aus der fränkischen Umgebung oder auch mit Einflüssen aus aller Welt.
Wer im Little London abtaucht, findet sich in einer anderen Welt aus gemütlichen Sitzecken, vielfältigen Steak-Cuts vom Grill und einer ziemlich großen Weinkarte wieder. Und auch die Gin-Auswahl ist beeindruckend!
Da könnte man gleich drei von essen: von rosa gebratenem Rücken und Praline vom Salzwiesenlamm mit eigener Jus und Parmesan-Polenta, die unter der Leitung von Daniel Stelling zu reinem Genuss wird.