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4 unterschätzte Tricks für entspanntes Gastgeben im Sommer

Sommer
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Aperitif

Gastgeben wirkt bei manchen Menschen wie ein angeborenes Talent – dabei steckt dahinter oft einfach die richtige Strategie. Mit ein paar smarten Tricks, etwas Schummeln und kleinen Inszenierungen wird selbst der stressigste Dinnerabend plötzlich erstaunlich entspannt.

Ein hervorragender Gastgeber oder erstklassige Gastgeberin zu sein, ist ein Kompliment, das runtergeht wie Öl. Der Berg an Vorbereitung, Arbeit und Mühe, der nach einem gelungenen Abend hinter einem liegt, gerät durch solch Lob schnell wieder in Vergessenheit. Bis man den Berg an Geschirr sieht, der in der Küche darauf wartet abgespült zu werden. Ja, Gastgeben ist eine Kunst und noch viel mehr: Gastgeben ist Arbeit. Trotzdem gibt es einige unverschämte Kandidat:innen, die es so aussehen lassen, als wäre das Ganze eine Leichtigkeit. Vielleicht aber kennen sie einfach die richtigen Tricks:

1. Schummeln erlaubt

Kleine Hilfsmittel sind beim Gastgeben goldwert. Das Zauberwort lautet: »Ready-to-Serve«- Getränke. Das sind vorgemixte Drinks, die einem eine Menge Zeit und Stress ersparen. Campari Spritz gibt es beispielsweise seit Kurzem in praktischen Einzelportionen fertig gemischt zu kaufen. Sollten die Gäste nämlich etwas zu früh auf der Matte stehen (Hallo, Schwiegereltern!), drückt man ihnen einfach die kleinen Flaschen und ein Glas mit Eiswürfeln in die Hand. Die restlichen Campari Spritz Flaschen warten hübsch angerichtet neben dem Wein auf einer Schale mit Eis, wovon sich die Gäste jederzeit bedienen können. Schmecken tun die »Ready-to-Serve«-Getränke ohnehin wie das frisch gemischte Original und man selbst hat ebenfalls Zeit zu plaudern, ohne rund um die Uhr neue Getränke servieren zu müssen.

2. Rezepte klug wählen

Warum es sich unnötig schwer machen? Wählen Sie Rezepte, die Sie nicht zu sehr an die Küche fesseln und gut vorzubereiten sind. Hosting-Expertin Hannah Kleeberg verriet einmal in einem Interview mit Falstaff, dass sie als Gastgeberin am liebsten Aufläufe und Eintöpfe serviert. »Die Gerichte kümmern sich quasi um sich selbst, während ich mir Zeit für die Gäste nehmen kann.« Präsenz ist nicht zu unterschätzen und auch man selbst sollte als Gastgeber:in nicht das Gefühl bekommen, plötzlich ein Restaurant zu führen. Das erwartet sowieso keiner.

3. Visuelle Überraschungen

Menschen essen mit den Augen – und staunen ebenso gern. Dabei braucht es oft gar keinen großen Aufwand, sondern nur einen kleinen Effekt mit großer Wirkung. Stellen Sie rosa Himalayasalz, aufgeschlagene Butter oder Rosmarin-Olivenöl wie in einem kleinen Bistro auf den Tisch. Auffällige Schälchen mit Chips und marinierte Nocellara-Oliven dekoriert mit Zitronenschalen sorgen dafür, dass die Gäste immer etwas zum Zugreifen haben. Allein das stimmt die meisten schon zufrieden. Servieren Sie den Nachtisch nicht einfach auf Tellern, sondern etwa direkt aus einer riesigen Schüssel in der Mitte des Tisches. Das macht besonders viel her.

4. Der Ton macht die Musik

Hintergrundmusik kann wahre Wunder wirken: Sie unterstreicht die Stimmung, nimmt unangenehmen Gesprächspausen die Schwere und lässt selbst kleine Runden sofort lebendiger wirken. Wichtig ist nur, dass die Playlist den Abend begleitet und nicht dominiert – niemand möchte beim Dessert gegen Jazz-Saxofone anschreien müssen. Ebenso unterschätzt: das Licht. Kerzen, dimmbare Lampen oder warmes Licht sorgen fast augenblicklich dafür, dass Menschen entspannen. Atmosphäre ist beim Gastgeben oft die halbe Miete – und gleichzeitig das Einfachste, das man vorbereiten kann.

Gäste erinnern sich selten an die perfekt gebügelte Tischdecke – aber immer an das Gefühl, an einem besonderen Abend dabei gewesen zu sein. Und wenn man als Gastgeber:in das Ganze mit einer herzerwärmenden Gelassenheit meistert, dann genießen das nicht nur die Gäste, sondern vor allem man selbst.


Célin Röser
Célin Röser
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