Das sind die 10 internationalen Städte für Gebäck und Süßes
Von London, Paris und Wien bis nach Melbourne – in diesen Städten kommen Reisende auf ihre Kosten.
Wie bekommt man auf Reisen am besten einen Eindruck der landestypischen Küche? Klar, ein Besuch in einem beliebten Restaurant wären eine Möglichkeit, aber oft eröffnen Cafés und Bäckereien ebenso aufschlussreichere Einblicke in die Esskultur eines Landes.
Hier lassen sich in ungezwungener Atmosphäre typische Spezialitäten entdecken – sei es beim Frühstück, einem kleinen Snack zwischendurch oder einem süßen Mitbringsel für später. Das Food & Wine-Magazin hat eine Auswahl internationaler Städte zusammengestellt, in denen sich süße Erkundungstouren besonders lohnen.
Paris
Stand es wirklich jemals zur Debatte, ob die französische Hauptstadt ihren Platz in dieser Liste verdient hat? Wohl kaum – Paris gilt in der Patisserie-Szene wohl als Vorbild, wenn es um exzellentes Gebäck und süße Versuchungen geht. Von traditionellen, süßen Köstlichkeiten bis hin zu modernen »instagrammable« Desserts – in Paris treffen sich vor allem Naschkatzen.
Kopenhagen
Die dänische Foodszene erlebt seit einiger Zeit einen konstanten Aufschwung – und das gilt nicht nur für Restaurants, sondern auch für Backwaren. Besonders in den beliebten Bäckereien der Hauptstadt zeigt sich die Vielfalt: Dort finden sich fein gearbeitete Frühstücksgebäcke wie Kardamom-Croissants oder mit Obers gefüllte Plunder aus zartem Blätterteig. Auch Liebhaber kräftiger Aromen kommen auf ihre Kosten – etwa mit schwarzer Lakritze, die in manchen Geschäften sogar als Softeis angeboten wird und nicht selten für überraschende Geschmackserlebnisse sorgt.
Wien
Sachertorte, Apfelstrudel und noch viel mehr – es gibt einen Grund warum Franzosen einen Teil ihrer Backwaren als »Viennoiserie« bezeichnen. Und somit findet sich auch Wien auf der Liste der internationalen Städte für Desserts und Backwaren wieder. Klassiker wie die berühmte Sachertorte im traditionellen Kaffeehaus sorgt genauso für Begeisterung wie auch deftigere Süßspeisen wie der Kaiserschmarrn mit Apfelmus oder die Palatschinken.
Istanbul
Bei einer Reise in die Türkei, sollten Bäckereien auf keinen Fall ausgelassen werden – auch diese haben eine große Auswahl an traditionellen Süß- und Backwaren zu bieten. Viele der klassischen Desserts basieren auf hauchdünnem Phyllo-, Kataifi- oder Knefeteig und werden mit Sirup oder Honig verfeinert. Nüsse, allen voran Pistazien, spielen dabei eine zentrale Rolle und sorgen für den charakteristischen Geschmack. Neben den süßen Klassikern finden sich auch herzhafte Varianten wie mit Käse gefüllte Böreks oder pikantes Gebäck, das frisch aus dem Ofen kommt.
Lissabon
Auch wenn die portugiesische Küche und Backkunst viele Aromen zu bieten hat, steht eine Spezialität ganz klar im Mittelpunkt: Pastel de Nata. Vielleicht sind diese kleinen Törtchen aus knusprigem Blätterteig und der cremigen Eierfüllung auch der Hauptgrund, warum Portugal es in die Top fünf dieser Liste geschafft hat. Trotzdem lassen sich in den klassischen Konditoreien des Landes eine Vielzahl weiterer Spezialitäten entdecken – etwa in alteingesessenen Häusern, die neben feinen Gebäcken auch saisonale Klassiker wie den Bolo Rei, den traditionellen portugiesischen Königskuchen, anbieten.
London
Die britische Vorliebe für Süßes spiegelt sich in der Vielfalt der Londoner Konditoreien wider – besonders rund um den Borough Market. Dort lässt sich problemlos eine kleine Genusstour unternehmen: Vom Pistazien-Pain-au-Chocolat und Ingwerkuchen über Eclairs, Crumbles und handgemachte Kekse bis hin zu herzhaften Klassikern wie herzhaft gefüllten Pies ist alles dabei. Süß oder salzig – für jeden Geschmack findet sich etwas Passendes.
Melbourne
Wer nach Melbourne reist, sollte den dortigen Bäckereien und Konditoreien unbedingt einen Besuch abstatten – die Stadt gilt als wahres Paradies für Gebäckliebhaber:innen. Von Croissants, Cruffins und wechselnden, kreativen Spezialitäten, die saisonal variieren bis hin zu modernen Torten mit ungewöhnlichen Aromen bleibt scheinbar kein Dessertwunsch unerfüllt. Nicht ausgelassen werden sollten natürlich zwei australische Klassiker: Lamingtons und besonders kunstvoll zubereitete Pavlovas – süße Highlights mit Kultstatus.
Mexico City
In einer pulsierenden Stadt mit mehr als 9 Millionen Einwohnern ist es kein Wunder, dass es fabelhafte Konditoreien gibt. In einem beliebten Stadtteil wie »Roma Norte« lassen sich morgens klassische mexikanische Backwaren wie Conchas und süße Brötchen genießen. Im Stadteil »Polanco« werden in traditionsreichen Bäckereien unter anderem nicht nur süße Köstlichkeiten angeboten, sondern auch herzhafte Spezialitäten haben hier ihren Platz. Wer französisch inspirierte Patisserie schätzt, wird in modernen Cafés fündig – dort finden sich feine Tartes, Eclairs oder auch besonders cremige Varianten des beliebten San Sebastián Cheesecake.
Tokio
Auch Japan gilt als Hotspot besonders raffinierter Backkunst – Tokio mit einer eindrucksvollen Zahl an Konditoreien, die französische Techniken mit japanischen Aromen verbindet, könnte hier als Vorbild dienen. Kleine Törtchen, Kekse oder Macarons werden dort nicht nur mit klassischen Zutaten wie Schokolade und Vanille, sondern auch mit Matcha, schwarzem Sesam oder Zitrusnoten wie Bergamotte verfeinert. Einige Bäckereien sind bekannt für ihre kunstvoll gefüllten Dessertsandwiches und süßen Toastvarianten, die längst auch in sozialen Medien Aufmerksamkeit erregen.
Montreal
In Montreal sind die französischen Wurzeln nicht nur in der Sprache deutlich spürbar, auch in der Backtradition, hinterlassen sie einen Eindruck. In einigen der besten Bäckereien findet man feine Klassiker wie Financiers, Paris-Brest oder kunstvoll gefertigte Törtchen. Darüber hinaus bieten manche Betriebe eine spannende Mischung aus französischer und jüdischer Backkunst – etwa mit Babka, Croissants oder anderen Hefeteigvarianten. Wer es typisch kanadisch mag, greift zu einem frittierten Teigoval mit süßem Belag oder zu einem klassischen Donut mit Ahorn-Glasur – eine süße Hommage an die nationale Vorliebe für Maple Syrup.