Die Konservendose: Dauergast im Vorratsschrank
Am 25. August 1810 meldete der britische Geschäftsmann Peter Durand sein Patent zur Erfindung der Konservendose an. Seitdem ist die zylinderförmige Dose nicht mehr aus unseren Vorratsschränken wegzudenken.
Einlegen, Räuchern oder Einkochen – die Frage, wie sich Lebensmittel am besten haltbar machen lassen, beschäftigt die Menschheit schon lange. Mit der Erfindung der Konservendose gelang dem Briten Peter Durand ein Durchbruch in Sachen Lebensmittelkonservierung. Denn im Gegensatz zu anderen Lagermöglichkeiten bleibt in der Dose alles von Fleisch bis Obst frisch.
Nachdem die Soldaten des französischen Feldherrn Napoleon auf seinen oft monatelangen Feldzügen unter Hunger und diversen Mangelerscheinungen gelitten hatten, suchte Napoleon nach einer Lösung für dieses Problem. Er schrieb einen Wettbewerb aus, bei dem er hoffte, eine Lösung präsentiert zu bekommen. Wie verpackt man Lebensmittel so, dass sie sich leicht transportieren lassen und lange haltbar sind?
Der lange Weg zur Konservendose
Die Lösung hatte ein Zuckerbäcker namens Nicolas Appert aus Paris. Dieser fand heraus, wie Essen durch Erhitzen und Vakuumieren länger haltbar wird – er wurde für seine Lösung mit einem Preisgeld prämiert. Durch das luftdichte Verpacken können sich Bakterien nicht mehr vermehren und Vitamine bleiben erhalten. Doch bis zur Konservendose war es noch ein weiter Weg: Bei der Version des Zuckerbäckers wurden Gläser verwendet, die mit einem Draht und einem Korken verschlossen wurden. Der Nachteil: Die Gläser waren schwer und gingen schnell zu Bruch.
Am anderen Ende des Ärmelkanals wurde dann schließlich die Idee geboren, Blechdosen, statt Gläsern zu verwenden. Doch auch diese Idee war noch nicht ausgereift, denn die Dosen mussten mit giftigem Blei verschlossen werden. Dass Blei giftig ist, wurde nach der Arktisexpedition des Briten Sir John Franklin bekannt. Die Mitglieder seiner dreijährigen Expedition litten alle an Bleivergiftungen. Außerdem war der Dosenöffner noch nicht erfunden – das Öffnen der Dosen gestaltete sich schwierig.
Konservendose als Social-Media-Star
Mittlerweile haben sich die Konservendosen weiterentwickelt. Sie sind innen mit einer dünnen Lackschicht überzogen, die den Genuss des Inhalts völlig unbedenklich macht. Auch das Öffnen ist heutzutage kein Problem mehr: Die meisten Dosen kann man dank eines eingebauten Rings ganz unkompliziert öffnen.
In der jüngeren Vergangenheit ist ein regelrechter Hype um die Konservendose ausgebrochen. Gerade eingelegter Fisch aus Ländern wie Portugal, mit farbenfrohen Designs, hat sich zu einem beliebten Souvenir und Lifestylegegenstand entwickelt. Heuer ging etwa der Hashtag »Sardine Girl Summer« auf diversen Social-Media-Plattformen viral.
Übrigens: Der »Tag des Dosenöffners« wird am 24. August gefeiert.