Falstaff Filmtipp: Thermomix und Temperamente in »Der Vierer«
In der neuen deutsch-österreichischen Komödie mit Julia Koschitz und Florian David Fitz geht es heiß her – und das nicht nur in der Küche.
Tortilla, Oliven, Käse, Cracker, Dip und Gin, dem allerdings das Tonic fehlt. Das und vieles mehr ist Teil des spanischen Buffets, das Paul (Florian David Fitz) für seine Frau Sophie (Julia Koschitz) und einen ganz besonderen Abend auffährt. Das Paar hat nämlich nicht nur vor, sich dem kulinarischen Genuss voll und ganz hinzugeben, sondern auch der nach knapp zwei Jahrzehnten etwas eingeschlafene Ehe eine ordentliche Prise Pfeffer zu verpassen. Passieren soll das im Bett und– mehr oder weniger geplant – mit zwei guten Freund:innen. Und einem Thermomix-Gazpacho, das dem abenteuerlichen Plan noch zum Verhängnis werden wird. Und das nicht nur wegen der enormen Menge Knoblauch.
Fitz und Koschitz spielen in dieser deutsch-österreichischen Co-Produktion so herrlich inspiriert und unzensiert, das man sich der steten Abwärtsspirale des geladenen Kammerstücks nur schwer entziehen kann. Es fliegen Funken und Gläser, es wird geliebt und gezetert. Und irgendwo zwischendrin erklingt das optimistische Piepsen eines Thermomix, der aller Irrungen und Wirrungen zum Trotz ein ganz vorhersehbares Abendessen zubereitet hat. Ein Fels in der Brandung, der aber eben auch ein paar scharfe Klingen parat hat.
Vervollständigt wird das Quartett durch Lucía Barrado und Friedrich Mücke, die einen charmanten Kontrapunkt zur langen Paarbeziehung setzen, die ab dem Gazpacho alles andere wird, als zwei parallele Leben.
»Der Vierer« von Regisseur Iván Sáinz-Pardo läuft ab sofort im Kino.
Das Rezept zum Film
Um den Kinogenuss abzurunden hat »Vorwerk« den Falstaff-Leser:innen dankenswerterweise das Gazpacho-Rezept aus dem Film zur Verfügung gestellt.
Gazpacho Andalusia für den Thermomix TM6 und TM5
Nichts mehr verpassen!
Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an.