Illy Coffee Award: Der beste Kaffee der Welt kommt aus Brasilien
Der 9. Ernesto Illy International Coffee Award 2024 geht an Brasilien: Der Kaffee der Fazenda Serra do Boné überzeugte die internationale Jury, zu der auch Falstaff-Chefredakteur Sebastian Späth gehörte. Neben dem außergewöhnlichen Geschmack wurden besonders die nachhaltigen Anbaumethoden des Unternehmens gewürdigt.
Der Ernesto Illy International Coffee Award hat sich in den letzten Jahren zu einer der bedeutendsten Auszeichnungen in der Welt des Kaffees entwickelt. Mit dem Ziel, den besten Kaffee der Welt zu küren und gleichzeitig die Diskussion über nachhaltige Kaffeeproduktion anzuregen, zieht die Preisverleihung jedes Jahr die Aufmerksamkeit von Kaffeeliebhabern und Experten aus der ganzen Welt auf sich. In diesem Jahr ging die begehrte »Best of the Best«-Auszeichnung an Brasilien – genauer gesagt an die Fazenda Serra do Boné von Matheus Lopes Sanglard.
Der Kaffee, der mit der sogenannten Despulpado-Technik hergestellt wurde, überzeugte die internationale Expertenjury nicht nur mit seiner außergewöhnlichen Aromenvielfalt, sondern auch mit einem klaren Bekenntnis zu regenerativen Anbaumethoden. Diese Technik maximiert die Konzentration von Zucker und Aromen und trägt so zu einem intensiveren Geschmack bei. Regenerative Landwirtschaft, die auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung setzt, wird zunehmend als der Schlüssel zu einer widerstandsfähigeren und qualitativ hochwertigeren Kaffeeproduktion erkannt.
Brasilianischen Kaffeekultur
Die internationale Jury, die vergangene Woche in New York zusammenkam, setzte sich aus führenden Experten der Kaffeebranche und der Gourmetszene zusammen. Unter ihnen: Falstaff-Chefredakteur Sebastian Späth, der gemeinsam mit anderen Kaffeekennern wie Massimo Bottura, Küchenchef der »Osteria Francescana«, und Viki Geunes, Chefkoch des Drei-Sterne-Restaurants »Zilte«, die besten Kaffees der Welt bewertete. Die Wahl des brasilianischen Kaffees unterstreicht einmal mehr die beeindruckende Qualität der brasilianischen Kaffeekultur, die mittlerweile international als Maßstab gilt.
Der ausgezeichnete Kaffee der Fazenda Serra do Boné überzeugte durch eine komplexe Aromenpalette, die frische Fruchtaromen, Karamellnoten, einen Hauch von braunem Zucker und einen langanhaltenden Schokoladenabgang umfasst. Ein eleganter und vollmundiger Kaffee, der mit einer dezenten floralen Jasminnote abgerundet wird – ein wahrer Genuss für alle Kaffeekenner und -liebhaber.
Galadinner in New York
Neben dem Hauptpreis wurde auch der »Coffee Lovers' Choice«-Preis verliehen, der von Kaffeetrinkern weltweit im Rahmen einer Blindverkostung in illy-Cafés gewählt wurde. Der Gewinner dieses Preises, der SMS Cluster ECOM aus Nicaragua, konnte ebenfalls mit einem herausragenden Kaffee überzeugen.
Die Preisverleihung fand im exklusiven Rahmen eines Galadinners im »Peak at Hudson Yards« in New York statt und zog zahlreiche prominente Gäste an, darunter Regisseur Francis Ford Coppola, Performance-Künstlerin Marina Abramovic und weitere Persönlichkeiten aus der Kunst-, Mode- und Gastronomiewelt. Moderiert wurde das Event von der spanischen Fernsehjournalistin Olivia Frejus Lloyd.
Mehr als nur ein Preis
Doch der Ernesto Illy International Coffee Award geht über eine bloße Preisverleihung hinaus. In diesem Jahr wurde im Rahmen des Events auch eine Diskussionsrunde mit dem Titel »Global Coffee Alliance: Mobilisierung eines öffentlichen und privaten Fonds zur Bekämpfung des Klimawandels« im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York veranstaltet. Dabei diskutierten Experten wie Andrea Illy, UN-Botschafter Maurizio Massari und Massimo Bottura über die Herausforderungen des Klimawandels und die Notwendigkeit, den Kaffeeanbau nachhaltiger zu gestalten.
Mit der erneuten Auszeichnung eines brasilianischen Kaffeeproduzenten und dem Fokus auf regenerative Anbaumethoden zeigt der Ernesto Illy International Coffee Award, dass Qualität und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können – und dass die Zukunft des Kaffees sowohl im Geschmack als auch in der Verantwortung für die Umwelt liegt.
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