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© Shutterstock (Symbolbild)

Start in die Kirschensaison – worauf es jetzt ankommt

Obst
Sommer

Wann wird das Steinobst geerntet, wie werden die Früchte unkompliziert entsteint und wir halten sie sich am besten frisch? Falstaff hat sich näher mit Kirschen befasst.

Tiefrot, saftig und herrlich süß: Mit dem Frühsommer beginnt auch die Kirschensaison. Traditionell startet sie in Österreich – abhängig von Region und Witterungsverlauf – meistens gegen Ende Mai und erreicht ihren Höhepunkt im Juni und auch im Juli. In besonders milden Jahren können die ersten heimischen Früchte vereinzelt auch schon früher geerntet werden, während sich ihre Erntezeit in höher gelegenen Lagen mitunter bis in den Hochsommer erstreckt. Falstaff hat sich angesehen wann geerntet werden kann und worauf geachtet werden sollte, wie sie richtig frisch bleiben und wie die Früchte am besten verarbeitet werden.

Wann sollten Kirschen geerntet werden?

Entscheidend für die Kirschensaison ist vor allem das Wetter im Frühjahr: Viel Sonne und milde Temperaturen fördern die Reife, regelmäßige Niederschläge sorgen später für besonders saftige und aromatische Früchte. Insgesamt gilt also: Je günstiger die Bedingungen, desto besser entwickeln sich Ertrag und Qualität.

Geerntet werden Kirschen, wenn sie ihre typische Färbung haben und sich leicht vom Stiel lösen lassen. Dann stimmt das Verhältnis aus Süße und Säure, und die Früchte können gepflückt werden. Beim Ernten selbst kommt es auf eine schonende Vorgehensweise an: Kirschen sollten am besten mit Stiel gepflückt werden, weil sie so länger frisch bleiben und weniger Saft verlieren. Kirschen gelten als druckempfindlich und sollten besonders vorsichtig behandelt werden, um Schäden zu vermeiden. Ideal ist eine Ernte bei trockenem Wetter.

Wie werden Kirschen entsteint?

Kirschen gehören zum Steinobst – in der Mitte steckt also ein harter Kern, der ursprünglich den Samen der Frucht schützt. Früher wurde deshalb oft davor gewarnt, ihn mitzuschlucken, heute weiß man: In kleinen Mengen ist das in der Regel unbedenklich, solange er nicht zerbissen wird.

Beim Entsteinen selbst gibt es verschiedene Möglichkeiten. Am bequemsten funktioniert es mit einem  eigenen Kirschentkerner, der den Stein mit einem Handgriff sauber herausdrückt – ideal, wenn größere Mengen verarbeitet werden. Ohne Gerät klappt es auch mit einfachen Hilfsmitteln wie einer Haarnadel, einem kleinen Messer oder sogar einem Strohhalm, mit dem der Kern vorsichtig herausgeschoben wird. Am besten funktionieren alle Varianten mit reifen, aber noch festen Kirschen, weil sie sich leichter lösen lassen und weniger Saft verlieren.

Wie werden Kirschen aufbewahrt?

Idealerweise werden Kirschen sehr reif geerntet und sind daher nur begrenzt haltbar. Gerade deshalb kommt es auf die richtige Aufbewahrung an. So gelingt es am besten: Die Früchte sollten möglichst nebeneinander in einer verschließbaren Frischhaltedose gelagert werden, um Druckstellen zu vermeiden. Küchenpapier hilft dabei, Kondenswasser aufzunehmen. Auch gewaschen werden Kirschen meistens erst direkt vor dem Essen, da Feuchtigkeit den Verderb beschleunigt. Im Kühlschrank bleiben sie so in der Regel etwa 2 bis 3 Tage frisch. Ein zusätzlicher Tipp am Rande: Kirschen am besten mit Stiel aufbewahren. Dadurch bleibt das Aroma besser erhalten, Saftverlust wird reduziert und das Eindringen von Keimen wird erschwert.

Süß oder herzhaft: Wie kommen sie am besten zur Geltung?

In der Küche kann die Kirsche sowohl als pikant als auch als süß eingesetzt werden. Vom Obstsalat, Strudel oder Kirschenkompott, Eis oder Blechkuchen – als süße Ergänzung zur Hauptspeise oder als Dessert überzeugt die Frucht immer. Überraschend gut funktionieren Kirschen aber auch herzhaft. Sie passen etwa zu Wild, Geflügel oder kräftigem Käse und bringen dort eine fruchtige, leicht säuerliche Note ins Spiel. Besonders in Saucen oder Chutneys sorgen sie für Spannung und einen kleinen geschmacklichen Kick. Am besten kommen Kirschen also dann zur Geltung, wenn man sie nicht nur klassisch süß einsetzt, sondern auch in herzhaften Kombinationen ausprobiert.


 

Tamara Kalny
Tamara Kalny
Autorin
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