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Serie: Auf ein Glas mit Isabella Schmid

Die Gin- und Rotwein-Liebhaberin wohnt in Zürich und Köln und traf uns zum Interview in der «River Bar» im Restaurant «Terrasse» beim Zürcher Bellevue.

TV-, Film- und Theater-Schauspielerin Isabella Schmid wurde mit der RTL-Serie «Hinter Gittern – Der Frauenknast» im deutschsprachigen Raum bekannt. In der Schweiz brillierte sie an der Seite von Stefan Kurt im Kinofilm «Papa Moll».

Falstaff: Isabella Schmid, wir durften mit Ihnen in der «River Bar» verschiedene Longdrinks und Cocktails degustieren. Haber Sie in Zürich eigentlich eine Lieblingsbar?
Isabella Schmid: Meine Lieblingsbar ist die «IQ-Bar» am Escher-Wyss-Platz. Publikumsmässig gut durchmischt und direkt unter meiner Wohnung. Quasi mein zweites Wohnzimmer. Perfekt für mich!

Und Ihr persönlicher Lieblingsdrink?
Ich liebe Gin in allen Variationen. Und ich probiere auch sehr gerne verschiedene, raffiniert gemixte Gin Tonics aus. Süsse Drinks mag ich dagegen nicht so. Dafür aber auch gerne Rotwein.

Trinken Sie regelmässig Alkohol?
Nein. Je nach Arbeitspensum trinke ich Wochen oder Monate gar nichts.

Worauf könnten Sie eher verzichten: Auf Wein oder Kaffee?
Eine heikle Frage. Ein gutes Glas Rotwein gehört für mich zum Dinner schon dazu. Aber meine sehr teure Bezzera Cafê Maschine produziert einen so unglaublich tollen Kaffee – darauf kann ich nicht verzichten.

Was trinken Sie am Morgen nach dem Aufstehen als Erstes?
Einige Kaffees und ein Glas Wasser.

Sie pendeln regelmässig zwischen Zürich und ihrem Zweitwohnsitz Köln hin und her. Sie sind eine Geniesserin und dinieren auch gerne auswärts. Wodurch unterscheidet sich die Zürcher- von der Kölner-Gastronomie im Wesentlichen?
Durch den Preis. Zürich ist schon sehr teuer. Aber ich glaube, inzwischen ist es egal, wo man isst. Gute und schlechte Restaurants gibt´s auf der ganzen Welt. Und da ich die mediterrane Küche liebe, kann ich entsprechend gut in Zürich wie auch in Köln schlemmen.

«Auf einen guten Kaffee kann ich unmöglich verzichten!»
Isabella Schmid

Isabella Schmid
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Isabella Schmid

Haben Sie in Köln ein Lieblingsrestaurant?
Das «Fischermanns Restaurant» am Rathenauplatz 21. Das Essen ist ausgezeichnet und die Preise sind sehr fair. Zudem liegt es direkt vor meiner Schauspielschule in Köln. Wenn ich Schauspielkollegen wie Hannes Jaenicke oder Susanne Uhlen zu Besuch habe, dann gibts für uns immer einen freien Tisch.

Und in Zürich?
Habe ich keine Lust zu kochen, trifft man mich im «Piu Restaurant» Schiffbau Nähe Escher-Wyss-Platz oder auch im «Bohemia» am Kreuzplatz. Beides Lokale mit guter Küche und feiner Gesellschaft.

Warum sind Sie noch nicht Veganerin?
Das frag ich mich auch oft. Aber als Geniesserin liebe ich feines Essen und das
Kochen. Und mehrmals pro Monat gönne ich mir ein gutes Stück Fleisch von bester, wenn möglich tierfreundlicher Qualität.

Wenn Sie privat Freunde bewirten und bekochen, was servieren Sie ihren Liebsten für
Spezialitäten?

Im Minimum einen Fünfgänger. Und immer mit viel knackigem Salat. Meine Pasta al Limone ist heissbegehrt, dazu gibt es zartes Rinderfilet. Aber in letzter Zeit bekoche ich meine Gäste auch mal vegetarisch oder sogar vegan.

Die «River Bar» im Zürcher Restaurant «Terrasse»
© Andrea Ebener
Die «River Bar» im Zürcher Restaurant «Terrasse»

Wenn Sie morgens in den Spiegel schauen, was sehen Sie?
Naja – eine gereifte Frau, die ein unglaublich krasses Leben lebt, immer auf Achse ist und sich jeden Morgen fragt: «Wie lange halt ich das noch aus!?»

Ihr nächstes Herzensprojekt?
Zusammen mit Hassan, dem Besitzer der «IQ-Bar», kam ich auf die Idee, einen Sonntag-Talk zu realisieren. Als Gastgeberin und Moderatorin von «Bella & Friends». Einmal im Monat am Sonntagnachmittag interviewe ich Gäste aus Kunst, Kultur und Musik. Anschliessend gibt es immer ein kurzes Programm mit den Künstlern. Und natürlich Party.

Und wann sehen wir Sie wieder in einer grossen TV-Produktion?
Wenn ich heute drehe, sehen das die Zuschauer am TV erst ein Jahr später. Aktuell habe ich die ZDF-Serie «Die Rosenheim Cops» abgedreht, zu sehen ab Frühling 2023.

Wofür geben Sie unnötig viel Geld aus?
Für meine beiden Schauspielschulen in Köln und Zürich.

Welche persönlichen Zwänge oder Ticks haben Sie?
Ich neige sehr dazu, eine Perfektionistin zu sein. Leider.


«River Bar»

Die «River Bar» im Restaurant «Terrasse», kunstvoller Wohlfühl- und Begegnungsort bis in die
Nacht. Isabella Schmid degustierte unter anderem einen Wild Berry‘s: Prosecco, Wild Berry Tonic Water, Chambord, Limettensaft, Beeren.

«River Bar» im Restaurant «Terrasse»
Limmatquai 3, 8001 Zürich


© Falstaff Verlag

Erschienen in
Falstaff Nr. 02/2022

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Eugen Baumgartner
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