© Fiona Murtaj

Tischgespräch mit Lara Stoll

Food Zurich 2024
Tischgespräch
Interview

Die Schweizer Autorin und Künstlerin spricht im Falstaff-Talk über Lieblingsrestaurants, Weinkarten, ihr neues T-Shirt und was man in Zürich keineswegs verpassen sollte.

Falstaff: Sie leben seit vielen Jahren im Raum Zürich. Warum haben Sie Zürich als Lebensmittelpunkt gewählt?

Lara Stoll: Meine Projekte befinden sich alle hier, sei es meine Band (Stefanie Stauffacher) oder wenn ich mit meiner Produktionsfirma arbeite. Die Hälfte meines Umfelds arbeitet in der Gastro oder im Nachtleben Zürichs, es gibt enorm viel Kultur, die Stadt hat eine angenehme Grösse und man kann sich hier viel Inspiration holen.

Einem grösseren Publikum sind Sie als Slam-Poetin bekannt. Neben Auftritten als Kabarettistin machen Sie aber auch ­Filme, singen in Bands oder legen als DJane auf. Was tun Sie in Ihrer Freizeit?

Ich versuche, den Slam-Poetin-Stempel derzeit loszuwerden, weil ich nicht mehr in diesem Format auftrete. Wenn man selbstständig erwerbend mit seinen Leidenschaften Geld verdient, dann gibt es natürlich viele Überschneidungen. Aber die Band geht für mich tatsächlich eher in den Bereich Freizeit.

Ihr T-Shirt mit dem Spruch «Nur die Weinkarte bitte» ist Kult. Wie lange können Sie sich mit der Weinkarte beschäftigen?

Ich versuche meistens, nicht zu viel Zeit zu verlieren. Ich bin jemand, der immer im Schuss ist. Es wird bald ein neues Shirt geben mit dem Spruch «Ich blibe nur churz». Ich entscheide mich nach Möglichkeit für regionale Weine, ich finde, es gibt tolle Pinots – generell mag ich lieber leichte Weine. Wenn ich unsicher bin, frage ich das Personal, welchen Wein sie persönlich am liebsten trinken. So ist man meistens auf der sicheren Seite.

Gibt es auch Speisekarten, die Sie gerne lesen? Wo gibt es in Zürich die beste?

Ich mag Restaurants, in denen es ganz klassische Gerichte gibt, da fällt mir die Auswahl dafür dann oft am schwersten. Mein Lieblingsrestaurant ist das «Italia» an der Zeughausstrasse. Egal, was man bestellt, es ist eine Geschmacksexplosion und man spürt die Liebe in den Gerichten.

Was sollte man in Zürich unbedingt tun? Und was auf keinen Fall?

Immer zu empfehlen ist ein Spaziergang auf dem Friedhof Sihlfeld. Was ich hingegen wirklich nicht empfehlen kann, ist, sonntags im Migros am Hauptbahnhof Lebensmittel einkaufen zu gehen.

Lara Stoll


Die Schweizer Autorin und Künstlerin ist in der Ostschweiz geboren und aufgewachsen und lebt seit vielen Jahren in Zürich. Sie wurde 2021 mit dem deutschsprachigen Kabarettpreis «Salzburger Stier» ausgezeichnet. Mit ihren unterhalt­samen Bühnenshows tourt sie durch die ganze Schweiz und arbeitet nebenbei als Drehbuchautorin.

 


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Erschienen in
Food Zurich Special 2024

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Benjamin Herzog
Benjamin Herzog
Chefredaktion Schweiz
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