Von Matcha zu Fibremaxxing: So verstehen Sie die Getränkekarte von morgen
Wer die Trends nicht kennt, versteht 2026 im Café nur Bahnhof. Neue Aromen, fermentierte Drinks und koffeinfreie Varianten prägen die Getränkekultur. Wir zeigen, was Sie wirklich wissen müssen, um am Ball zu bleiben.
Wie, was und warum wir trinken, verändert sich rasant. Neue Zutaten, globale Geschmacksreisen und ein wachsendes Bewusstsein für Gesundheit prägen die Getränkekultur der kommenden Jahre. Ein aktueller »Future of Taste Report« – initiiert von Oatly und basierend auf Interviews mit über 230 Baristas und Gastronomieexpert:innen weltweit – zeigt fünf zentrale Strömungen, die 2026 in Cafés, Bars und Küchen prägend sein dürften.
Wir helfen Ihnen das Getränkemenu der Zukunft zu verstehen, Trends richtig einzuordnen und so beim nächsten Cafébesuch das passende Getränk auszuwählen.
1. Global Flavour Exchange: Die Welt trinkt internationaler
Nach der »Matchamania« der letzten Jahre öffnen sich Getränkekarten zunehmend für neue Aromen aus Ost- und Südostasien. Zutaten wie Ube, Pandan oder Hojicha erobern westliche Cafés – oft inspiriert durch Social Media. Der Nutzen? Für Konsument:innen bedeutet das: mehr Vielfalt und die Chance, durch Getränke kulturelle Entdeckungen zu machen, ohne zu reisen. Der Trend zeigt, wie kulinarische Globalisierung zunehmend auch im Alltag ankommt – im Café um die Ecke.
2. Bewusster Genuss: Balance statt Verzicht
Koffein- und zuckerreduzierte Getränke erleben einen Aufschwung. Laut Trendanalysen haben sich Online-Suchanfragen nach »Decaf« in diesem Jahr nahezu verneunzigfacht. Dahinter steht kein Rückzug vom Genuss, sondern ein Wandel im Verständnis von Wohlbefinden: Verbraucher:innen suchen nach Getränken, die Energie liefern, ohne zu überfordern – oder die sich bewusst in den Tagesrhythmus einfügen. Für den Alltag heißt das: weniger Reiz, mehr Balance.
3. Fibremaxxing: Ballaststoffe sind das neue Protein
Was früher Proteinshakes waren, könnten bald ballaststoffreiche Drinks und fermentierte Getränke sein. Das Schlagwort »Fibremaxxing«, auf TikTok viral gegangen, steht für das wachsende Interesse an Darmgesundheit. Getränke wie Tepache – ein fermentiertes Ananasgetränk aus Mexiko – erleben ein Revival. Auch Präbiotika und Ballaststoffe halten Einzug in moderne Ernährungsgewohnheiten. Der Nutzen für Konsument:innen: Mehr Fokus auf langfristige Gesundheit statt kurzfristiger Fitnessziele.
4. Destination Drinks: Lokale Handschrift statt Einheitsbrei
Die globale Vereinheitlichung vieler Café-Menüs führt zu einer Gegenbewegung: Signature Drinks mit regionalen Zutaten werden zum neuen Statussymbol. Von Lemon Myrtle in Australien bis zu finnischen Waldbeeren – Herkunft wird zur Geschmacksidentität. Für Konsument:innen eröffnet das die Möglichkeit, durch Getränke lokale Kultur zu erleben. Gleichzeitig fördert der Trend Nachhaltigkeit, da Zutaten oft aus der Region stammen.
5. Beyond Matcha: Tee bleibt Trend – aber anders
Matcha bleibt beliebt, doch neue Teesorten rücken nach. Oolong, Jasmin oder auch Earl Grey finden ihren Weg in moderne Cafés und Mixgetränke. Gerade junge Zielgruppen entdecken Tee neu – als vielseitige, anpassbare Basis für kreative Drinks. Für den Alltag: Tee ist nicht länger altmodisch, sondern Ausdruck eines global inspirierten, gesunden Lifestyles.