Wenn ein Papst ein Lieblingsgericht hat, darf man annehmen, dass es etwas Besonderes ist – und Bagna Cauda ist genau das: eine rustikale,
tief verwurzelte Spezialität aus dem Piemont, die seit Jahrhunderten Körper und Seele wärmt. Wörtlich übersetzt bedeutet ihr Name »warmes Bad« – und genau darum geht es, um ein gemeinsames Eintauchen.
In eine aromatische Mischung aus
Sardellen, mildem Knoblauch, feinem Olivenöl und Butter, die in einem Tontopf auf dem Tisch brodelt und dampft. Serviert wird sie traditionell mit rohem und gekochtem Gemüse – darunter stets Puntarelle, eine herbe Chicorée-Sorte, die den salzigen Reichtum der Sauce perfekt ausbalanciert.
In den Cafés von Turin wird Bagna Cauda gerne zum Aperitif gereicht; zu Hause aber ist sie vor allem eines: ein Fest der Geselligkeit, das mit einem Glas Barolo und – wenn man
Giorgio Locatelli folgt – mit Eiern zum krönenden Abschluss gebracht wird.