Als erste Frau: Karina Fruman gewinnt «Bocuse d’Or Schweiz 2025»
Beim Schweizer Vorentscheid zum «Bocuse d’Or 2025» triumphierte Karina Fruman – als erste Frau in der Geschichte des Wettbewerbs. Mit ihrem raffinierten Menü aus Steinbutt und Appenzeller Ente hat sie sich den Platz für den europäischen Final gesichert.
Am Montag, 16. Juni, fand in Vitznau die Schweizer Selektion des Kochwettbewerbs «Bocuse d'Or» statt. Zwei junge Talente traten im kulinarischen Wettstreit gegeneinander an: Karina Fruman und Simon Grimbichler. Nach fünfeinhalb Stunden intensiven Kochens setzte sich Fruman mit ihrem Commis Emanuel Sarbach durch – und schrieb Geschichte: Noch nie zuvor wurde eine Frau zur Vertreterin der Schweiz für den «Bocuse d’Or Europe» ernannt.
Das Wettbewerbsthema verlangte ein raffiniertes Menü bestehend aus einem Fisch- und einem Fleischgang. Im Mittelpunkt: Steinbutt, Appenzeller Ente und Schweizer Karotten – sorgfältig kombiniert, innovativ inszeniert und technisch anspruchsvoll umgesetzt. Fruman überzeugte die Jury nicht nur mit präziser Technik und geschmacklicher Tiefe, sondern auch mit einer starken kreativen Handschrift.
Für die 25-jährige Fruman ist der Sieg ein Meilenstein – nicht nur persönlich, sondern auch gesellschaftlich. Als Betroffene von Zöliakie steht sie für einen modernen, inklusiven Zugang zur Haute Cuisine. «Ich bin stolz, meine Gerichte rechtzeitig und auf diesem Niveau abgeliefert zu haben», so Fruman. «Jetzt beginnt die Vorbereitung für den europäischen Wettbewerb. Ich will die Schweiz würdig repräsentieren.»
Auch der Wettbewerbsleiter Jean-Michel Martin zeigte sich beeindruckt: «Beide Teilnehmenden haben heute gezeigt, was in der Schweizer Gastronomie steckt. Die Entscheidung war klar – und Karina Fruman bringt das Potenzial mit, die Schweiz auf höchstem Niveau zu vertreten.»