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© Roland Graf

Angosturas Neu-Aufstellung: »Der Rum soll erzählen, wo er herkommt!«

Rum
Spirits

Der Rum mit dem Schmetterling – so präsentiert sich das »House of Angostura« aus Trinidad nach dem Design-Relaunch. Österreich erhält die elegant umhüllten Rums als dritter Markt in Europa, was in der Wiener »Hannelore« von der Bar Community gefeiert wurde.

Deutschland muss noch warten. Das kleinere Österreich, in dem Ammersin den Vertrieb von Angostura exklusiv durchführt, erhält aber bereits jetzt die karibischen Rums im neuen Erscheinungsbild. »Wir bauen aus eine lange Überlieferung auf, standen aber immer auch für Innovation«, begründet Daniyel Jones das Neu-Design. Zum 200-Jahr-Jubiläum der Marke, einem der erfolgreichsten Karibik-Exporte überhaupt, begann man damit, »die Rums optisch ins Heute zu holen«. So formuliert es der globale Markenbotschafter Jones, der zum Launch in der Wiener Bar »Hannelore« das neue Trio im 20 Minuten-Takt mit Bartendern und VIPs verkostete.

Designed um den Schmetterling

Mit dem Marken-Maskottchen, dem Schmetterling, verbindet er auch persönliche Erinnerungen. Als Kinder naschten wir auf den Feldern gerne von Zuckerrohr. Und es gab nur eine unfehlbare Methode, um zu wissen, wann es perfekt ist: Wenn sich die Schwärme der Schmetterlinge zeigten«. Am Produktionssitz in Laventille, wo neben den Rums auch die weltbekannten »Angostura Bitters« entstehen, finden sich auch 5.000 Schmetterline in der »Barcant Butterfly Collection«. Damit unterstreicht die Optik aber auch in Credo der Marke, das in etwa dem Terroir-Gedanken im Weinbau entspricht: »Rum soll immer davon erzählen, wo er herkommt!«

Doch auch, wer es nicht nach Trinidad schafft, findet im neuen Design reichlich Schmetterlinge. Auf der Verschlusskappe der Dekanter-artigen Flaschen findet sich das filigrane Insekt ebenso wie am Etikett und – anfangs unsichtbar – auf der Flasche selbst. »Beim Trinken entdeckt man dann, dass da auch ein Schmetterling eingestanzt ist«, so Daniyel Jones zum Falstaff.

Elegant, aber auch nachhaltig

Dazu wurden auch nachhaltige Elemente wie die recycleten Verschlüsse oder das neue Glas, das 30% weniger an Materials verbraucht. Und auch inhaltlich haben sich die drei Rums der Premium-Range verändert. »Statt vom »1919« sprechen wie nun von der »Grand Reserve««, spricht Markenbotschafter Jones die markanteste Änderung an. Wie bisher kommen sieben, neun und zehn Jahre gereifte Rums zum Einsatz für diese Qualität, es wurden aber »schwerere« Destillate aus der sechs-stöckigen Kolonnen-Brennerei in Laventille verwendet. Während sich dieser Rum für »Daiquiris« oder »Old Fashioneds« an der (Heim)Bar anbietet, stehen die Trockenfruchtnoten der »Founders Reserve 1824« für einen anderen Stil. Er ist der Sipping Rum zu einer Zigarre, aber auch Jones persönliche Empfehlung »für einen »Manhattan« oder einen Rum-basierten »Negroni««.

»1787« – ein echter 15-Jähriger

Der letzte im neuen eleganten Design vorgestellte Rum trug bisher die Jahreszahl 1787, wird nun aber mit seiner Altersangabe (»15 Years Old«) ausgeschildert. Wer den tropischen Verdunstungsverlust aus den Fässern kennt, wird diesen hochwertigen Rum als etwas Besonderes anerkennen. »Beim schottischen Whisky gilt eine 15-Jähriger als außergewöhnlich, beim intensiven tropischen Reifen ist er das aber wirklich«, hat Jones für die Wiener Bar-Community keine Cocktail-Empfehlung. »Dieses Meisterwerk genießt man nur pur«!

Roland Graf
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