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Backofen vorheizen: Wann es wirklich nötig ist

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Wann ist das Vorheizen des Backofens nötig und wann reine Energieverschwendung?

Wer den Backofen vorheizt, verbraucht zunächst einmal Energie, ohne dass bereits etwas gart. Deshalb empfinden viele das Vorheizen als unnötige Stromverschwendung. Tatsächlich ist es in vielen Fällen auch überflüssig – doch eben nicht immer. Wann sich das Vorheizen lohnt und wann man getrost darauf verzichten kann, hängt stark vom Gericht ab.

Ob selbstgebackenes Brot, Plätzchen oder Auflauf: In unzähligen Rezepten wird verlangt, das Essen in den vorgeheizten Ofen zu schieben. Dabei ist der Zeitvorteil oft gering. Stellt man ein Gericht in den kalten Backofen, ist es meist nur wenige Minuten später fertig, als hätte man zuvor brav vorgeheizt. Rein rechnerisch steht der zusätzliche Energieverbrauch also häufig in keinem guten Verhältnis zur Zeitersparnis. Trotzdem hat das Vorheizen seinen festen Platz in vielen Rezepten – und das aus gutem Grund.

Vorheizen ist hier unverzichtbar

Beim Vorheizen geht es weniger um Geschwindigkeit als um Kontrolle. Ein aufgeheizter Backofen sorgt von Beginn an für konstante Bedingungen. Temperatur, Garzeit und Bräunung lassen sich so deutlich besser steuern. Besonders beim Backen ist das entscheidend: Teige benötigen zu Beginn einen kräftigen Hitzeschub, damit sie richtig aufgehen. Bleibt dieser aus, kann ein Kuchen zusammenfallen, Brot wird kompakt und Plätzchen verlieren ihre gewünschte Konsistenz. Auch die im Rezept angegebene Backzeit basiert fast immer auf einem vorgeheizten Ofen. Wird das Gericht in den kalten Ofen gestellt, verlängert sich die Garzeit unvorhersehbar. Häufiges Nachschauen und Öffnen der Ofentür verschärft das Problem zusätzlich, da dabei immer wieder Hitze entweicht.

Vorheizen nicht erforderlich

Anders sieht es bei Gerichten aus, die lange und bei niedrigen Temperaturen im Ofen bleiben. Schmorgerichte, Aufläufe, Eintöpfe oder auch das Aufwärmen von Speisen kommen problemlos ohne Vorheizen aus. Hier schadet der langsame Temperaturanstieg nicht, sondern kann sogar für ein gleichmäßigeres Ergebnis sorgen. In diesen Fällen lässt sich das Vorheizen tatsächlich einsparen, ohne dass Qualität verloren geht.


Redaktion
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