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Weniger Stress in der Küche? Diese neuen Foodtech-Ideen zeigen, was bald möglich ist

USA
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Ein Lolli, der Musik im Kopf spielt, ein Messer mit Ultraschall und ein Ofen, der selbst weiß, wann das Essen fertig ist: Auf der CES 2026, einer der weltweit größten Fachmessen für Unterhaltungselektronik, zeigt sich, wie nah Zukunft und Küche inzwischen beieinanderliegen.

Die CES (Consumer Electronics Show) in Las Vegas ist eine der weltweit größten Messen für Unterhaltungselektronik und Technologie-Neuheiten, auf der Hersteller, Start-ups und Entwickler jährlich ihre Innovationen präsentieren. Vor allem war Künstliche Intelligenz in diesem Jahr eines der zentralen Themen auf der Messe. Das gilt auch für den Bereich Foodtech, in dem immer mehr smarte Lösungen rund ums Kochen, Essen und Lebensmittelsicherheit vorgestellt wurden. Wir sehen uns einige genauer an.

Mini-Labore gegen Lebensmittelallergien

Eine der auffälligsten Innovationen ist »Allergen Alert«, ein tragbares Labor, das innerhalb weniger Minuten Gluten und Milchprodukte in Lebensmitteln nachweist. Das handliche Gerät – vorgestellt als Prototyp – arbeitet mit Einweg-Probenbeuteln: Einfach eine kleine Menge des Lebensmittels hineinlegen, das Gerät starten – und wenige Minuten später liegt das Testergebnis vor.

Für Menschen mit Lebensmittelallergien könnte das ein echter Fortschritt sein, da Unverträglichkeiten beim Essen außer Haus oder auf Reisen oft mit erheblicher Unsicherheit verbunden sind. Entwickelt wurde »Allergen Alert« von einem Spin-off des Diagnostikunternehmens »bioMérieux« in Zusammenarbeit mit Allergolog:innen und Lebensmittelsicherheitsexpert:innen. Auch für Restaurants, Hotels oder Cateringbetriebe könnte das Gerät künftig nützlich sein.

Musik im Lolli

Für Aufmerksamkeit sorgte in Las Vegas auch der »Lollipop Star« von »Lava«. Auf den ersten Blick wirkt er wie ein gewöhnlicher Lutscher, bei genauerem Hinsehen entpuppt er sich jedoch als eine der abgefahrensten Neuheiten der Messe: Der Lolli spielt Musik – und zwar direkt über die Zähne in den Kopf. Möglich macht das eine kleine Elektronikeinheit im Stiel, die Schallwellen als Knochenschall überträgt. Die Vibrationen wandern durch den Kieferknochen bis ins Innenohr, wo sie als Musik wahrgenommen werden. Jede Geschmacksrichtung ist dabei an einen Künstler gekoppelt: Ice Spice für Pfirsich, Akon für Blaubeere und Armani White für Limette.

Präzises Kochen mit Technologie

Eine der beeindruckendsten Neuheiten der CES 2026 ist außerdem das »C-200 Ultrasonic 8 Chef's Knife« von »Seattle Ultrasonics« – das weltweit erste Ultraschall-Chefmesser für den Heimgebrauch. Auf Knopfdruck vibriert die Klinge über 30.000 Mal pro Sekunde, unsichtbar und unhörbar, sodass Lebensmittel mit bis zu 50 Prozent weniger Kraftaufwand geschnitten werden, die Klinge weniger haftet und die Reinigung einfacher wird.

Künstliche Intelligenz für perfektes Garen

Der »AISO« von »Apecoo« ist ein kompakter AI-Smart-Oven, der auf der diesjährigen CES Aufmerksamkeit erregte. Anders als viele Smart-Oven-Konzepte setzt er auf eine Kamera und Gewichtssensoren, um die Form, Größe und Menge der Lebensmittel zu erkennen. Anhand dieser Daten berechnet die integrierte KI die optimale Garzeit und Temperatur. Der »AISO« passt die Hitzeverteilung in Echtzeit an, erkennt Zutaten automatisch und führt den idealen Kochzyklus aus, sobald das Essen in den Ofen gelegt wird. Das System kann zudem Nährwerte, Kalorien und andere Informationen erfassen und hilft so, Ernährung und Kochgewohnheiten zu überwachen. Zwar war auf der Messe nur eine Demonstration mit Modell-Lebensmitteln zu sehen, doch Vorbestellungen laufen bereits und die ersten Geräte sollen noch in diesem Jahr ausgeliefert werden.


Redaktion
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