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Eis-WM in Las Vegas: Deutscher punktet mit Kamelmilch-Kreation

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Eis aus Kamelmilch? Was zunächst wie ein kulinarischer Gag wirkt, hat es nun bis nach Las Vegas geschafft – und dort sogar die Fachjury überzeugt.

Wer fragt, wie Kameleis schmeckt, erhält die Antwort: cremiger als mit klassischer Kuhmilch und leicht salzig. Und wer sich fragt, woher man das wisse, der findet Auskunft bei Thomas Micolino in seiner Eisdiele »Rino« in Rottenburg.

Dort, hinter der gläsernen Vitrine, in der sonst die vertrauten Sorten von Schokolade, Erdbeere und Haselnuss zu sehen sind, scheint ein Eis aus der Reihe zu tanzen: »Kamelatte« nennt Micolino seine Kreation. Ein Name, der zunächst auffällt, dann neugierig macht und schließlich genau das tut, was gutes Handwerk immer leisten sollte: überraschen.

Die Basis bildet Kamelmilch, kombiniert mit geräuchertem Dattelhonig, Pistazien und Polenta. Was wie ein Ausflug in die gehobene Patisserie klingt, ist in Wahrheit das Ergebnis jahrelanger Experimentierfreude. Schon 2025 wurde Micolino für diese Sorte zum Deutschen Meister gekürt – ein Titel, der ihm die Tür zur internationalen Bühne öffnete.

Auszeichnung für Kreativität

Beim Gelato Festival World Masters in Las Vegas treffen sich die Besten ihres Fachs, rund 70 Gelatieri aus aller Welt. Jeder mit seiner eigenen Handschrift und mit dem Anspruch, das beste Eis in petto zu haben. Für Micolino reichte es zwar nicht für das Podium, dafür erhielt er eine Sonderauszeichnung und gewann letztlich den Kreativpreis.

Zurück in Rottenburg wird der Erfolg ganz bodenständig gefeiert. Die Eisdiele »Rino« war schon vor dem internationalen Erfolg ein Anziehungspunkt, nun aber dürfte sich der Radius weiter vergrößern. Die Kundschaft reagiert neugierig, manchmal zögerlich und oft begeistert. Für Micolino steht nun eine neue Herausforderung an: Welche Eiskreation wird er als nächstes erfinden?


Redaktion
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