Die Weine der hochkarätigen Verkostung im »Steirereck«

Die Weine der hochkarätigen Verkostung im »Steirereck«
© Falstaff/Lukas Ilgner

Historische Verkostung: Burgenland schlägt Bordeaux

Erstmals 100 Falstaff Punkte für einen Rotwein aus Österreich: Batonnage 2015. Premiers Crus aus dem Bordelais mussten sich hinten anstellen.

Falstaff lud vergangene Woche zu einer einzigartigen, noch nie dagewesenen, Batonnage-Rotwein-Verkostung ins Wiener Restaurant »Steirereck«. Eine 23-köpfige Jury aus Österreich, Deutschland und der Schweiz, bestehend aus Weinhändlern, Sommeliers und Weinkennern, bewertete erstmals sämtliche, bis dato abgefüllte, Batonnage-Weine der Jahrgänge 2001 bis 2015.
Die Degustation endete mit einer Sensation: Nicht nur, dass die Batonnage-Weine eindeutig die in der Parallelverkostung degustierten Premier Crus Weine aus Bordeaux, nämlich Château Haut-Brion 2013, Pessac-Léognan, Château Lafite-Rothschild 2012, Pauillac, Château Margaux 2008, Margaux, Château Latour 2006, Pauillac und Château Mouton-Rothschild 2004, Pauillac, »besiegten« (der beste Bordeaux landete mit 95 Punkten erst auf Platz 11), gab es auch erstmals in der österreichischen Rotweingeschichte einen 100-Punkte-Rotwein von Falstaff: Der Sieger der Degustation war der Batonnage 2015 und erhielt von der Falstaff-Chefredaktion die Traumnote 100 Punkte.
Aber auch auf den Folgeplätzen landeten die Batonnage-Weine mit Höchst-Punktezahlen. So gab es für den Batonnage-Jahrgang 2011 99 Falstaff-Punkte und für den Batonnage-Jahrgang 2007 98 Falstaff-Punkte.

Die historische Verkostung im »Steirereck«
© Falstaff/Lukas Ilgner
Die historische Verkostung im »Steirereck«

»In meiner 25-jährigen Verkostungs-Geschichte habe ich es noch nie erlebt, dass wir einem österreichischen Rotwein 100 Punkte verleihen konnten. Damit schließt Österreich – auch im Rotweinsektor – erstmals an die Weltelite an.«
Peter Moser, Wein-Chefredakteur von Falstaff

Über Batonnage

Dieser Ausnahmewein ist eine Gemeinschaftsproduktion der fünf burgenländischen Paradewinzer Erich Scheiblhofer, Gerhard Kracher, Christian Tschida, Florian Gayer und Markus Altenburger. Batonnage ist eine Rotwein-Cuvée bestehend aus den Sorten Blaufränkisch und Cabernet Sauvignon vom Leithaberg in Jois sowie Merlot der besten Riede Andaus. Dieser einzigartige Wein lagert bis zu seiner Flaschenfüllung zwei Mal zwölf Monate in neuen französischen Barriquefässern, man spricht von »double-oaking«.
Peter Moser über den Spitzenwein: »Battonage ist für mich der österreichische Ausnahme-Rotwein schlechthin: Fünf Winzer steuern ihre allerbesten Trauben bei, die einer weiteren rigorosen Selektion unterzogen und auf die bestdenkbare Weise von Erich Scheiblhofer vinifiziert werden. Die doppelte Belegung in neue Barriques für je ein Jahr formt diese außergewöhnliche Materia Prima in einen balancierten, großen Rotwein aus, der für eine sehr lange Lebensdauer gebaut ist. Das Zusammenspiel von Topmaterial vom Leithaberg und der vollreifen Trauben aus Andau im Seewinkl bringen schließlich dieses tolle Ergebnis, das wohl alle Teilnehmer an der aktuellen Vertikalprobe in positives Erstaunen versetzt hat. Und nur so ist die Konstanz durch die höchst unterschiedlichen Jahrgänge verständlich und auch die Tatsache dass der Battonage-Wein auch in so genannten kleineren Jahrgängen nicht nur bestehen, sondern voll überzeugen konnte.«

Christian Tschida, Erich Scheiblhofer, »Steirereck«-Sommelier René Antrag, Florian Gayer und Markus Altenburger
© Falstaff/Lukas Ilgner
Christian Tschida, Erich Scheiblhofer, »Steirereck«-Sommelier René Antrag, Florian Gayer und Markus Altenburger

So schmeckt der 100-Punkte Wein Batonnage 2015

Tiefdunkles Rubingranat, opaker Kern, violette Reflexe, zarte Randaufhellung. Feine Nuancen von reifen Erdbeeren, süße Gewürzanklänge, Herzkirschen und Cassis unterlegt. Stoffig, hochelegant, mineralisch, feine tragende Tannine, rote Kirschen im Abgang, salzig-mineralischer Nachhall, ein stoffiger Wein, der nicht vor 2025 geöffnet werden sollte, hier sitzt alles absolut am rechten Fleck, ein Rotwein von überzeugender Balance und Länge, ein großes Versprechen für die Zukunft.
Die detaillierten Verkostungsnotizen und Bewertungen finden Sie in der Juni-Ausgabe des Falstaff-Magazins, die am 25. Mai 2018 in Österreich und am 30. Mai in Deutschland erscheint.

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