Italiens Strände bereiten sich auf den Ansturm vor – mit höheren Preisen.

Italiens Strände bereiten sich auf den Ansturm vor – mit höheren Preisen.
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Italien: Abzocke an den Stränden

Die Preise für Liegen an italienischen Stränden steigen. Experten kritisieren die Erhöhungen als ungerechtfertigt.

Wer an einem italienischen Strand Liegen und Schirme besetzen will, muss traditionell tief in die Tasche greifen: 15 bis 30 Euro für 2 Liegen mit Schirm sind üblich, es geht aber auch noch deutlich teurer: Bis zu 40 Euro sind schon mal möglich. Und der Sommer 2022 dürfte in dieser  Hinsicht neue Spitzenwerte bringen.

Laut einer Untersuchung des italienischen Konsumentenschutzverbunds Federconsumatori werden die Preise an den italienischen Stränden diesen Sommer nämlich wieder mal kräftig ansteigen: Zwischen 4 und 5 Prozent werden die Preise für Liegen in die Höhe klettern, teilweise wird das Preisplus sogar 12 bis 13 Prozent ausmachen. Michele Carrus, der Präsident von Federconsumatori bezeichnet diese Erhöhungen als völlig ungerechtfertigt. Denn zwar müssten die Betreiber der Badeanstalten höhere Kosten wegen Inflation und steigender Energiepreise hereinbringen. Doch andererseits dürfen sie diesen Sommer mit viel mehr Gästen rechnen, weil ja die Corona-Beschränkungen aufgehoben wurden. Es bestehe der Verdacht, dass die Betreiber die Verluste der vergangenen beiden Jahre durch die – teils unverschämten – Preiserhöhungen einbringen möchten.

Nicht nur die Italiener, sondern auch Reisende werden darunter leiden. Laut italienischer Medien muss eine Familie für einen Tag am Strand mit knapp 100 Euro rechnen. In der Realität könnten die Ausgaben aber noch viel höher sein.

Redaktion
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