Restaurant der Woche: »Kink«
Fünf Jahre nach der Eröffnung schlägt das »Kink« in Berlin ein neues Kapitel auf: Unkomplizierte, aromenstarke Sharing-Gerichte treffen auf kreative Drinks und entspannte Atmosphäre.
Fünf Jahre nach seiner Eröffnung schlägt das »Kink« ein neues Kapitel auf: Künftig stehen hier unkomplizierte, aromenstarke Sharing-Gerichte im Mittelpunkt. Ob auf der wunderschönen Terrasse oder im stilvollen Innenraum – Gäste können sowohl ein ausgedehntes Abendessen mit Austern, Tatar und Käse genießen als auch einfach nur ein paar Pommes Provençale zum Feierabendbier bestellen.
Die neue Speisekarte ist in Zusammenarbeit von Küchenchef Luke Rogers mit den Inhabern Oliver Mansaray und Daniel Scheppan entstanden. Trotz – oder gerade wegen – ihrer neuen Einfachheit wird hier ein echtes Aromenfest gefeiert. Ein gelungenes Dinner beginnt etwa mit den Zelandaise-Austern, serviert unter anderem mit hausgemachter Hot Sauce. Die Kombination aus Schärfe, Säure und Frische macht zum idealen Einstieg. Ein Muss: das Rindertatar mit Knochenmark, frittierten Kapern und Estragon. Was auf den ersten Blick klassisch wirkt, entpuppt sich im Mund als fein ausbalanciertes Spiel aus Textur, Tiefe und subtiler Dekadenz – ohne das zarte Fleisch zu dominieren. Pflicht ist auch der gegrillte Oktopus, der mit intensiven Grillaromen und perfekter Textur überzeugt.
Und dann wäre da noch die Pilz-Crème-Brûlée – eines der originellsten Gerichte auf der Karte. Wer sich schon vor dem Dessert an Süßes wagt, wird für seinen Mut belohnt: Die erdigen Pilznoten harmonieren mit dem buttrigen Brioche, allerdings tritt die Süße des Karamells ein wenig zu dominant auf. Berühmt ist das »Kink« weiterhin für seine Bar mit kreativen Signature-Drinks wie dem Shiso Paloma. Auch Weinfreunde kommen auf ihre Kosten: Die Karte bietet einige Entdeckungen – besonders bei Naturwein. Der Service rundet den Abend ab.
10119 Berlin
Deutschland