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Rotweinsalz als neues Gewürz: Was passiert, wenn Salz auf Rotwein trifft?

Gewürz
Grillen
Rotwein

Das neue Gourmet-Gewürz des Sommers – warum es in der Küche und auch beim Grillen zum Einsatz kommen sollte.

Salz und Wein gehören zu jenen Zutaten, die vielen Gerichten das gewisse Etwas verleihen. Es liegt nahe, dass diese Kombination geschmacklich überzeugt – und vermutlich würden viele dieser Einschätzung zustimmen. Überraschend ist jedoch die Idee, beides in einem einzigen Gewürz zu vereinen – ein Gedanke, der erst vor Kurzem aufkam.

Bereits Anfang des Jahres wurde ein Instagram-Video veröffentlicht, das zeigt, wie man Rotweinsalz ganz einfach selbst herstellen kann. Der Clip hat mittlerweile mehrere Millionen Aufrufe gesammelt und zahlreiche Kommentare erhalten – von »Perfekt für Lammkoteletts « bis hin zu »Das muss ich unbedingt ausprobieren, vor allem wegen der tollen Farbe« –, was das große Interesse an diesem neuen Gewürz unterstreicht.

Das steckt dahinter

Bei der Herstellung von Rotweinsalz steht im Fokus, die Komplexität und die intensiven Geschmacksnoten des Weins hervorzuheben. Weinsalze behalten die Grundaromen des verwendeten Weins, weshalb jede Charge geschmacklich leicht variieren kann. Im Allgemeinen verbindet Rotweinsalz eine ausgewogene Mischung aus würzigen und salzigen Noten mit einer süßen Fruchtnuance, die an Trauben erinnert.

Rotweinsalz entsteht durch das Trocknen und Konzentrieren des Weins, wodurch sein Geschmack intensiviert wird. Für mehr Säure im Salz empfiehlt sich ein säurebetonter Wein. Sollten fruchtige Nuancen wie Kirsche oder Himbeere gewünscht sein, ist die Wahl eines entsprechenden Weins sinnvoll. Generell eignen sich vollmundige, kräftige Rotweine am besten, während süßliche Sorten eher weniger empfohlen werden. Grundsätzlich gilt: Wenn ein Wein gut zum Essen schmeckt, lohnt es sich auch, ihn für die Herstellung von Rotweinsalz auszuprobieren.

Eine Anleitung

Für das Gewürzsalz werden grundsätzlich nur zwei Zutaten benötigt: Rotwein und Salz. Optional können noch weitere Gewürze wie Rosmarin oder schwarzer Pfeffer hinzugefügt werden, um das Aroma zu verfeinern. Für die Herstellung werden rund 50 Milliliter Wein mit 200 Gramm Salz in einer Schüssel gut miteinander vermischt. Anschließend sollte die Mischung mindestens eine Stunde, besser noch über Nacht, ruhen, damit der Wein gut in das Salz einziehen kann. Überschüssiger Wein kann danach mit einem feinmaschigen Sieb abgeseiht werden.

Zum Trocknen kann das Salz entweder in einem Dehydrator bei etwa 51 Grad Celsius oder im Ofen bei Umluft und rund 70 Grad getrocknet werden. Alternativ ist das Trocknen auch an einem gut belüfteten, trockenen Ort möglich, wenn die Luftfeuchtigkeit entsprechend niedrig ist. Wichtig ist, das fertige Rotweinsalz luftdicht zu lagern, damit es sein Aroma behält und nicht verklumpt.


Redaktion
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