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Puderfeines Salz: Peugeot stellt das fortschrittlichste Mahlwerk der Welt vor

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Was nützt die beste Salzmühle der Welt, wenn Salz doch angeblich so ungesund ist? Peugeot Saveurs beweist: Mit ihrem neuen »Zirlion« Mahlwerk liefert weniger Salz mehr Geschmack – und revolutioniert so unseren Salzkonsum.

Um die naheliegendste Frage gleich zu klären: Ja, Peugeot Gewürzmühlen und Peugeot Autos stammen aus derselben Schmiede. »Die Mühlen kommen aber nicht von den Autos – die Autos kommen von den Mühlen«, stellt Sophie Duede, Marketingverantwortliche für Gewürze und Kaffee bei Peugeot Saveurs, unmissverständlich klar. Tatsächlich feilte das Unternehmen bereits 50 Jahre lang an perfekten Mühlen, bevor es 1890 in die Automobilproduktion einstieg.

Zum Launch ihrer neuesten Innovation haben Duede und ihr Team um CEO Sébastien Zott Mitte März an einen geschichtsträchtigen Ort geladen: die Königliche Saline von Arc-et-Senans in der französischen Region Bourgogne-Franche-Comté. Hier reift zwar auch der berühmte Comté-Käse – doch, der Ort verrät es: diesmal dreht sich alles um Salz, das seit dem Mittelalter wie der Käse zur Region gehört.

Ohne Salz sterben wir

Die 1775 vom visionären Architekten Claude-Nicolas Ledoux erbaute Saline galt als eine der fortschrittlichsten Produktionsstätten ihrer Zeit. Rund 120 Jahre lang wurde hier Salz aus den salzhaltigen Quellen des Juragebirges gewonnen, bis es durch die industrielle Massenproduktion seinen einstigen Wert verlor. Heute erinnert die beeindruckende Anlage als UNESCO-Weltkulturerbe an diese Ära – und bietet die perfekte Kulisse für eine neue Revolution in der Salzverarbeitung.

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Peugeot: Von Sägeblättern zu Genuss und Mobilität

Peugeot begann 1812 mit der Produktion von Sägeblättern, bevor das Unternehmen 1840 mit Kaffeemühlen und 1874 mit der ersten Pfeffermühle sein Sortiment erweiterte. Während Peugeot Ende des 19. Jahrhunderts mit Fahrrädern (1885) und Automobilen (1891) den Grundstein für die spätere Autosparte legte, entwickelte sich parallel eine eigene Linie für Haushalts- und Genussartikel.

Peugeot Saveurs entstand 1953 und spezialisierte sich auf Gewürzmühlen, Wein-Accessoires und Küchenutensilien. Mit Innovationen wie elektrischen Mühlen (1997) und eleganten Weindekantierern (2015) definiert Peugeot Saveurs bis heute neue Standards, während die Automobilsparte mit technologischen Fortschritten den Mobilitätssektor prägt.

Man muss nicht lange raten: Die Neuheit ist eine Salzmühle. Spricht man in den letzten Jahren allerdings über Salz, dauert es nicht lange, bis der Satz »aber Salz ist doch ungesund« fällt. Was nützt da die angeblich beste Salzmühle der Welt, wenn überall betont wird, wie schlecht Salz für uns ist? Und es stimmt, Salz ist tatsächlich eines der umstrittensten Lebensmittel. Ein zu hoher Konsum kann das Risiko für Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Magenprobleme erhöhen und auch das Risiko für Osteoporose steigern. Doch gleichzeitig ist es auch unverzichtbar: Salz ist essenziell für die Körperfunktionen, es reguliert den Flüssigkeitshaushalt und ermöglicht die Kommunikation zwischen unseren Zellen. Kurz: Ohne Salz sterben wir.

Eine bisher unerreichte Feinheit

Die Lösung liegt gewiss nicht in einer Änderung des ikonischen Designs der »Paris«-Mühle, sondern im Inneren – und trägt den Namen »Zirlion«. Eine Wortneuschöpfung, die den berühmten Peugeot-Löwen (französisch Lion) mit einem der widerstandsfähigsten Materialien unserer Zeit vereint: Zirkonia. Normalerweise findet man Zirkonia in der Luft- und Raumfahrt oder in der Medizin, etwa in künstlichen Hüften und Implantaten – und jetzt eben auch als Mahlwerk in der Peugeot Salzmühle. Der Clou: Die außergewöhnliche Härte und Abriebfestigkeit von Zirkonia ermöglichen es, dass die Mahlzähne direkt aufeinandertreffen, ohne sich abzunutzen. Das Resultat: puderfeines Salz in einer bisher unerreichten Feinheit.

 

Zu Puder gemahlenes Salz bleibt nur leider immer noch das gleiche Salz, das in den Mengen, die wir täglich konsumieren, nicht gut für unsere Gesundheit ist. Allein in Deutschland konsumieren Männer durchschnittlich etwa 10 Gramm Salz pro Tag, während Frauen rund 8,4 Gramm zu sich nehmen. Damit liegen wir deutlich über den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), die eine tägliche Aufnahme von maximal 6 Gramm Salz für Erwachsene empfiehlt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht sogar noch weiter und empfiehlt, die tägliche Salzaufnahme auf unter 5 Gramm zu begrenzen, um die bekannten Risiken zu minimieren.

Weniger Salz, gleicher Geschmack

Genau hier kommt die Puderform ins Spiel. Nicht nur für die Hände ist es ein neues sensorisches Gefühl, das Salz durch die Finger gleiten zu lassen – auch die Zunge nimmt es anders wahr. Durch die extrem feine Körnung wird das Salz schneller von der Spucke aufgenommen und verteilt sich gleichmäßiger und schneller auf den Geschmacksknospen. Das intensiviert die Wahrnehmung erheblich. Das Ergebnis: Die Salzmenge kann reduziert werden, ohne dass Geschmack und Aroma verloren gehen. Konkret bedeutet das: Man benötigt nur etwa ein Drittel der Salzmenge, die man mit herkömmlichen Körnungen verwenden würde. Gleichzeitig lässt sich das Salz so präzise und fein dosieren wie nie zuvor.

 

Salz und Geschmack: Der Schlüssel zur Aromawahrnehmung

Salz ist nicht nur ein wesentlicher Bestandteil unserer Ernährung, sondern auch ein wichtiger Geschmacksträger. Es zählt zu den fünf Grundgeschmacksrichtungen – neben süß, sauer, bitter und umami – und wird von den Geschmacksknospen auf der Zunge erkannt. Doch Salz erfüllt eine noch wichtigere Funktion: Es verstärkt den Geschmack von Lebensmitteln und sorgt für eine ausgewogene Aromatik. In der Küche wird es gezielt eingesetzt, um Aromen hervorzuheben und die verschiedenen Geschmackseindrücke miteinander in Einklang zu bringen.

Ein wenig Salz kann beispielsweise die Bitterkeit von bestimmten Gemüsesorten mildern, während es gleichzeitig die Süße in Obst und Desserts hervorhebt. Es sorgt für eine harmonische Balance der Aromen und lässt die Speisen voller und komplexer schmecken. Ohne Salz würden viele Aromen in Gerichten in ihrer vollen Intensität kaum wahrnehmbar sein.

Drei Jahre hat das Team der Peugeot Forschungs- und Entwicklungsabteilung an dieser Revolution gearbeitet, erklärt Sébastien Zott. »Wir haben den besten Pfeffermechanismus der Welt, und jetzt haben wir ihn auch für Salz«, sagt der CEO sichtlich stolz. Seit März wird das Mahlwerk nun schrittweise in alle Salzmühlen integriert. Das bewährte u’Select System bleibt selbstverständlich erhalten: Per Drehmechanismus lässt sich die Körnung in sechs Stufen regulieren – von extra grob bis puderfein.

Mit der Einführung von Zirlion erfüllt Peugeot gleichzeitig den Wunsch vieler Kunden, die Maestro Pfefferbar nun auch für Salz anzubieten. Das Prinzip bleibt gleich: Per Schraubsystem lassen sich die Salzsorten im Handumdrehen austauschen – ein Mahlwerk für die ganze Bandbreite an Salzen. Davon gibt es weltweit über 100. Aus fast allen der mehr als 50 Produktionsländer haben sie sich im Entwicklungsprozess Salz zukommen lassen. Im Gegenzug wird es nun in seiner kleinstmöglichen Form zurückgeschickt.


 

Anna Wender
Anna Wender
Senior Redakteurin
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