»Sparmaßnahmen«: Tim Mälzer besorgt um »Kitchen Impossible«
Wenn bei großen TV-Produktionen gespart wird, schrillen bei den Beteiligten die Alarmglocken. Auch Tim Mälzer beobachtet die aktuellen Einschnitte bei RTL mit Sorge – und äußert sich nun zur Zukunft von »Kitchen Impossible«.
Reisen um die halbe Welt, aufwendige Drehs und ein hoher kreativer Anspruch gehören seit Jahren zu »Kitchen Impossible«. Ob dieses Niveau trotz Sparmaßnahmen bei RTL zu halten ist, beschäftigt nun auch Tim Mälzer.
Im Podcast Hazel Thomas Hörerlebnis sprach der 55-Jährige über ein mögliches Ende des Formats, sollten die Budgetkürzungen die inhaltliche Substanz der Show beeinträchtigen.
Innerhalb der Produktion werde derzeit über Möglichkeiten zur Kostenreduzierung nachgedacht, erklärte Mälzer. Er betonte jedoch, dass die Qualität der Sendung nicht leiden dürfe: Einsparungen dürften nicht am Produkt selbst vorgenommen werden.
Der Hamburger Koch, der seit rund zehn Jahren im Kochduell auf Vox gegen verschiedene Konkurrenten antritt, äußerte generell Vorbehalte gegenüber pauschalen Sparmaßnahmen. »Ich bin kein großer Freund von Einsparungsmaßnahmen und habe noch nie beobachtet, dass das irgendwo funktioniert hat«, so Mälzer.
Wandel des Medienmarkts
Als mahnendes Beispiel nannte er die Entwicklung in der Zeitschriftenbranche. Dort habe er selbst erlebt, wie im Zuge von Einsparungen kreative Köpfe gehen mussten und der Fokus zunehmend auf Zahlen statt Inhalten lag. Eine ähnliche Entwicklung bei »Kitchen Impossible« wolle er vermeiden.
Die Äußerungen Mälzers stehen im Zusammenhang mit der Ankündigung von RTL Deutschland aus dem Dezember, etwa 600 Stellen zu streichen. Das Unternehmen begründete den Schritt mit der schwierigen wirtschaftlichen Lage sowie dem strukturellen Wandel im gesamten Medienmarkt. Die RTL-Gruppe betreibt in Deutschland neben dem Hauptsender RTL unter anderem die Kanäle ntv und Vox sowie den Streamingdienst RTL+.
Inwiefern die Kürzungen die Produktion von »Kitchen Impossible« im Detail verändern werden, bleibt abzuwarten. Für Mälzer ist jedoch klar: Der Erhalt der gewohnten Qualität ist die Voraussetzung für eine weitere Zusammenarbeit.